RWE gegen Aachen: Zweiter Heimsieg in 2018 vor aufgewärmter "West"

Autor: K. Hoeft     veröffentlicht am 22 April 2018    
 
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Rot Weiss Essen gegen Alemannia Aachen
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Foto: K. Hoeft

Der SC Paderborn und der 1. FC Magdeburg singen seit gestern "Nie mehr dritte Liga" (Gratulation zum Aufstieg in die Zwote), ein "Sing Sang" den "janz unten" in Liga vier die Traditionsklubs Rot Weiss Essen und Alemannia Aachen eher anders herum sehen und sich hoffentlich für sie nie bewahrheitet. Zumindest für RWE gab es in dieser Saison keine Hoffnung auf "Hoch 3", Aachen schnupperte wenigstens gefühlt am rechnerischen Aufstieg. Entsprechend die Laune an der Hafenstraße.

Seit vier Wochen befinden sich die rot-weissen Fans im Stimmungsboykott und auch gestern sah es Anfangs nicht so aus, das sich beim "Westklassiker" gegen Alemannia Aachen etwas am "Liebesentzug" ändern würde: Ohne representatives "Gruppen-Material" marschierte die aktive Fanszene gemeinsam vor dem Spiel in Richtung Stadion und hing drinnen auch nur ihr schon fast zur Gewohnheit werdendes Mottospruchband auf. Diesmal mit dem Aufruf: "Lösungen finden, Kampfgeist statt Angstschweiß."



Anders auf der Gästeseite: Ein voller Gästestehblock und gut aufgelegte Aachener Anhänger, die mit einem Pyro-Choreo-Intro in das Spiel starteten:  Erst zogen sich die Fans schwarze, weiße und gelbe Ponchos / Müllsäcke über, so dass kurz eine farbliche Dreiteilung des Blocks sichtbar wurde, bevor eine Blockfahne über die 2.000 mitgereisten Fans gezogen wurde. Kurz darauf begann das erste mitgebrachte Pyro-Material (in schwarz und gelb) zu brennen und zu rauchen. Das Spiel wurde entsprechend ein paar Momente später angepfiffen, da sich eine "gelbe Wand" langsam vom Gästeblock über das Spielfeld in Richtung Haupttribüne bewegte.



Sportlich ging es um (fast) nichts: Alemannia Aachen hat keine Chancen mehr auf den Aufstiegs-Relegationsplatz und Rot Weiss Essen so gut wie nix mehr mit dem Abstieg zu tun (10 Punkte Puffer sollten eigentlich reichen). Trotzdem kamen 8.107 Zuschauer zur "Bundesligazeit" ins Stadion Essen. Samstag Nachmittag 15:30 Uhr, Anstoßzeit der höchsten deutschen Klasse, da werden Träume wach. Auf dem Rasen aber eher nicht. Die erste Hälfte war sehr zerfahren und glänzte eher durch wenige Chancen und unpräzises Zuspiel. Rot Weiss Essen hatte mehr vom Spiel und hätte sogar in Führung gehen können, aber die größte Chance versemmelten Robin Urban und Dennis Malura indem sie beide kurz nacheinander über den Ball stolperten, anstatt ihn in Richtung Tor zu schießen.



Die zweite Hälfte hatte es in sich: Die Aachener Fans verbrannten nicht nur ihre Pyroreste, auch die "West" und die beiden anderen Heim-Tribünen wurden passend zum Wetter langsam wieder warm. Zwar noch längst nicht wieder die alte Stärke, aber mit dem zweiten Liga-Heimsieg im Jahr 2018 den Kapitän Benjamin Baier mit seinem 1:0 in der 61. Spielminute klar machte, gab es keine andere Möglichkeit als den Partymodus. Klar nach soviel Pech und natürlich auch spielerischen Unvermögen in den vergangenen Wochen, kam vor allem Glück dazu: In der 75. Spielminute übersah der Schiedsrichter dank des fehlenden Videobeweises ein Handspiel von Robin Urban im Strafraum und in der 86. Minute rettete erst der Pfosten und dann in der 89. Spielminute der RWE-Schlußmann Robin Heller die drei Punkte. Der Essener Fluch der späten Tore (wie gegen den KFC Uerdingen und Wattenscheid 09) scheint besiegt. Die Essener Fans bejubelten ihre Mannschaft mit "Standing Ovations", aber auch die schwarz-gelben feierten ihr Team (anders als die gleichfarbigen 30 Kilometer östlich wenig später in der erste Liga trotz 4:0 Kantersieg, so unterschiedlich sind die Ansprüche und Welten im deutschen Fußball).





Für RWE geht es direkt am Dienstag weiter, mit dem Nachholspiel in Wiedenbrück bevor am Freitag das Stadion Niederrhein und Rot Weiß Oberhausen und damit da erste von zwei Auswärtsderbys innerhalb von vier Wochen gegen den Nachbarn wartet. Erst in der Liga dann im Pokalfinale am 21. Mai. Alemannia Aachen kann dagegen ganz entspannt die Saison ausklingen lassen, wobei für die Alemannia auch noch Chancen im Landespokal bestehen. Am 25. April spielen sie gegen den TSC Euskirchen und dann im eventuellen Finale gegen den Sieger aus Viktoria Köln und Fortuna Köln. Beim Finalsieg winkt bekanntermaßen die Teilnahme an der ersten Runde des DFB Pokals und damit ein paar Euros für das Konto.

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Inhalt über Klub(s):
Spielergebnis:
1:0
Zuschauerzahl:
8.107
Gästefans
2000

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Regionalliga
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