Rot-Weiss Essen vs. FSV Zwickau: Chancenwucher für RWE, Punkt für beide

Rot-Weiss Essen vs. FSV Zwickau: Chancenwucher für RWE, Punkt für beide

 
5.0 (4)
KH 30 Oktober 2022

Eines Tages, eines Tages, eines Tages wird´s geschehen und dann fahren wir nach Zwickau um den RWE zu sehen.“ In der 80. Spielminute war es soweit: Tausende RWE-Fans sangen vor wieder einmal großer Heimkulisse (17.317 Zuschauer) den Song der die Endphase des Aufstiegs aus der Regionalliga-West mitgeprägt hat und vor fünf Monaten nicht nur im Stadion an der Hafenstraße zu hören war, sondern in der ganzen Stadt. Ein Gänsehautmoment. Aber bis es dann „endlich“ nach Zwickau geht, dauert es noch bis zum April 2023. Erst einmal waren die Westsachsen gestern zu Gast im Ruhrpott und wie:

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Mit einem eigens gecharterten Sonderzug im klassischen Ost-Style inklusive Mitropa machten rund 500 Fans des FSV Zwickau in den frühen Morgenstunden "rüber". Um 04:30 Uhr ging es los und gerade so mit dem Anpfiff waren die Fans dann auch im Gästeblock. Während man sich auf Essener Seite schon stimmgewaltig bemerkbar machten, mussten die Zwickauer sich erst einmal einrichten: So wurde eine lange Fahne in den rot-weißen Vereinsfahnen über den Zaun gehangen und die Fanklub / Ultra-Fahnen im Gästebereich positioniert. Das ganze ergab ein rundes Bild.



Gerade als die etwa 600 Zwickauer Fans mit ihrem Support angefangen hatten, durften sie auch schon jubeln. Nach einem kurzen Abtasten beider Teams nutzte der FSV eine Unaufmerksamkeit bei RWE und Mike Könnecke setzte zu einem Sololauf in Richtung Essener Tor an und versenkte den Ball hinter Jakob Golz in den Maschen. Die Essener Fans perplex. Diese Situation erinnerte stark an die Niederlage gegen Elversberg am ersten Spieltag und das Gegentor in Mannheim am vergangenen Wochenende. Einmal komplett gepennt und schon in Rückstand geraten. Zwickau, zuletzt durch eine Niederlagenserie frustriert nahm dankend an.



Rot-Weiss Essen hatte in der Liga einen guten Lauf, glänzte aber zuletzt unter der Woche nicht gerade im Achtelfinale des Niederrheinpokals. Beim Stadtrivalen (und Kooperationspartner) ETB Schwarz Weiß Essen (Oberliga – 5. Liga) verspielte man eine 3:0 Führung und musste sogar ins Elfmeterschießen, welches man dann aber gewann. Manch ein Essener Fan befürchtete schon, dass RWE da weitermachen würde wo man beim ETB aufgehört hatte. Aber nix da. Das Gegentor war wie ein Wachmacher und das Team von Trainer Christoph Dabrowski belagerte nun den Gegner mit zahlreichen Offensivaktionen.



Im Mittelpunkt „Engel“: Nein nicht der derzeit verletzte und stark vermisste Essener Goalgetter „Simon Engelmann“, sondern der Keeper des FSV Zwickau „Marcel Engelhardt“, der die Gäste mit seinen Paraden in den Minuten nach dem Tor und auch später im Spiel hielt, dann aber durch einen Fehler in der 26. Spielminute den Ausgleich durch Felix Götze begünstigte. Etwas kurios die Situation um das Tor, da nicht wenige im Stadion und auch der Torschütze Götze zunächst dachten der Schiedsrichter hätte die Situation vorher abgepfiffen, aber der Pfiff kam nicht vom Unparteiischen, sondern von einem Zwickau Fan aus dem Gästeblock.



Der Ausgleich zählte und Rot-Weiss Essen setzte nach und kam zu weiteren hochkarätigen Chancen, die allesamt vergeben wurden. Gleiches Bild in Halbzeit zwei: Zwickau ließ sich hinten rein drängen, spielte auf Zeit und RWE versuchte den Lucky Punch. In der 49. Spielminute nahm Ron Berlinski dem Zwickauer Jan Löhmannsröben den Ball in Strafraumnähe ab gab ihn Lawrence Ennali der auf den FSV-Torhüter zulief. Berlinski riss schon die Arme zum Jubeln hoch als Ennali den Torhüter mit einem Lupfer überwand. Aber wie manchmal beim Radsport, wenn die Profis vor der Ziellinie schon jubeln, kann das auch mal nach hinten losgehen. So auch hier: Statt ins Tor flog der Ball gegen die Latte und zurück ins Spiel.



Glück für Zwickau auch in der Folge, vor allem weil dem sonst stark agierenden Ron Berlinski gestern das Glück im Abschluss etwas fehlte. Ein Sieg von Rot-Weiss Essen wäre aufgrund der Anzahl und der Art der Chancen mehr als verdient gewesen. Zwickau erkämpfte sich mit allen Mitteln den einen Punkt, auch mit einer Notbremse um einen schnellen Gegenangriff zu unterbinden. Davy Frick opferte sich für seinen Klub und legte den flinken und toll aufspielenden Lawrence Ennali in der 88. Spielminute wofür er mit Rot vom Feld musste.



Zwickau stoppte mit dem Punktgewinn die eigene Niederlagenserie und Rot-Weiss Essen bleibt nun seit 2,5 Monaten zu Hause ungeschlagen was von den Rängen mit viel Applaus und Gesang belohnt wurde. Keine Pfiffe, wie eine lokale Zeitung meinte zu wissen. Die Sachsen erwarten am kommenden Sonntag den VfL Osnabrück zum Kellerduell der 3.Liga während RWE zum VfB Oldenburg reist.

> Fotos: Alle Bilder Bildagentur frontalvision.com

> turus Fotostrecke Rot-Weiss Essen

> turus Fotostrecke FSV Zwickau

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Inhalt über Klub(s):
Spielergebnis:
1:1
Zuschauerzahl:
17.317
Gästefans
600

Ligen

Inhalt über Liga
3. Liga
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