Rot-Weiss Essen: Letztes abendliches „Wegbier“ in Liga 4

Rot-Weiss Essen: Letztes abendliches „Wegbier“ in Liga 4

 
5.0 (2)
KH 30 April 2022

Freitagabend ein mit 11.450 Fans top gefülltes und stimmungsvolles Stadion an der Hafenstraße in Essen und aus den Boxen knallt einem von Weitem „Don´t speak“ entgegen. Irgendwie passend. Zwar handelt der Klassiker der US-amerikanischen Rockband No Doubt vom Trennungsschmerz am Ende einer Liebesbeziehung, aber so ähnlich ist aktuell auch der Gemütszustand vieler RWE Fans. Zwischen Hoffnung und tiefer Traurigkeit. Nein kein Fan wird sich – egal wie die Saison endet - von seiner rot-weissen Liebe trennen, aber die Gedanken vielleicht den Aufstieg in die 3. Liga wieder einmal nicht zu schaffen schmerzen. Dabei hatte man alles in der eigenen Hand, aber dann kam diese Unentschieden-Wochen im April 2022.

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Erst die Remis in Oberhausen und Aachen, obwohl man über weite Strecken den Gegner teilweise an die Wand spielte. Dann das mehr als vermeidbare 1:1 gegen die zweite Mannschaft von Borussia Mönchengladbach während parallel der Rivale um den Aufstieg Preußen Münster in Lippstadt Federn ließ. Die Nerven schienen zu flatterten und RWE kassierte spät den bis heute bei vielen Fans schmerzhaft sitzenden Ausgleich. Die Hoffnung auf einen erneuten Ausrutscher der Preußen erfüllte sich bisher nicht, da die Gegner der Adlerträger natürlich auch nicht die nötige sportliche Qualität hatten, um mit den Preußen mitzuhalten. Liest man sich durch verschiedene Fanforen scheinen einige Fans auch nicht sonderlich traurig über eine Niederlage des eigenen Teams, wenn damit RWE geärgert werden kann.





Ja klar gegen Rot-Weiss Essen im Stadion an der Hafenstraße zu spielen ist was Besonderes, das wird ja immer ohne Umschweife gesagt und das möchte man am Liebsten jede Saison. In Spielen gegen RWE wird bis zu den Ermüdungskrämpfen immer alles rausgehauen, aber teilweise ansonsten in der Liga nicht viel gerissen. Bestes Beispiel der gestrige Gegner von Essen der FC Wegberg-Beek. Begleitet von gerade einmal zwölf Fans wurde um jeden Ball gekämpft auch als man schon durch Tore von Felix Herzenbruch (28. Spielminute) und Isaiah Young (32. Spielminute) mit 2:0 ins Hintertreffen geriet. Lohn für die Mühe der Anschlusstreffer in der 49. Spielminute von Jeff-Dennis Fehr. Dass es am Ende natürlich ein hochverdienter 3:1 RWE-Sieg wurde, Simon Engelmann knipste sein 22. Saisontreffer in der 83. Spielminute, war kurz nach der Halbzeit nicht abzusehen.



Viele RWE-Fans sahen sich teilweise im falschen Film bzw. im falschen Spiel. Zu sehr ähnelte das Match in den ersten 20 Minuten der zweiten Hälfte dem Kick gegen die Jungfohlen (BMG U23). Aber warum der FCW nicht die ganze Saison in allen Spielen so spielt, sondern nur in zwei Spielen der Saison alles raushaut (das Hinspiel auf dem Acker im Wegberger Waldstadion endete 1:1) ist merkwürdig. Am Ende reicht es so natürlich nicht für den Klassenerhalt und damit wird es wahrscheinlich auf lange Sicht kein „Wegbier“ äh Wegberg mehr in Essen geben.

Für Rot-Weiss Essen war es nach der Unentschieden-Serie nun der dritte Sieg in Folge. Und RWE wollte mehr. Nach jedem Treffer drängte Essen auf den nächsten. Starke Einstellung. Nun steht unter der Woche noch ein schweres Pokalhalbfinale in Wuppertal an bevor es mit tausenden RWE-Fans wie vergangende Woche nochmal nach Lotte geht zum vorletzten Ligaspiel gegen den SV Rödinghausen. Das Spiel wurde aus Kapazitätsgründen ins Stadion am Lotter Kreuz verlegt, aber der SVR wird wahrscheinlich auch dort versuchen sein Spiel der Saison zu machen.

Trotzdem: Noch ist für Rot-Weiss Essen alles drin. Die dritte Liga ist noch auf Sicht und sogar das Double greifbar. Die Messe ist längst noch nicht gelesen und die dicke Frau in der Oper […]. Ach lassen wir das. Im Fußball gab es schon viele Kuriositäten und nicht vorhersehbare Wendungen. So lange es noch geht, einfach #immeRWEiter - Aufstieg jetzt!

> zu den Rot-Weiss Essen Fotos vom Spiel

Update 01.05.2022: Der Artikel wurde aktualisiert, da ein als ironisch gemeintes und in Anführungsstrichen gesetztes Wort bei einigen Lesern nicht als Ironie verstanden wurde.

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Spielergebnis:
3:1
Zuschauerzahl:
11.450
Gästefans
12

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Top Beitrag. Schade das manche halt auch in ihrer eigenen Blase leben und nicht über den Tellerrand schauen können.

G
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