1. FC Union Berlin vs. 1. FC Kaiserslautern: Kein eisernes Glück in Halbzeit zwei

MB 04 Dezember 2013
 
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MattuschkaDer Traum vom Einzug ins DFB-Pokal-Viertelfinale zerplatzte im Köpenicker Forst. Grund dafür war die erste Halbzeit, in der die Gäste aus der Pfalz in wirklich sämtlichen Belangen besser waren. Vor ausverkauften Rängen im Stadion An der Alten Försterei ließ der FCK im ersten Spielabschnitt nichts anbrennen und zeigte eine beeindruckende Leistung. Gewiss hatten sich die Unioner – nicht zuletzt aufgrund der etwas überraschenden FCK-Niederlage bei Dynamo Dresden – mehr erhofft. Lautstark unterstützten die Union-Fans ihr Team, pausenlos wurden die Klassiker gesungen. Doch es nutzte nichts, die Jungs vom Betzenberg spulten ihr Spiel ab und nutzten in souveräner Manier die sich bietenden Tormöglichkeiten.

UnionNachdem die Berliner Abwehr eine Ecke nicht gut genug klären konnte, flankte Alushi von schräg links den Ball ganz soft hinein, Orban stieg am höchsten und köpfte präzise ein. Kein Halten für Union-Torwart Haas, der Ball zappelte in der 18. Minute knapp neben dem rechten Pfosten im Netz. Party im Gästeblock, doch auch die Heimfans supporteten in gleicher Manier fort. Die Hausherren waren bemüht, konnten jedoch gegen die spielstarken Lauterer vorerst wenig ausrichten. Der FCK nach der Führung mit noch mehr Rückenwind. In der 21., und 36. und 36. Minute folgten gute Möglichkeiten, die Führung weiter auszubauen. Als die Hausherren dachten, man könne den knappen Rückstand mit in die Kabine nehmen und dann im zweiten Spielabschnitt zum Angriff blasen, schlug der FCK doch noch einmal zu. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit flog der Ball parallel zur Torlinie zum hinteren Pfosten, wo Zoller ihn mit dem Bauch bzw. der Brust über die Linie drücken konnte.

UnionEs brauchte zehn Minuten, bis Union im zweiten Spielabschnitt in Fahrt kam. Grund dafür war auch die Einwechslung von Terodde. Dieser kam nach gut einer Stunde zu zwei prima Möglichkeiten, die jedoch FCK-Torwart Sippel vereiteln konnte. Es war aus Berliner Sicht nun zum Haareraufen. Man spürte, hier ging noch was, doch die nötigen Tore wollten einfach nicht fallen. Sicherlich verdammt ärgerlich zum einen der Pfostentreffer und vor allen Dingen die knappe Abseitsstellung von Nemec in der 77. Spielminute. Der Ball war drin und auf den Rängen sowie in den vielen Berliner Kneipen wurden bereits vor Freude die Fäuste geballt. Doch der Treffer zählte nicht, da half auch kein Diskutieren. Es war durchaus Dampf in der Partie. Und ganz gewiss machte sich manch ein FCK-Spieler nicht gerade beliebt beim Berliner Publikum. Diverse Nicklichkeiten sowie extrem provokatives Hinausschleichen bei den Auswechslungen brachten das Blut in Wallung.

FCKEs sollte ein glückloser Abend für den 1. FC Union werden, denn statt des Anschlusstreffers und einer spannenden, offenen Schlussphase gab es in der 83. Minute den Gegentreffer zum 0:3. Erzielt vom zuvor eingewechselten Gaus. Aus die Maus, zahlreiche Zuschauer verließen nun enttäuscht auf der Haupttribüne ihre Plätze. Diese wurden dann von den Fans auf den Stehrängen lautstark ausgepfiffen. „Wir sind Unioner und ihr nicht!“, war zu vernehmen. Anschließend folgte ein „Steht auf, wenn ihr Unioner seid...“ Unter dem Strich konnte man der Berliner Mannschaft keinen Vorwurf machen, viel mehr waren die Lauterer einfach zu abgeklärt und spielstark. Nicht ohne Grund befindet sich der FCK auf Aufstiegskurs. Um so beachtlicher indes der SG Dynamo, der es am vergangenen Wochenende gelang, einen 1:2-Rückstand in der Schlussphase zu drehen. Während man auf dem Betzenberg nun gespannt auf die Auslosung des Viertelfinales wartet, können sich die Eisernen voll und ganz auf den Ligaalltag konzentrieren. Am kommenden Samstag steigt in München das Duell beim unmittelbaren Tabellennachbarn TSV 1860.

Fotos: Felix Natschinski

> zur turus-Fotostrecke: 1. FC Union Berlin

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Spielergebnis:
0:3
Zuschauerzahl:
21.717
Gästefans
2000

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