Pluton Przeźmierowo – der letzte Planet im Sonnensystem und auch so galaktisch sportlich in der Liga

Pluton Przeźmierowo – der letzte Planet im Sonnensystem und auch so galaktisch sportlich in der Liga

 
5.0 (3)
M 08 August 2022

Noch am letzten Spieltag vom Aufstiegsplatz verdrängt werden, eine Relegation nicht schaffen, gar absteigen – das alles kann oder sollte ein Trainer wegstecken können. Aber was gibt es Schlimmeres als der allerletzte Platz in der landesweiten Wertung. Der letzte Platz im Vergleich mit allen untersten Ligen eines Landes ist damit gemeint.

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Das ist dem Posener Vorortverein Pluton Przeźmierowo in der Saison 2020/21 gelungen. In der untersten Liga gab es nur Haue - 22 Niederlagen in 22 Spielen bei nur 18 selbst geschossenen Toren. Packungen von 1:17, 0:10, 2:10 ließen die Gegentor-Zahl auf 164 anwachsen. In der folgenden Saison sah es dann schon besser aus. Es wurden einige Punkte geholt und sogar noch eine Mannschaft hinter sich gelassen. Allerdings zog sich diese Mannschaft zurück. Neue Saison, neues Glück! Leider legt Pluton aktuell den Namen ab. 

 

Als heimatloser bzw. Verein ohne eigenes Stadion trug Pluton seine Heimspiele im kleinen feinen Stadion in Baranowo aus. Przeźmierowo hat nur einen Bolzplatz zu bieten. Nun offerierte der Vorort Sady seinen Sportplatz, welcher am heutigen Tag (6.8.2022) eingeweiht wurde. In Sady gibt es ein Altherren-Verein, Old Boys Sady, welcher auch bisher in Baranowo spielte. Was macht man nun also, wenn einem der Titel „Schlechtester Verein des Landes“ mal so richtig stinkt? Man wechselt halt einfach den Namen. 

 

In dieser Saison läuft Pluton als Farm-Team für die Old Boys in der B-Klasa als Old Boys Sady auf. Für dieses Eröffnungs-Spiel nutzten sie allerdings noch einmal die blassgelben Pluton-Trikots. Im Juli nahm Pluton übrigens an der Meisterschaft im Schlammfußball (!, Fotos davon gibt es im Netz) teil und schnitt dabei gar nicht so schlecht ab. Mal sehen, wie es heute läuft.

20 Minuten vor Beginn war absolut noch gar nichts los. Zum Beginn waren dann um die 40 Leute anwesend, später kam ich auf gezählte 60 Köpfe. Dafür, dass hier die unterste Liga gegen die Altherren-Liga antrat, geht das schon. Vom Drumherum hatte ich mir mehr erhofft. Meine letzte Stadioneröffnung war die der Nudel-Arena von Stahl Riesa, weshalb ich wohl etwas verwöhnt war. Keine Musik, kein Priester, nicht mal eine laute Ansage gab es. 

 

Leider verfügt auch der Sportplatz bis auf ein paar Bänke auch über keinen nennenswerten Ausbau. „Auf einer grünen Wiese zwei Tore aufgestellt.“ Und noch einen Container! Allerdings ohne Platz für den Schiedsrichter, welcher einen Spaziergang von und zum Kulturhaus bewältigen musste.  Es ist schon irgendwo genial, wenn dir plötzlich an der Kreuzung im Ort ein Mann in Schiedsrichterkluft entgegenkommt. Sportsachen ok, aber die Sachen es Schiedsrichters heben sich ja nun deutlich von den normalen Sport- bzw. Trainingssachen ab. Doch mal Hand aufs Herz! Genau deshalb ist doch der echte Amateurfußball bei uns so beliebt! Aber wisst ihr, was der riesige Vorteil bei diesem Platz ist? Gegenüber gibt es gleich einen żabka-Laden! Auch während Sonntagsspielen kann man sich an einem Hot-Dog oder Burger laben.

 

Das Spiel konnte sich in der ersten Hälfte wahrlich sehen lassen. Da spielen ältere Herren mit grauen Haaren und Bäuchen gegen junge Burschen, und sofort landet der erste Torschuss auch schon im Tor. Schön in den Dreiangel! Kurz danach knallt der Ball gegen den Pfosten, von diesem an den anderen, von dort an das Bein eines Old Boys – 2:0. Pluton begann nun doch endlich zu rotieren. Einen Pfostenknaller und der Nachschuss auf das leere Tor landete irgendwo am Zubringer zur Bundesstraße 92. Aber der nächste Schuss saß. 2:1. Auf der anderen Seite lief es besser, denn da erreichte ein auf ein leeres Tor abgegebener Schuss auch sein Ziel. Die zweite Hälfte war sehr freundschaftlich und brachte außer einem Anschlusstreffer keine weiteren Erkenntnisse.

Fotos: Michael

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