MB 10 Mai 2016

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Leipzig hat versagt

Zunächst einmal möchten ich diesen Artikel loben. Sehr sachlich ohne eine Schublade zu öffnen...

Was mich häufig stört, ist das Argument Lok und Chemie (ehemals VfB und FC Sachsen) hätten versagt und Ihre Chancen gehabt! Sicherlich gab es Zeitpunkte bei beiden Vereinen, an welchen kurzfristig große Finanzspritzen an Bord waren, aber selbst Rasenballsport hat bewiesen, dass Geld erst nach einigen Jahren Tore schießt...siehe die zwei Ehrenrunden in Liga 4.
Ein kurzzeitige Investition mit falschen Beratern hat nicht nur Leipzig viele Nerven und Misserfolge gekostet!
Wenn man mal den Blick über die Stadtgrenzen von Leipzig hinaus wirft, stellt man fest "das der gesamte Fussballosten versagt" hat. Komisch, oder? Liegt es vielleicht auch manchmal daran, dass es die politische Wende (für alle nach 1990 Geborenen: Deutschland war früher geteilt und ist seit 1990 wiedervereint :-) ) gab und einen großen Ausverkauf der DDR-Talente??!! Kann es sein, dass Vereine in den alten Bundesländern schon damals großzügige Sponsoren hatte und Schließungen sämtlicher VEB-Arbeitsstätten, u.a. eine riesengroße Welle der Arbeitslosigkeit auch zur Ursache des "Versagen" des Ostfussballs eine Rolle spielen??!!
Zu einem erfolgreichen Verein (in wirtschaftlicher Hinsicht) benötigt es auch Rückendeckung von Wirtschaft und Politik. Das gab es in Leipzig nie! Mal war der VfB das Lieblingskind - mal der FC Sachsen. Eine Wirtschaftslage, so wie sie heute existiert, gab es nicht. Sponsoren waren fehl am Platz...zumindest für sehr langfristig gesetzte Ziele. Von der Ungeduld einiger Funktionäre mal ganz abgesehen...Dynamo Dresden wäre ebenfalls am Boden...aber ein zweites Mal hat die Stadt und die Bürger diesen Fehler nicht gemacht! Dort steht jeder hinter diesem VEREIN und auch die Stadt hat erkannt, dass es nur unter Bekennung klarer Strukturen und mit langfristig gesetzten Zielen vorwärts geht! Im übrigen sitzen dort heute ausschließlich Leute aus der Region mit Identifikationspotential bei Dynamo im Vorstand. Nach der Wende wollte der Westdeutsche dem Ossi zeigen "wie das funktioniert" (das ist keine Beleidigung)...das Ergebnis kennen wir.

Eine Marke VfB Leipzig hätte niemals verloren gehen dürfen, aber niemand hat sich dafür interessiert. Die Schuld dort einzig und allein den Vereinen in die Schuhe zu schieben, ist schlicht und ergreifend falsch!
Heute findet bei LOK und CHEMIE transparente Vereinsarbeit statt und ich hoffe das einer der beiden den Kiezclubcharakter erreichen wird und "neben dem Konstrukt existieren kann".

S
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@Marco Bertram

Da Sie ja auch das Thema Wettbewerbsverzerrung ansprachen... Die gibt es spätestens auf Ebene der 1.Liga nicht mehr. Sind doch meist alles ausgegliederte Profiabteilungen mit dahinter stehenden Investoren.

http://m.spiegel.de/sport/fussball/a-1091984.html

Und @Claus:

Ich versuche mal einige Pro Argumente zu nennen, denn die gibt es durchaus. Ich höre eher von denen die RB ablehnen keine stichhaltigen Argumente. Außer Tradition und Mitbestimmung im Verein kommt dann meist nicht viel. Und Traditionen können sich ändern und auch mal neue entstehen. Und ob unbedingte Mitbestimmung aller Mitglieder in einem Verein immer hilfreich ist, sei mal dahingestellt.

- 1. Bundesliga in Leipzig
- 1. Bundesliga der Jugendmannschaften
- Arbeitgeber für viele Menschen vor Ort
- Auftraggeber an externe Dienstleister
- Werbung für Leipzig
- Einnahmen für Hotels, Gaststätten usw durch Fans und Touristen
-usw

G
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