Das Gute kommt zum Schluss: Interessante Landespokalfinal-Partien in Sicht

MB 09 April 2015
 
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Das Gute kommt zum Schluss: Interessante Landespokalfinal-Partien in Sicht

CFCWohl kaum jemand würde dem FC Oberlausitz Neugersdorf den Einzug in das sächsische Landespokalfinale missgönnen, doch insgeheim hatte fast jeder auf DAS Finale hingefiebert. Chemnitzer FC gegen FSV Zwickau. Ein Duell, das auch über die sächsischen Landesgrenzen hinweg für reichlich Gesprächsstoff sorgen wird. Im Ligabetrieb waren sich die beiden Vereine zuletzt am 24. Spieltag der Oberligasaison 2007/08 begegnet. Über 4.100 Zuschauer bekamen damals am 26. April 2008 im Stadion an der Gellertstraße einen 2:0-Sieg der Himmelblauen zu sehen. Im Sachsenpokal gab es jeweils 2012 und 2013 im Halbfinale in Zwickau ein Aufeinandertreffen. Bei beiden Partien konnte der CFC im Sportforum Eckersbach „Sojus 31“ den Finaleinzug sichern. 2011 gab es das Duell bereits im Achtelfinale, zu jenem Zeitpunkt noch im Westsachsenstadion. Auch dieses Pokalspiel konnten die Himmelblauen für sich entscheiden.

NeugersdorfDer FSV Zwickau möchte die Revanche. Der Einzug in den DFB-Pokal winkt. Hinzu kommt: Während der Chemnitzer FC seit 1991 bereits siebenmal den Sachsenpokal gewinnen konnte, hat der FSV Zwickau diese Trophäe noch nicht im Schrank zu stehen. Zwar standen die Zwickauer 2001 und 2002 jeweils im Finale, doch beide Mal zog man im heimischen Westsachsenstadion vor 6.691 und 7.519 Zuschauern gegen den FC Erzgebirge Aue den Kürzeren. Auf dem Weg ins diesjährige Pokalfinale musste im Halbfinale in Ebersbach-Neugersdorf der dort heimische FC Oberlausitz aus dem Weg geräumt werden. Vor 2.108 Zuschauern (rund 500 Gästefans) wurde dies wie erwartet keine leichte Aufgabe. Immerhin belegen die Oberlausitzer in der NOFV-Oberliga Süd derzeit Rang zwei. In 20 Partien gab es nur 15 Gegentore zu beklagen. Und auch gegen Zwickau hielt die Abwehr recht gut dicht. 

ZwiggeBei extrem wechselhafter Witterung - mal schien die Sonne, mal schneite es - konnte jedoch Marc-Philipp Zimmermann in der 36. Minute den Treffer des Tages für „Zwigge“ erzielen. Für das Pokalfinale als Termin war ursprünglich das Wochenende 30.05. / 31.05. geplant, doch da am 28.05. und 01.06. die Aufstiegsspiele zur 3. Liga ausgetragen werden, dürfte dieser Termin nicht haltbar sein. Schließlich befindet sich der FSV Zwickau in der Regionalliga Nordost gut im Rennen und liefert sich mit dem 1. FC Magdeburg ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Als Ersatztermin dürfte der 13. Mai 2015 wahrscheinlich sein. Als neutraler Austragungsort ist auch Plauen ernsthaft im Gespräch.

BFC FotosKlare Termine gibt es indes in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin. Am 13. Mai 2015 wird es im Greifswalder Volksstadion zum Aufeinandertreffen der TSG Neustrelitz und des F.C. Hansa Rostock kommen. Anstoß ist um 19 Uhr. Es kommt somit zur Neuauflage des 2013er Finales. Damals unterlag der F.C. Hansa der TSG im Neustrelitzer Parkstadion klar und deutlich mit 0:3. Eine Woche später - also am 20. Mai 2015 - wird im Jahn-Sportpark das Finale des Berliner Pilsner Pokals ausgetragen. Sich gegenüber stehen der BFC Dynamo und der Sechstligist SV Tasmania Berlin, der bereits im vergangenen Jahr an gleicher Stelle sein Glück versucht hatte und am Ende etwas unglücklich am Regionalligisten FC Viktoria 1889 gescheitert war. Eins steht fest: Bei beiden Partien wird es eine große Kulisse geben. Und auch das dürfte klar sein: Für beide Favoriten wird es kein Selbstläufer werden. 

ZFCEin Duell der Regionalligisten wird es im Finale des Thüringen-Pokals geben. Während der ZFC Meuselwitz im Halbfinale beim FSV 06 Ohratal Ohrdruf mit 2:0 gewinnen konnte, packte der FC Carl-Zeiss Jena mit einem 2:1 beim FC Einheit Rudolstadt den Einzug ins Finale. Als Termin wurde der 13. Mai bekanntgegeben. Ob in Meuselwitz oder in Jena - das wurde am Ostermontag ausgelost. Das Los ergab: Jena muss nach Meuselwitz reisen. In Sachsen-Anhalt und Brandenburg ist indes noch offen, wer jeweils die Finalpartien bestreiten wird. Als Finalisten stehen indes bereits der VfL Halle 96 und der FSV Union Fürstenwalde fest. Die Gegner werden am kommenden Mittwoch ausgespielt. Und diese beiden Partien werden es in sich haben! 1. FC Magdeburg gegen Hallescher FC und SV Babelsberg 03 gegen FC Energie Cottbus. Mehr Brisanz geht nicht.

FCMManch ein Groundhopper wird jedoch ein Tränchen im Auge haben, ist es doch nicht möglich, beide Spiele zu besuchen. Eigentlich hätte das Heimspiel der Filmstädter gegen den FC Energie am 01. April stattfinden sollen, doch der über Deutschland hinwegziehende Orkan hätte ein Ausklappen der Flutlichtmasten unmöglich gemacht. Für neutrale Fußball-Reisende besteht nun im Osten die Qual der Wahl: Auf welches Pferd soll gesetzt werden? Cottbus im KarLi? Hat es noch nie zuvor gegeben. Sicherlich eine feine Sache. Der HFC in Magdeburg? Gab es schon etliche Male. Allerdings gibt es zwei Punkte, die für diesen Pokalfight sprechen. Zum einen: Abendspiel! Zum anderen: In Magdeburg herrscht derzeit große Aufstiegseuphorie. Die letzten Heimspiele in der Regionalliga waren gut besucht. Gegen Halle dürfte es voll werden. Und wie Magdeburg bei voller Hütte rocken kann, durfte gegen Bayer Leverkusen bestaunt werden!

LübeckVerlassen wir im Geiste die Region Nordost und schauen zu den anderen Landesverbänden! Einen echten Leckerbissen bietet das Finale des Schleswig-Holstein-Pokals. Im Stadion Lohmühle wird es am 29. Mai 2015 den Nordklassiker VfB Lübeck vs. Holstein Kiel zu sehen geben. Und auch der Niedersachsenpokal wartet mit einem klasse Finale auf. Der SV Meppen trifft auf den VfL Osnabrück, der im Halbfinale beim VfB Oldenburg erst im Elfmeterschießen den Finaleinzug klarmachen konnte. Termin ist der 13. Mai 2015. Gerade mal ausgespielt wurde in Hamburg das Viertelfinale des Oddsett-Pokals. Mit Victoria Hamburg strich der letzte namenhafte Vertreter die Segel. Beim SC Condor hieß es 3:4 nach Verlängerung. Und wer Altona 93 sucht: Dieser Verein flog bereits im Juli 2014 in der ersten Runde überraschend beim Landesligisten FC Türkiye mit 1:3 raus!

wehenEin Blick nach Hessen. Dort würde es im Halbfinale am 29. April theoretisch zum Duell SSV Lindheim vs. VfB 1900 Gießen kommen, allerdings zog sich Lindheim inzwischen aus dem Spielbetrieb zurück. Gegeneinander spielen werden auf jeden Fall an diesem Tag Hessen Kassel und der SV Wehen Wiesbaden. Kassel hatte etwas überraschend zuvor mit 1:0 bei Kickers Offenbach gewinnen können. Die Schlussviertelstunde musste sogar nach Gelb-Rot mit einem Mann weniger ausgekommen werden. 

BayreuthIn Bayern wurden zwei Viertelfinal-Partien am gestrigen Mittwochabend ausgespielt. Wie bereits bei den Partien SpVgg SV Weiden vs. FC Eintracht Bamberg (6:4 n.E.) und SV Schalding-Heining vs. SpVgg Bayreuth (4:6 n.E.) musste auch bei den Spielen FV Illertissen vs. SpVgg Unterhaching (6:7 n.E.) und Wacker Burghausen vs. Würzburger Kickers (8:9 n.E.) das Elfmeterschießen die Entscheidung bringen. Beim württembergischen Landespokal wird am 15. und 22. April das Halbfinale ausgespielt. Sich gegenüber stehen der SGV Freiberg und der SSV Reutlingen 1905 sowie der FV Ravensburg und die TSG Balingen. Die Drittligisten SG Sonnenhof Großaspach und Stuttgarter Kickers mussten bereits im Viertelfinale die Segel streichen. Und im benachbarten Baden? Auch dort steht noch das Halbfinale an: SpVgg Neckareiz vs. FC Nöttingen (14. April) und 1. CfR Pforzheim vs. SV Spielberg (22. April).

ElversbergEin Sprung in den Südwesten: Am gestrigen Abend konnte der FK 03 Pirmasens die Halbfinalpartie beim BFV Hassia Bingen klar und deutlich mit 5:0 für sich entscheiden. Das andere Halbfinal-Duell tragen am 15. April der FV Dudenhofen und TuS Mechtersheim aus. Im Saarland gab es im Viertelfinale lange Gesichter beim 1. FC Saarbrücken. Mit 1:2 nach Verlängerung musste sich der Favorit beim FC Hertha Wiesbach geschlagen geben. Wiesbach hat es nun im Halbfinale mit dem SV Elversberg zu tun. Der SV Saar 05 Saarbrücken empfängt indes den FC 08 Homburg. Beide Spiele werden am 15. April um 19 Uhr angepfiffen. 

KölnWeiter geht´s mit dem Bitburger Rheinlandpokal. Das Halbfinale schaut dort wie folgt aus: SV Morbach vs. SpVgg Burgbrohl (22.04.) und FSV Salmrohr vs. TuS Koblenz (29.04.). Die Koblenzer benötigten im Viertelfinale beim VfB Wissen 1914 das Elfmeterschießen (8:9). Eine fette Überraschung gab es im Halbfinale des Mittelrhein-Pokals. Am 04. April konnte der Bonner SC vor 2.200 Zuschauer den Regionalligisten Alemannia Aachen nach Rückstand mit 2:1 bezwingen! Bei der anderen Partie konnte am vergangenen Dienstag der FC Viktoria Köln mit 2:0 beim SC Fortuna Köln gewinnen. 3.294 Zuschauer wollten dieses Duell der verhassten Erzrivalen sehen. 

RWERichtig was zu sehen gibt es im Verbandspokal Niederrhein! Da kann man nur sagen: Holla die Waldfeh! Die Halbfinal-Partien haben es wahrlich in sich. So trifft am 14. April Rot-Weiss Essen auf den Stadtrivalen FC Kray, am Tag darauf empfängt Rot-Weiß Oberhausen den MSV Duisburg. Als neutraler Betrachter wüsste man gar nicht, was als mögliches Finale kerniger wäre: RWE gegen RWO oder RWE gegen MSV? Warten wir es einfach ab. 

SCPLast but not least, ein Blick nach Westfalen. Auch dort sind noch echte Kracher am Start. Einiges spricht für das Pokalfinale SC Preußen Münster vs. Arminia Bielefeld, doch zuvor müssen Sportfreunde Lotte und der SV Verl aus dem Weg geräumt werden. Und Vorsicht, Arminia! Zuletzt hatte der SV Verl den Landesligisten SPVG Olpe glatt mit 10:0 weggeputzt …

Fotos: Los Misenas, Marcus Hengst, Marco Bertram, Jörg Pochert, Fabian Kleer, Karsten Höft

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ich würd zu Energie im KarLi fahren. Wird gut!

K
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