Am letzten Spieltag fegte der FSV Union Fürstenwalde Viktoria Berlin mit 4:1 aus dem Stadion und kam so mit breiter Brust und zirka 60 Fans im Schlepptau in den Berliner Jahnsportpark. Die FSV-Anhänger skandierten sogleich: "Hier regiert der FSV!" und "FSV! - Unioon!" Wollten sie damit vielleicht Torsten Mattuschka auf Seiten der fünf Spiele ungeschlagenen VSG Altglienicke ein wenig verwirren?
Klatsche für Altglienicke - Fürstenwalde ballert weiter!
Es dauerte jedenfalls nicht lange, bis der FSV seine erste Großchance hatte, der Schuss aus guter Position landete aber neben dem Tor. Insgesamt gestaltete sich die erste Halbzeit aber ausgeglichen: beide Mannschaften wagten Ausflüge in die gegnerische Hälfte, die Gäste gefielen dabei mit guter Ballverlagerung und hatten leichte Feldvorteile.
Die VSG reagierte teilweise ruppig - das Spiel wurde intensiver und es regnete erste gelbe Karten. Als ein Fürstenwalder dann einen fehlgeleiteten Pass in die Spitze bis zur Auslinie eskortierte, echauffierte sich Altglienickes Nummer 6 recht stark über die Entscheidung zum Abstoß und machte sich auf den Weg zum Linienrichter: "der war noch dran, sei doch ehrlich..." Weiter kam er nicht, der Schiri fing ihn konsequent ab: "Sechser! Zieh Leine!"
Zählbares gab es im ersten Durchgang aber nicht. Das sollte sich in Halbzeit zwei ändern und zwar gewaltig. Auch die zweite Hälfte begann wieder mit einem freien FSVler vor dem VSG-Tor schon nach wenigen Sekunden, aber erneut zielte dieser nicht genau genug.
Danach gab es jedoch einen Fürstenwalder Doppelschlag in Minute 51 und 52. Die mitgereisten Anhänger konnten gleich ohne Pause weiter jubeln und sangen, was man in so einer Situation eben singt: "Oooh wie ist das schön..."
Auf dem Rasen ging es munter weiter, die Handbremse war gelöst. Altglienicke attackierte kopflos, verlor den Ball nur allzu leicht in der Vorwärtsbewegung und kassierte so das 0:3 nach einem Konter in der 63. Minute - Kemal Atici schnürte seinen Doppelpack.
"Hier regiert der FSV!" ertönte es im weiten mit 211 Zuschauern gefüllten Rund und ebenfalls: "Ohne FüWa wär hier gar nichts los!" Das war berechtigt auch bezogen auf das Geschehen auf dem Rasen.
Es schien, als erholte und befreite sich die VSG gerade etwas, da klingelte es erneut (68.). Dazu erklang höhnisch: "...einer geht noch rein..." und - nun ja - einer ging noch rein: auch Will Siakan hatte jetzt auch zwei Treffer auf dem Konto, es stand 0:5!
Wie schon gegen Viktoria dreht der FSV richtig auf und hätte noch weitere Tore folgen lassen können. Altglienicke gab sich trotz des Debakels nicht auf und versuchte es weiter mit Angriffen, jedoch kamen Bälle in die Spitze weiterhin zu ungenau. Erst kurz vor Schluss kam der erste und einzige Schuss auf das FSV-Tor in der zweiten Hälfte zustande.
Für den gut in die Saison gestarteten Aufsteiger ist dies die höchste Saisonniederlage, aber mit Sprüchen wie "Lieber einmal 0:5 als fünf mal 0:1" wollte sich Trainer Miroslav Jagatic nicht trösten lassen. Er attestierte seiner Mannschaft ihr schlechtestes Saisonspiel, sie habe sich "förmlich ergeben und das bisherige gute Torverhältnis mit dem Hintern eingerissen."
Matthias Mauksch war hingegen zufrieden mit seinem FSV: "Je länger das Spiel lief, desto stärker kamen unsere Qualitäten zum Vorschein." Die jungen Spieler waren physisch stärker und "galliger", wie auch Jagatic eingestand.
Von seinem Team erwartet er am 3. Oktober in Luckenwalde mehr. Der nunmehr Tabellenvierte FSV Fürstenwalde blickt dagegen konzentriert auf sein Heimspiel gegen Neugersdorf.
Bilder und Text wurden produziert für turus.net von https://football-wildlife-media.com/
> zur turus-Fotostrecke: VSG Altglienicke
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Ich war da, war echt lustig. Fast bessere Stimmung als bei Heimspielen des FSV!