Ist es ein Ufo? Nein! Ist es Superman? Nein, es ist "Beckus"! Der daheim ungeschlagene BFC brilliert auch in Unterzahl.

Ist es ein Ufo? Nein! Ist es Superman? Nein, es ist "Beckus"! Der daheim ungeschlagene BFC brilliert auch in Unterzahl.

 
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R 08 November 2021

Es ist mal wieder Sonntag, wir befinden uns in Berlin. Besser gesagt, im ehrwürdigen Sportforum Berlin. Hier, wo der glorreiche BFC Dynamo seine Bahnen zieht und die schönsten Fans der Welt verweilen. Wo Stone Island und CP Company beheimatet sind und brachiale Typen den schönsten Chor der Welt ergeben. DAS ist der Osten, und DAS ist der BFC.

Während sich die Schönwetterfans die Wiederholung von GZSZ auf der Couch gönnen, zieht es abermals 1.238 Fans, davon 6 Gäste plus Trommel, ins Stadion. Aufgrund der bestehenden Corona-Politik und deren Einfluss auf die Zuschauerzahlen mehr als beachtlich. 

 

30 Minuten vor dem Anpfiff schüttet es aus Gießkannen, doch pünktlich zum Spielbeginn hat der Herr dort oben ein Einsehen. Blauer Himmel und ein bisschen Sonnenschein sorgen bei knapp 10 Grad für den perfekten Einstand. 

 

Hinein ins Spiel. Neuzugang Andreas Wiegel ist wieder zurück und nimmt vorerst Platz auf der Bank, ebenso Publikumsliebling Matthias Steinborn. Die Kraft für einen Einsatz von Beginn ist noch nicht ganz ausreichend. Nach drei Minuten gibt es die erste strittige Situation zu vermelden. Nach einem Schuss von Varela Monteiro Ridel bekommt Michael Blum den Ball an Ellenbogen. Schiedsrichter Max Bringmann pfeift Handspiel und zückt Gelb für Blum. Eine völlig überzogene Entscheidung und auch mehr als fragwürdig. Soll der Spieler den Weg freimachen? Fußball ab sofort ohne Spieler? Sei es drum, Johan Martynets war es wurscht. Stjajilas Mauer stand nicht ordnungsgemäß und so konnte er problemlos zum 1:0 verwandeln. 

 

Der BFC zeigte sich alles andere als geschockt, und so ist es Joey Breitfeld, der sich über rechts den Ball erkämpft, weiter auf Justin Möbius passt und dessen perfekte Flanke den Weg zu Darryl Geurts findet.  In guter alter Manier pfeffert er das Ding via Dropkick gegen seinen alten Arbeitgeber in den Winkel. 1:1 nach sechs gespielten Minuten. 

Nur vier Minuten später ist es abermals Joey Breitfeld, der mustergültig auf Christian Beck flankt. Der muss nur noch den Kopf hinhalten und siehe da, Spiel gedreht. 2:1 für den BFC. 10 Spielminuten, 3 Tore. So kann es weitergehen…

 

Denkt sich auch der BFC. Weiterhin ist man das spielbestimmende Team und lässt dem Gast aus Fürstenwalde nicht den Hauch einer Chance. Nach 20 Minuten tritt Darryl Geurts eine Ecke von links in den Strafraum, und wer steht goldrichtig bzw. setzt sich in guter alter Manier durch? Richtig, Christian Beck. 3:1 für den BFC nach 20 Minuten. 

Wer gedacht hat, dass sich der BFC nun zurücklehnen wird, der täuscht gewaltig. Wir machen einen kleinen Zeitsprung in die 37. Minute und möchten Ihnen Chris Reher und Marcel Stutter vorstellen. Die beiden sind Abwehrspieler beim BFC Dynamo und wollten anscheinend auch mal Stürmer werden. Vorhang auf: Reher tanzt an der Eckfahne den ersten Spieler aus, setzt sich dann gegen Gegenspieler zwei durch, zieht nach innen und passt auf Marcel Stutter. Der wiederum hält seine Hacke hin und vollendet zum 4:1. WAHNSINN! 

 

Wer gedacht hat, dass es das jetzt gewesen ist in Halbzeit eins, der irrt abermals. Nach einer Rutschpartie im Strafraum trifft Marcel Stutter seinen Gegenspieler Emeka Oduah am Knie, folgerichtig - Elfmeter. Den gelben Karton gibt es nach kurzer Behandlungspause ebenso mit auf den Weg. Stjaila kommt zwar noch an den Ball, dieser rutscht dennoch zum 2:4 aus Sicht des Gastes ins Netz. Mit diesem Ergebnis geht eine völlig verrückte erste Halbzeit zu Ende. 

Mit Beginn der zweiten Hälfte verändert sich dann der schöne Spielfluss, welcher größtenteils durch fragwürdige Entscheidungen zunichte gemacht wird. Nach 51 Minuten ziehen sich Emeka Oduah und Marcel Stutter an den Trikots, in der Zeitlupe erkennt man gar, dass nur Oduah am Trikot von Marcel Stutter zieht. Der Schiedsrichter unterbricht und zeigt Stutter die gelb-rote Karte. Der kann es nicht fassen und weist freundlich daraufhin, dass er doch am Trikot gezogen worden ist und nicht umgekehrt. Max Bringmann bleibt bei seiner Entscheidung. 

 

In der Folge ist das Spiel hitzig, die Gemüter sind am Kochen und im Mittelpunkt steht ein ums andere Mal der Schiedsrichter und sein Gespann. Fehlentscheidungen im Minutentakt. Beim Foul an Beck, der minutenlang behandelt werden muss, wird Freistoß gepfiffen, jedoch ohne eine Karte zu verteilen. Die darauffolgende Unterbrechung wird genutzt, um die Rudelbildung im Mittelkreis zu unterbinden. 

Nach 62 Minuten widmen wir uns wieder dem Sport. Pollaschs Schuss wird auf der Linie von Pascal Zaruba geklärt. Nach 67 Minuten kommt Matthias Steinborn für den starken Vorlagengeber Joey Breitfeld ins Spiel. Nach 80 Minuten hat er die Chance, das Spiel endgültig zu entscheiden. Nach feinem Pass von Darryl Geurts marschiert Steini los und probiert es mit einem Flachschuss in die lange Ecke. Miguel Telinhos kann den Ball gerade so zur Ecke klären. 

Nach 84 Minuten hat Christian Beck noch lange nicht genug. Als Fürstenwalde gerade einen Spielaufbau starten möchte, schnappt sich Beck den Ball, tanzt Telinhos das erste Mal aus, tanzt ihn das zweite Mal aus und schiebt zum 5:2 in die Maschen. Die Entscheidung!Saisontreffer 12,13 und 14 sind somit perfekt. Zwei Minuten später wird er ausgewechselt und erhält zurecht Standing Ovations. 

 

Mit dem 5:2 geht dieses verrückte Spiel zu Ende. Auch in Unterzahl hat sich der BFC nicht einschüchtern lassen und souverän sein Spiel durchgezogen. Nach der Länderspielpause geht es zum Spitzenspiel ins Berliner Poststadion zu, BAK. Hoffen wir, dass der positive Schwung mitgenommen wird. Wir sehen uns im Poststadion, liebe Sportsfreunde!

Bericht: Abteilung Utzki

Fotos: Abteilung Utzki

> zur turus-Fotostrecke: BFC Dynamo

 

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