Vor 24 Jahren: Als Rostock, Leipzig, Wuppertal und Meppen in der Mammut-Liga kickten

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MB 14 Oktober 2016
 
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Vor 24 Jahren: Als Rostock, Leipzig, Wuppertal und Meppen in der Mammut-Liga kickten

Es war einmal, als der Aufsteiger Wuppertaler SV für mächtig Furore gesorgt hatte. Die Duelle gegen den Rivalen FC Remscheid lockten über 10.000 Fußballfreunde ins Röntgenstadion und ins Stadion am Zoo. Aber auch zu den anderen Partien des WSV wurde häufig die fünfstellige Zuschauer-Marke geknackt. Insgesamt lag der Ligaschnitt jedoch bei eher bescheidenen 5.613 Zuschauern pro Spiel. Und ja, die Anzahl der Saisonspiele konnte sich sehen lassen: Satte 552-mal wurde vom 10. Juli bis zum 06. Juni von Oldenburg bis Unterhaching aufgelaufen. Wahrlich, eine Mammut-Saison à la bonne heure! Vor 24 Jahren traten in der 2. Bundesliga 24 Vereine an. Der Grund: In der Vorsaison wurde die zweite Liga in die Staffeln Nord und Süd aufgeteilt, da mit den mit aufgenommenen Ost-Vereinen BSV Stahl Brandenburg, Chemnitzer FC, FC Carl Zeiss Jena, VfB Leipzig, Hallescher FC und FC Rot-Weiß Erfurt das Starterfeld plötzlich um einiges größer war. Um die 2. Bundesliga wieder auf Sollstärke von 20 Vereinen zu bringen, wurde 1992/93 in einer eingleisigen Liga gespielt. Am Ende mussten sieben der 24 Vereine den bitteren Weg in die Oberligen (damals noch dritte Spielklasse) antreten. Die ersten drei stiegen in die 1. Bundesliga auf. Die 11-monatige Saison kostete reichlich Kraft und verlangte spielerisch und logistisch einiges ab. Am Ende packten der SC Freiburg und der VfB Leipzig erstmals den Sprung ins Fußballoberhaus. Unvergessen, wie 38.000 Fans beim letzten Spiel gegen Mainz 05 im Leipziger Zentralstadion den Aufstieg feierten. Das Sachsen-Duell gegen den 1. FC Dynamo Dresden winkte. Und das auf großer bundesdeutscher Bühne. Mit hoch ging es damals für den MSV Duisburg, der in der Vorsaison aus der ersten Liga abgestiegen war.

Für mich persönlich war diese Zweitligasaison 1992/93 eine ganz besondere Spielzeit. Nicht wegen des immens aufgeblähten Starterfeldes, sondern viel mehr, weil für mich der Fußballhorizont erweitert wurde. Nachdem ich im September 1990 in den Wende-Wirren in Ost-Berlin meine Elektroniker-Ausbildung beim VEB Fotochemische Werke begonnen hatte, setzte ich diese ab September 1991 bei der Bayer AG in Leverkusen fort. Voilà, für mich als 18-jährigen konnte mit einem Schlag das große Fußballabenteuer beginnen. Während ich mich mit meinen neuen Freunden / Kumpels in der ersten Saison vor allem dem Erstligafußball in Leverkusen und Köln widmete, kam im Frühjahr / Sommer 1992 der Hunger auf mehr auf. Der Blick über den Tellerrand erfolgte unter anderen gemeinsam mit den angereisten Fans des F.C. Hansa Rostock im Gästeblock des Müngersdorfer Stadion und den Partien des eingangserwähnten Wuppertaler SV in der Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga. Das rot-blaue Fahnenmeer beim Heimspiel gegen den FSV Salmrohr faszinierte mich. Was für eine Kulisse, was für eine Euphorie auf den Rängen oberhalb der maroden Betonbahn! 

WSV

Das machte Lust auf mehr. Das eine oder andere Heimspiel des WSV sollte in der kommenden Zweitligasaison mitgenommen werden. Und auch zu Fortuna Düsseldorf, Fortuna Köln und zum FC Remscheid sollte es gehen. Bei Heimfahrten nach Berlin wurde selbstverständlich auch bei Hertha BSC vorbeigeschaut. Gleich bei zwei Partien war ich zu Saisonbeginn am 10. und 11. Juli 1992 am Start. Gefühlt hatte der damalige ewige Zweitligist SC Fortuna Köln immer am Freitagabend seine Heimspiele im Südstadion ausgetragen. Ähnlich wie derzeit Tennis Borussia Berlin in der Nordstaffel der NOFV-Oberliga. Damals bei mildem Sommerwetter hatten sich immerhin 4.000 Zuschauer gegen den SV Waldhof Mannheim auf den Rängen des Südstadions eingefunden. Allein stand ich in der spärlich gefüllten Kurve hinter dem Tor, die Gästekurve lag gefühlt einen Kilometer entfernt. Eine Viertelstunde vor Schluss rissen die mitgereisten Waldhof-Buben die Arme hoch. Tom Stohn hatte den Treffer des Tages erzielt.

DDorf

Am Tag darauf Ernüchterung. Mit der Straßenbahn tingelte ich zum Düsseldorfer Rheinstadion. 8.000 Zuschauer wollten in der abstrus wirkenden Betonschüssel das Spiel des Absteigers Fortuna gegen den einstigen FC Karl-Marx-Stadt sehen. Die Erinnerungen an jene Partie sind verwaschen. Ich stand unterhalb des Heimblocks, der sich wohl unter dem Dach befunden haben musste. Tristesse im weiten Rund, recht gute Stimmung im Fanblock, als Stefan Strerath in der 73. Minute das Tor zum 1:0 machte. Sieben Minuten später glichen die Himmelblauen Dank des Treffers von Steffen Heidrich aus. Ich bekam Brechreiz. Ich hatte mit keinem der beiden Vereine irgendwas am Hut, doch ich musste an meinen Mitbewohner im Ausbildungswohnheim denken. Meine Fresse, wie dieser Chemnitzer Freak jeden Tag die Handtücher sorgsam gefaltet hatte, während die anderen auf den Gängen und im Gemeinschaftsraum wilde Sau spielten. Da er auch noch ständig was von seinem CFC faselte, war für mich damals dieser Verein gestorben. Es blieb beim 1:1, der Tag war versaut. Zumal es damals vor der 3-Punkte-Regelung noch eine echte Punkteteilung war.

Fortuna

Eine Woche später ging es ins Bergische. 9.000 Zuschauer fanden den Weg ins Stadion am Zoo. Der Wuppertaler SV hatte es mit dem SV Meppen zu tun. Lang wurde mein Gesicht, als Robert Thoben in der 77. Minute den Siegtreffer für Meppen erzielte. Ich wollte den Heimmob wie gegen Salmrohr jubeln sehen. Ich war jung, bereits verdammt süchtig auf Adrenalin und konnte nach Niederlagen richtig muffig werden. Kein Wunder, dass es dort einmal mit einem Kumpel zu einem hitzigen Gerangel kam. Die Spitze eines Autoschlüssels fand den Weg in mein Gesicht. Glück gehabt, war nicht viel passiert. Paar Stunden später war das Ganze wieder vergessen. Während ich in den Ausbildungsräumen der Bayer AG Schaltpläne entwerfen und Schaltkästen verdrahten musste, dachte ich meist an nichts anders als an die kommenden Fußballspiele. Logisch, der Hauptfokus war weiterhin auf den Erstligafußball gerichtet. Kreuz und quer zu den Partien im Westfalenstadion, im Ruhrstadion, im Haberland-Stadion, im Parkstadion, im Müngersdorfer Stadion und auf dem Bökelberg. Am Freitag und Sonntag bot sich die zweite Liga als passendes Ergänzungsprogramm an. Bei Heimfahrten nach Berlin blieben eh nur die Zweitliga-Heimspiele der Alten Dame sowie die Oberliga-Partien des 1. FC Union Berlin und des FC Berlin (BFC Dynamo).

Hertha

So geschehen am 02. August 1992. Gemeinsam mit 5.499 anderen Zuschauern fand ich mich im maroden Berliner Olympiastadion wieder. (Anmerkung: Das gezeigte Foto stammt von 1993/94, als vor größerer Kulisse gespielt wurde und die Heimfans auf der Gegengerade zu finden waren.) Heimspiel um 18 Uhr gegen Wuppertal. Mit der U2 in Richtung Ruhleben. Biergeruch, Kuttenträger an jeder Ecke. Unvergessen diese muffige, verrauchte Kneipe innerhalb des Stadions. Tropfsteine an den Spalten der Ränge. Rost ansetzende Metallzangen, welche mitunter die massiven Sandsteine zusammenhielten. Dazu die brachiale Leere im weiten Rund. Nur in der Ostkurve knubbelte es sich ein wenig. Da blieb mir nichts anderes übrig, als mich dort mit rein zustellen. Alles andere wäre zu sehr Hardcore gewesen. Schmöller erzielte in der 90. Minute den Treffer des Tages. Hertha jubelte. Auf der Rückfahrt: Bierlachen in der U-Bahn. Kräftiges Wippen. Ein paar Sitze wurden zerstört. Bambule in der U2 nach dem Spiel gehörte zu jener Zeit wohl einfach dazu. Zudem wünschten sich etliche besoffene Hertha-Fans die hässliche U-Bahn herbei, die St. Pauli gen Auschwitz bringen sollte. Auch Schalke 04 bekam ein Ständchen gesungen. Suff und Proll-Gesänge. Das gab es überall. Bei solch einer kargen Zuschauerzahl saß man jedoch meist nur mit skurrilen Gestalten in der Bahn. Als ich einmal aus heiterem Himmel Nasenbluten bekam und ich aus der Not heraus meinen Hertha-Schal (meine damalige Sammlung an Jacquard-Schals war bemerkenswert) benutzen musste, um das rote Elend zu beenden, war das Szenario perfekt. Blutverschmiert durch die ganze Stadt, von einem Hertha-Spiel kommend…

Remscheid

Bizarr war so manches in der damaligen Saison 1992/93. Es würde den Rahmen sprengen, alle einzelnen Spiele zu beschreiben. Vor allem bei den Spielen mit Hertha-Beteiligung waren der Unterhaltungswert und der Quäl-Faktor besonders groß. Auswärts beim FC Remscheid. Bei Nieselregen stand ich mit 200 anderen Hertha-Fans auf einem abschüssigen, glitschigen Rasenstück im Gästeblock. 1:2 der Endstand aus Sicht der Berliner. Auswärts im Duisburger Wedaustadion am 13. November 1992. 7 Mark für ein ermäßigtes Ticket auf den Tisch gelegt - und hinein in die gute Stube! Vom Wasser kommend pfiff einem die steife Brise mächtig um die Ohren. Ungemütlicher konnte es kaum sein. Dazu die flachen Stufen des Gästeblocks. Die Kärcher-Fahnen flatterten an den Alu-Masten im Wind. Dazu die knarzende Kärcher-Werbung aus den alten Lautsprechern. Vor insgesamt 8.800 Zuschauern mussten die Berliner eine 1:2-Niederlage hinnehmen. Der Führungstreffer von Liebling Theo Gries in der 36. Minute hatte nichts genutzt. Nicht viel genutzt hatte auch der Glühwarm. Die Kälte kroch durch jede Faser. Bäh, nie wieder Wedaustadion! Und doch schaute man auch dort hin und wieder vorbei. Schließlich gab es ja diese Hass-Liebe. Je beschissener das Wetter, desto einprägsamer wurden die Spiele. Das Gleiche galt auf dem Mönchengladbacher Bökelberg.

Hertha

Um auf Hertha BSC zurückzukommen: Auch das Auswärtsspiel bei Fortuna Düsseldorf hatte ich mitgenommen. Hardcore-Fußball. Insgesamt 4.200 Zuschauer im weitläufigen Rheinstadion. Vielleicht waren es um die 300 Hertha-Fans, die den Weg nach NRW gefunden hatten. Die meisten von ihnen waren hackevoll. Grölend und lallend konnte es der kleine Berliner Mob kaum fassen, als Lünsmann, Gries und Basler die Hertha mit 3:0 in Führung brachten. Das 1:3 von Bernd Winter war nur Ergebniskorrektur. Der Auswärtssieg war unter Dach und Fach. Bei einem Herthaner schien die Freude dermaßen groß gewesen zu sein, dass er es im Block mal einfach laufen ließ. Plötzlich merkte ich, wie mein Hosenbein ein wenig nass wurde und es hinter mir plätscherte. Meine Fresse, der Kerl hatte wankend zwischen den Wellenbrechern auf die Betonstufen gestrullert. Ich schämte mich fremd, weil Kumpel Karsten mich das erste Mal zu einem Hertha-Spiel begleitet hatte. Das ist also Fußball-Berlin? Na, immerhin durften zwei Punkte gefeiert werden. Eine Woche zuvor hatte ich bereits im Olympiastadion das überraschend deutliche 5:1 gegen den F.C. Hansa Rostock gesehen. Vor immerhin 11.466 Zuschauern machten Scheinhardt, Demandt, Gries und Lünsmann (2) die Tore, Timo Lange hatte zwischenzeitlich für Rostock ausgeglichen. Nachdem in Düsseldorf nachgelegt wurde, betrug der Rückstand auf Rang drei nur noch fünf Punkte. Am Ende konnte dieser jedoch nicht aufgeholt werden, nach dem 46. Spieltag war Hertha BSC auf dem fünften Platz zu finden. Das letzte Heimspiel gegen den FC 08 Homburg wollten nur noch 3.200 Zuschauer sehen. 

Hansa

Ebenso nicht den Sprung nach oben hatte der F.C. Hansa Rostock gepackt. Wie auch Hertha war Hansa zwischenzeitlich oben dran, im letzten Drittel der Saison ging es jedoch steil bergab. Deutlich wurde der Wiederaufstieg verpasst. Die Fans entzogen zur Strafe ihrer Mannschaft die Liebe. Nur 700 Zuschauer wollten im Ostseestadion die letzte Partie gegen den Chemnitzer FC sehen! Erfolgreicher war - wie eingangs erwähnt - eine andere Ost-Mannschaft. Der VfB Leipzig, zu DDR-Zeiten und in der Gegenwart als 1. FC Lokomotive am Start, zog 1992/93 ordentlich am Finger und schaffte es, am Ende Rang drei zu verteidigen. Das Schlüsselspiel war sicherlich jenes am 40. Spieltag. Am Freitag, den 07. Mai 1993 konnten die Leipziger vor 10.200 Zuschauern im Zentralstadion den Tabellenführer SC Freiburg mit 2:0 schlagen. Dirk Anders hatte in der 34. Minute vorgelegt, Franklin hatte mit seinem 2:0 kurz den Sack zugemacht. Nachdem am vorletzten Spieltag beim direkten Verfolger SV Waldhof Mannheim vor über 15.000 Zuschauern ein torloses Remis erkämpft werden konnte, konnte am letzten Spieltag daheim nach dem 2:0-Erfolg gegen Mainz 05 die große Party steigen. 

H96

Bereits vorzeitig den Aufstieg in trockene Tücher hatte der SC Freiburg gebracht. Am Ende mit zehn Punkten Vorsprung wurde in Liga eins galoppiert. Gesehen hatte ich die Breisgauer in jener Saison ein einziges Mal. Nein, nicht in Düsseldorf, Remscheid oder im Kölner Südstadion, sondern bei Hannover 96. Am 06. Februar 1993 hatten Kumpel Karsten und ich meinen Großcousin in der niedersächsischen Landeshauptstadt besucht. Dieser war damals Mitglied in einem Motorradclub, der eine Freundschaft nach Dänemark pflegte. Dass die Erinnerungen an die Zweitligapartie im alten Niedersachsenstadion fast völlig verblasst sind, hat drei Gründe: Zum einen feierten nur sehr wenige mitgereiste Sport-Club-Fans den 2:0-Auswärtssieg bei den 96ern. Rrakli und Zeyer trugen sich in die Torschützenliste ein. Zum anderen wurden die Erinnerungen an das 1993er Spiel von den lebhaften Erinnerungen an das hitzige Aufstiegsduell Hannover 96 vs. FC Energie Cottbus (vier Jahre später) überlagert. Des Weiteren gab es nach dem Spiel im Niedersachsenstadion noch eine Messerstecherei im Vereinshaus des Motorradclubs. Während Karsten und ich unser Bier süffelten, gerieten im Hinterzimmer zwei Kanten aneinander. Blut floss, doch die Sache wurde am Ende intern gelöst. 

Was sonst noch von dieser Zweitligasaison hängenblieb? Zweitligist Hertha BSC war im Achtelfinale des DFB-Pokals beim Erstligisten TSV Bayer 04 Leverkusen zu Gast. Während Karsten wie gewohnt im C Block vorbeischaute, kaufte ich mir dieses Mal ein Ticket für den Gästeblock. Kurz vor Spielbeginn schauten die Heimzuschauer lächelnd auf den Gästeblock. Wo sind die Berliner? Kam wohl keiner! Leere im Block G. Doch dann! Auf Kommando wurde beim Einlaufen der Mannschaften der Block geentert. Rund 1.000 Hertha-Fans waren vor Ort im Haberland-Stadion und machten ordentlich Rabatz. Kein Vergleich zu den erbärmlichen Auftritten in Remscheid und Düsseldorf! Hertha kämpfte bis zum Umfallen, doch am Ende zog die Werkself mit einem 1:0 ins Viertelfinale ein. Aber ja, es gab ja noch die Hertha Amateure. Im Achtelfinale Hannover 96 mit 4:3 rausgekegelt. Im Viertelfinale wurde im Mommsenstadion der 1. FC Nürnberg mit 2:1 bezwungen. Stark! Endlich mal ein Grund, auf seine Heimatstadt stolz zu sein. Also in rein sportlicher Hinsicht. Im Halbfinale hatten es die Hertha-Bubis mit dem Zweitligisten Chemnitzer FC zu tun. Ihr wisst schon, der Chemnitzer in meinem Wohnheimzimmer. Die gebügelten Handtücher und Hemden. Im nach Schweiß miefenden Gemeinschaftszimmer des Wohnheims in Schlebusch fieberten wir den jeweiligen Mannschaften zu. Die Mehrzahl dem klaren Außenseiter aus der Haupstadt, ein paar wenige den Himmelblauen. 2:1 vor großer Kulisse im Olympiastadion. Großartig! Eine Woche nach dem Saisonende der 2. Bundesliga konnte das DFB-Pokalfinale steigen. Das Ende dürfte bekannt sein. Auch dieses Mal behielt Leverkusen knapp mit 1:0 die Nase vorn.

Berlin

Die Saison 1992/93 war Geschichte. Zum Abschluss noch ein paar Zahlen. Als einziger Zweitligist konnte damals der SC Freiburg die 100-Tore-Marke knacken. Satte 102-mal hatten die Breisgauer den Gegner was eingeschenkt. Hingenommen werden mussten indes 57 Gegentore. Diesbezüglich waren neun andere Mannschaften erfolgreicher. Die beste Defensive hatten in jener Saison die Zebras von der Wedau. Nur 40 Gegentore in 46 Partien - das kann sich sehen lassen. Die Minimalisten der Saison kamen aus Meppen. Das Torverhältnis: 41:43. Exakt doppelt so viele Treffer erzielte Hertha BSC. Die zweibeste Offensive hinten den Freiburgern garantierte jedoch nicht den Aufstieg, auch wenn die Anzahl der Gegentore absolut im grünen Bereich lag. Manch ein entscheidendes Spiel wurde einfach nicht gewonnen. Wie eingangs erwähnt, mussten gleich sieben Vereine in die Oberligen antreten. Diese waren: SpVgg Unterhaching, Eintracht Braunschweig, VfL Osnabrück, Fortuna Düsseldorf, VfB Oldenburg, FC Remscheid und SV Darmstadt 98. Denkbar knapp die Klasse halten konnten die Stuttgarter Kickers, der FC 08 Homburg und der FC St. Pauli. Die Jungs vom Millerntor hatten es am letzten Spieltag mit Hannover 96 zu tun. Bibbern, hoffen und beten bis zur 73. Minute. In dieser erzielte Leonardo Caetano Manzi den Treffer des Tages, welcher den Klassenerhalt bedeutete... 

Fotos: Marco Bertram, Karsten Höft, Heiko Neubert

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Mensch, da kommt Wehmut auf!!

H
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Hertha

Hertha war Anfang der 1990er wirklich überaus speziell. :-)

N
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Ha ha, was für geile Zeiten. Ans Wedaustadion kann ich mich auch gut erinnern. Wir waren aber meistens im Sommer dort. Da hat es gefetzt sich auf die Stufen zu hauen. Krass finde ich die Zuschauerzahl beim letzten Heimspiel von Hansa gegen Chemnitz. Verständlich, aber so krass würde das heute nicht mehr laufen.

L
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5.0

Chemnitz :-D Die Handtuchfalter

O
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G
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