Currywurst und rote Karten: Aachen gewinnt in Wattenscheid

Currywurst, rote Karten & Held(en): Aachen gewinnt in Wattenscheid

 
5.0 (2)
KH 06 September 2022

Fußballsonntag, Hochsommer-Temperaturen um die 30 Grad und dann noch der „Tag der Currywurst“. Was gibt es besseres als diesen mit der viel gelobten Stadionwurst Deutschlands zu begehen. Manch einer bezeichnet sie auch als die Beste. Also rein ins Lohrheidestadion in Wattenscheid, Wertmarken gekauft und frisch vom Grill mit pikanter Soße (nein nicht die aus Bochum) in die Schale geschreddert und dazu ein gekühltes Blondes von einer Brauerei aus der Nachbarstadt (nein auch nicht die aus Bochum). Bratwurst & Bier als leckeres Intro für einen spannenden Fußballnachmittag.

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Fußball in der Lohrheide zu schauen, hat immer was Familiäres. Alles ist freundlich, ungezwungen und locker jedenfalls auf den Rängen. Auf dem Rasen geht und ging es am vergangenen Sonntag dann schon ordentlich zur Sachen. Sportlich hofft die SGW vor allem auf den Klassenerhalt in der Regionalliga West. Mit vier Punkten ist man nun auch mitten drin im Abstiegskampf. Das wissen auch die Heimzuschauer und pfiffen nicht, sondern honorierten jede gelungene Aktion mit Applaus. Dazu versuchte die aktive Szene mit Gesängen das eigene Team zu motivieren, kam dann aber nicht gegen die Lautstärke der gut 600 Gästefans (geschätzt nicht gezählt) unter den insgesamt 1.536 Zuschauern an.



Nach dem knappen aber wohl sehr überzeugenden, wie man am Spielfeldrand so hörte, Heimsieg gegen Rot Weiss Ahlen in der Vorwoche waren die Aachener gewillt eine Siegesserie zu starten. Das erste Spiel der Saison in Oberhausen ging ja verloren, dann folgten drei Unentschieden und der Sieg gegen die Wersestädter. Sechs Punkte standen auf der Habenseite der Alemannia vor dem Auftritt in Wattenscheid. Da war bisher sicherlich mehr drin. Als zusätzliche Motivation stellten sich die Aachener Fans direkt hinter die Mannschaft (bzw. Trainerbank) auf der großen Sitzplatztribüne im Lohrheidestadion und lieferten von dort einen astreinen lautstarken Support und durften am Ende sogar ekstatisch feiern.



Aber nochmal kurz auf Anfang: Es war ein Spiel das einiges bot, auch für die Zuschauer vor der Glotze. Das Spiel wurde auf zwei Kanälen (Sporttotal und Magenta) übertragen. Den besseren Start erwischten die Aachener, die Wattenscheid förmlich in der eigenen Hälfte einschürten. Chancen um Chancen erspielten die Kaiserstädter sich, aber erst in der 24. Spielminute konnte Elsamed Ramaj eine zur Aachener Führung nutzen. Zu dem Zeitpunkt ein schmeichelhaftes Ergebnis für schwarz-weiß, die aber nach der Führung wachgerüttelt wurden und in der ersten Hälfte selbst zu zwei Chancen kam. Kurz vor der Pause hätte Tim Korzuschek locker für Aachen erhöhen können, wartete mit dem Abschluss aber zu lange so dass Wattenscheid die Chance abwehren konnte.





Die zweite Hälfte hatte es dann in sich. Es begann ein offener Schlagabtausch auf beiden Seiten. Wattenscheid agierte jetzt mutiger und kam zu fast hundertprozentigen Chancen, die sie aber liegen ließen. Aber auch Aachen schaffte es nicht das Spiel vorzeitig zu entscheiden. Dann in der 77. Spielminute war Kim Sané für Wattenscheid 09 zur Stelle und netzte aus spitzem Winkel ein. 1:1. Großer Jubel im weiten Rund, ein kleiner Schock bei Schwarz-Gelb, aber auch nur kurz. Die Aachener Fans brüllten die Mannschaft nach vorne. Nur sieben Minuten nach dem Ausgleich wurde der Aachener Jannis Held zum Helden. Nach einer Ecke von Julian Schwermann, landete der Ball bei Held der einfach mal abzog und traf. Schwer zu sehen für den Wattenscheider Keeper. Klar, dass daraufhin der Gästeblock explodierte. Aachener Mannschaft und zahlreiche Fans die mal eben in den Innenraum sprangen feierten die erneute Führung.



Aber es ging noch weiter und wurde noch spannend. Nach einem Foul von Exaucé Andzouana sah dieser direkt die rote Karte. Aus meiner Position war das nicht so eindeutig, aber die Fernsehbilder zeigen, dass er schon mit gestreckten Bein und „offener Sohle“ in Richtung Tim Kaminski rauschte. Hier lag Schiedsrichter Yannick Rupert richtig. Aachen wurde nun von Wattenscheid hinten reingedrängt. Kurz nach der roten Karte, musste dann auch Lukas Wilton nach seiner zweiten gelben Karte vom Platz. Aachen agierte fortan zu neunt. Zwei Minuten später dann die Erlösung mit dem Abpfiff. Aachen gewann verdient mit 2:1, da das Team von Fuat Kılıç über das ganze Spiel gesehen die besseren Möglichkeiten hatte. Wattenscheid hat am Ende mutig gespielt und muss nun nach vorne schauen.



Als Erstes steht schon morgen eine Partie im Westfalenpokal bei Preußen Münster an, bevor es am Wochenende zur U23 von Mönchengladbach geht. Aachen erwartet dann den SC Wiedenbrück und könnte mit einem weiteren Sieg einen großen Sprung in der Tabelle der Regionalliga West nach vorne machen.

📸 alle Fotos ➡️ frontalvision.com Sport Photo Agency

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Spielergebnis:
1:2
Zuschauerzahl:
1.536
Gästefans
600

Ligen

Inhalt über Liga
Regionalliga
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