Viel Brisanz beim Pokalspiel FC Einheit Wernigerode vs. Hallescher FC

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CB Updated 15 Oktober 2013
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WernigerodeDer FC Einheit Wernigerode ist der bedeutendste Einspartenverein der Region. 1949 erblickte der Verein als BSG Einheit Wernigerode das Licht der Welt. In der Ära des DDR-Fußballs war die größte Errungenschaft der Mannschaft, in die zweitklassige DDR-Liga aufzusteigen. Nach der Wende 1989 entfiel die Bezeichnung BSG und man erhielt den Namen Harzer Sportverein. 1994 fusionierte man mit Germania Wernigerode zum 1. FC Wernigerode. Der Verein bestand in dieser Form jedoch nur knapp vier Jahre. 1998 gründeten einige Spieler der dritten Mannschaft des 1. FC Wernigerode den FC Einheit Wernigerode und starteten sportlich in der Kreisklasse. Nach einigen Auf- aber auch Abstiegen befindet sich der Verein momentan in der Landesliga Sachsen-Anhalt.

WernigerodeDie Kicker aus der Harzstadt, durch die auch die Harzer Schmalspurbahn fährt, tragen aktuell ihre Spiele am Mannsberg-Stadion aus, welches sich im Stadtteil Hasserode befindet und 4.000 Zuschauer fasst, wobei 500 überdachte Plätze auf der Tribüne zur Verfügung stehen. Das Stadion weiß vor allem durch seine Lage zu begeistern. Hinter dem Gästeblock kann der Besucher die schöne Harzlandschaft bewundern.

WernigerodeIm Vorfeld der Partie wurde die Partie gegen den Halleschen FC von diversen lokalen Medien bereits als das größte sportliche Highlight der vergangenen Jahre in der Region betitelt. Viele Einwohner der Stadt begaben sich an diesem Tag ins Stadion. Allerdings sah man auch Autos mit Kennzeichen aus Niedersachsen, die darauf schließen lassen, dass sich nicht nur Leute, die mit dem FC Einheit oder dem HFC sympathisieren, sich dieses Spiel nicht entgehen lassen wollten. Nach dem Passieren des Eingangs stellte man sich die Frage, wie überhaupt 4.000 Zuschauer in das Stadion passen sollten. Nach offiziellen Angaben waren heute 1.452 Zuschauer anwesend, wobei 500 sich im Gästeblock befanden. Auch die Polizei war heute mit einem sicherlich größeren Polizeiaufgebot vertreten, als für Heimspiele in der Landesliga Sachsen-Anhalt notwendig gewesen wäre.

Das Spiel begann dabei sehr vielversprechend. Der Hallesche FC versuchte den Führungstreffer zu erzielen, wirkte dabei aber nie so richtig gefährlich. Die Hintermannschaft des FC Einheit stand kompakt und ließ nicht viel zu. Die Gastgeber spielten robust und mit viel Körpereinsatz, sodass den Gästen nicht allzu viel Platz gelassen wurde. Immer wieder wurden Angriffe durch Fouls unterbunden. Allerdings passierte dann bis zur 39. Minute nicht viel nennenswertes. Die Einheit-Fans störte das allerdings nicht – sie sangen Lieder wie „Einheit ist der geilste Club der Welt“ oder auch „Steht auf, wenn ihr für Einheit“ seid. Dann aber probierten es die Hallenser über die linke Seite. Nach einem Zweikampf mit anschließendem groben Foulspiel zeigte der Schiedsrichter Matschke die rote Karte, sodass die Kicker aus dem Harz in der Folge nur noch mit 10 Mann das Spiel bestreiten konnten. In der 44. Minute beging ein Spieler des HFC eine klare Tätlichkeit, die der Schiedsrichter mit der roten Karte hätte bestrafen müssen. Der Schiedsrichter ließ sehr zum Ärger der Einheit-Fans weiterspielen.

PolizeiDiese beiden Situationen sollten sich dann als Schlüsselszenen entpuppen, da in der Folge nur noch der HFC am Drücker war. In der 49., 55., und 60. Minute erzielten dann Brügmann, Baude und Merkel für den HFC drei Tore. Die Kicker vom FC Einheit kamen in der 74. Minute noch mal durch Franke zum Anschlusstreffer. Allerdings sollte die Freude darüber auch nur bis zur 78. Minute währen. Nach dem 4:1 sah Gogia die gelb-rote Karte, da er nach Meinung des Schiedsrichters die Einheit-Fans provoziert hatte. Daraufhin hagelte es Bierbecher aus dem Heimblock. Die Fans des Halleschen FC ließen sich dies nicht gefallen und wollten aufs Spielfeld stürmen. Viele Polizisten rannten nun das Spielfeld, positionierten sich vor dem Gästeblock und setzten auch Pfefferspray ein, um die Masse zu beruhigen. Nach einer zwanzigminütigen Unterbrechung verschoss der HFC-Spieler Toni Lindenhahn noch einen Foulelfmeter. Zudem traf Kojola noch ins eigene Netz, wodurch der Endstand von 2:4 hergestellt wurde.

Zusammenfassend kann man sagen, dass sich die Mannschaft des Halleschen FC spielerisch nicht unbedingt mit Ruhm bekleckert hat. In der dritten Runde des FSA-Pokals muss der HFC am 16. November auswärts beim VfL Halle 96 antreten.

Fotos: Christopher B.

> zur turus-Fotostrecke: Hallescher FC

Inhalt über Klub(s):
Artikel wurde veröffentlicht am
15 Oktober 2013
Spielergebnis:
2:4
Zuschauerzahl:
1.452
Gästefans
500

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Landespokal

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