Gut was los im Max-Reimann-Stadion beim arrangierten Testspiel

Gut was los im Max-Reimann-Stadion beim arrangierten Testspiel

 
4.3 (7)
MB 13 Juli 2022

Einst befanden sich dort die Sportanlagen des MTV 1861 Cottbus. Nachdem diese im Zweiten Weltkrieg zerstört wurden, fasste man den Entschluss, diese wieder instandzusetzen. Hunderte Arbeiter der Cottbuser Bau-Union und freiwillige Helfer griffen zu Hacke und Spaten, und bereits vom 15. bis 17. August 1952 konnte das Max-Reimann-Stadion vor rund 20.000 Zuschauern feierlich eingeweiht werden. Benannt wurde das Stadion nach dem damaligen Vorsitzenden der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) in der Bundesrepublik Deutschland.

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Zum Stadion gehörten einst eine 400 Meter lange ovale Betonpiste als Radrennbahn, die bereits ab 1951 genutzt werden konnte, Sanitär- und Umkleideräume sowie ein Sprecherturm. Jener Turm ist denkmalgeschützt und heute noch zu besichtigen.

 

Genutzt wurde die Sportanlage in der Folgezeit von den Leichtathleten, den Radsportlern, den Handballern und Boxern. Fußballspiele wurden auf dem Rasen des Max-Reimann-Stadions auch ausgetragen, so wurde dieses von 1955 bis 1957 von Vorwärts Cottbus bespielt.

 

Nachdem 1987 das neue Cottbuser Radstadion fertiggestellt wurde, erfolgten am Max-Reimann-Stadion die ersten Abrissarbeiten. Erhalten blieben das Eingangstor und der besagte Wettkampfturm. Im Zuge der Umbauarbeiten musste auf dem Gelände auch die einstige Eishalle dem Neubau weichen. Zu finden ist dort in der Gegenwart der Rasenplatz des Fußball-Landesverbandes-Brandenburg.

 

Das gesamte Sportgelände, auf dem sich auch die Leichtathletikhalle und und die Lausitz-Arena befinden, ist bekannt als Sportzentrum Cottbus. Demzufolge trägt auch die dortige Straßenbahnhaltestelle in der Dresdener Straße diesen Namen.

 

Da seit Menschengedenken - genauer gesagt, seit 28 Jahren - kein Fußballspiel mehr in diesem Stadion ausgetragen wurde - warum findet dort nicht einmal ein Brandenburger Landespokalfinale statt? -, bot sich für viele Fußballfreunde kürzlich ein Freundschaftsspiel an, um endlich einmal ein Häkchen in der persönlichen Statistik machen zu können. 

 

Mehrere hundert Groundhopper reisten aus den verschiedensten Ecken an, am Ende waren es 521 zahlende Zuschauer, die eine prima Kulisse bildeten. Das Ganze wurde 1a organisiert, und somit hatte jeder, der vor Ort war, seine Freude. Auf dem Rasen traten die SG Graustein (1. Kreisklasse Süd) und die zweite Mannschaft des VfB Cottbus 97 (Kreisliga Niederlausitz) gegeneinander an.

 

In der fünften Spielminute konnte Paul Drescher die SG Graustein mit 1:0 in Führung bringen, in der Folgezeit drehten jedoch Tobias Schwan, Oliver Weber (2x), Dominic Uhlig und Nico Klammer die Angelegenheit. Am Ende konnten die Cottbuser das Testspiel gegen die Jungs aus Spremberg mit 5:1 für sich entscheiden. Für Freude unter den zahlreichen Hoppern sorgte die Pyro-Einlage zu Beginn der zweiten Halbzeit. Unter der markanten Anzeigetafel brannte und qualmte es ein wenig, und die Kameras und Smartphones konnten in Stellung gebracht werden.

 

Fotos: D. Stürmer

> weitere Fotos vom Max-Reimann-Stadion

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OJ
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Guter Artikel

Auch ich finde den Artikel inhaltlich ausgezeichnet. Würde noch ergänzen wollen, dass Vorwärts Leipzig hier 1956 gegen den Bremer SV ein "Innerdeutsches" Freundschaftsspiel bestritten hatte. Allerdings fände ich es auch untragbar, wenn die verwendeten Fotos von "NPD Funktionär" D. Stürmer wären. An Marco die bitte: äußere dich mal dazu.

T
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Gute und interessante Informationen zum Stadion, allerdings sollte man NPD Funktionären wie Herrn Stürmer keine Plattform geben, insoweit man als seriöse Seite gelten möchte.

HP
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