Seit wir zwei uns gefunden, Oh RWE! Interview mit Fußballfibel-Autor Andreas Crom

Seit wir zwei uns gefunden, Oh RWE! Interview mit Fußballfibel-Autor Andreas Crom

 
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MB 20 Oktober 2021

1976 wurde Andreas Crom in Essen - der 'schönsten Stadt der Welt' - geboren, und seit Kindheit an ist er Rot-Weiss Essen treu und ging mit seinem Verein durch Dick und Dünn. Viele RWE-Fans werden ihn von seinem Blog 'nullsieben' kennen, den er seit 2016 mit viel Herzblut betreibt. Zudem ist er einer der beiden Moderatoren bei 'Hafenstraße live', dem offiziellen Livestream des Vereins. Kürzlich kam die von ihm verfasste Rot-Weiss Essen Fußballfibel aus der Druckerei. Eine gute Gelegenheit, mit ihm ins Gespräch zu kommen und über vielerlei Dinge zu sprechen. Fliegende Steine in Leipzig. Auf- und Abstiege. Die schönsten und ärgsten Momente mit RWE. Was tun, wenn der Sohnemann plötzlich doch Schalker wird? Was tun, wenn bei der Herzensdame im Bett ganz unverhofft ein blaues Tattoo an der Schulter zum Vorschein kommen würde?

turus.net (Marco): Seit wir zwei uns gefunden, oh RWE … Moin Andreas, sag mal, kann es einen größeren Ohrwurm geben als diesen Song von Siw Malmkvist? Wann hattest du eigentlich das erste Mal dieses Lied bewusst gehört? 

Andreas Crom: Tach! Zum ersten Mal bewusst dürfte das wohl so Anfang / Mitte der 90er gewesen sein, bei meinen ersten Besuchen war ja alles irgendwie neu, vom Kokosnussverkäufer über den Mann mit seiner Sackkarre voller Getränkedosen bis hin zu der musikalischen Untermalung. Aber stimmt schon, Adiole prägt sich den meisten schon sehr schnell ein.

turus: Du hattest die große Ehre, die Rot-Weiss Essen Fußballfibel zu schreiben. Wie kam es dazu? Wie lange hattest du dafür gebraucht?

Andreas: Wenn ich mich richtig erinnere, ist der Verlag damals eigentlich auf einen befreundeten RWE-Blogger zugegangen wegen des Buches. Der hat aber dankend abgelehnt, weil ihm solche größeren Projekte eher nicht liegen und hat dann an mich verwiesen. Das war etwa Mitte 2019. Ich habe dann in einer Mischung aus Freude und Nicht-richtig-drüber-nachgedacht auch recht schnell zugesagt. Ich war überrascht, wie unkompliziert die Arbeit mit einem Verlag ist - mir wurden zeitlich erst einmal keine Fristen gesetzt - im Gegenteil, es wurde gefragt, wie viel Zeit ich denn haben möchte - und es war immer eine sehr offene, vertrauensvolle Kommunikation in beide Richtungen. 

Ursprünglich war der Plan, dass ich etwa bis Ende 2020 fertig bin und das Buch dann im Frühling 2021 erscheint. Als sich dann aber abzeichnete, dass die Saison möglicherweise mit der Erfüllung unseres großen Aufstiegstraums enden könnte, habe ich mir ein halbes Jahr Verlängerung erbeten, die auch sofort genehmigt wurde.

turus: Wann schreibst du lieber? Morgens bei einer Tasse Kaffee am Küchentisch oder abends bei einem Wein oder einem Stauder am Schreibtisch?

Andreas: Da ich ja kein hauptberuflicher Autor bin und morgens erst einmal in einem ganz normalen Bürojob arbeite, blieb mir zumindest fürs Buch eigentlich keine Wahl. Da ist es dann auch schon mal etwas später geworden - wenn ich einmal im Fluss bin, ist mir die Uhr egal. Für meinen Blog kommt es aber auch schon mal vor, dass morgens etwas in mir schlummert, was dann "mal eben" raus muss. 

turus: Die vergangene Saison - wir hatten diese ja hier in diesem Magazin hautnah miterlebt - endete aus Sicht von RWE äußerst bitter. Mit 90 Punkten nicht aufzusteigen, ist schon arg. Das Rennen hatte die zweite Mannschaft von Borussia Dortmund gemacht. Hat sich der Groll schon ein wenig gelegt? Beschreibe doch bitte noch mal mit ein paar Sätzen das Saison-Finale.

Andreas: Schon früh zeichnete sich ja ab, dass sich keiner so richtig absetzen können würde. Das ist natürlich einerseits dann total spannend und man fiebert und rechnet von Spiel zu Spiel, andererseits dann aber halt auch nervig, da immer klar war, dass man sich keinen Fehler erlauben darf. Leider hat RWE ein, zwei Patzer in der Rückrunde hingelegt, wenn man an Ahlen oder Köln II denkt, aber es war dennoch eine großartige Saison. Wenn es ein millionenschwerer Bundesligist wirklich drauf anlegt, hast du als "kleiner" RWE halt nur wenig Möglichkeiten, dagegenzuhalten. Noch dazu, wenn man Regellücken nutzen kann, um Spieler an- und abzumelden, wie man es gerade brauchte. Unsere Truppe hat aber wahnsinnig dagegengehalten und die Saison bis auf die Zielgerade offengehalten, in der Halbzeit am letzten Spieltag waren wir ja auf dem Aufstiegsplatz. Ich glaube, ich wäre tiefer gefallen an diesem Tag, wenn die Dortmunder uns den Aufstieg durch eine Niederlage aufs Silbertablett gelegt hätten und wir es dann selbst vergeigt hätten. Aber wir waren eh auf Schützenhilfe angewiesen, von daher war der Kopf schnell wieder oben.

Tja, der Groll... Sagen wir mal so: Ich hatte durchaus Sympathien mit dem BVB, was die Bundesliga anging, wo sie ja oft echt attraktiven Fußball bieten. Diese Sympathien haben aber extrem gelitten durch den ganzen Mist. Ich glaube, mir war die Bundesliga in den letzten 30 Jahren nie so egal wie aktuell.

turus: Der aktuelle Saisonstart ist in Essen geglückt. Es schaut gut aus. Wie ist dein Bauchgefühl?

Andreas: Wir sind aktuell Spitzenreiter mit einem Spiel weniger als der Zweitplatzierte, mussten aber zuletzt mit der Verletzung von Daniel Heber ein echtes Brett einstecken. Ich bin aber zuversichtlich, dass wir das gut kompensieren können. Wir haben die größten Konkurrenten besiegen können, Unentschieden gegen RWO, und die nehmen sich noch alle untereinander auch Punkte weg. Es wäre schön, mit einem kleinen Polster in die Winterpause zu gehen. Aber wir haben letzte Saison gesehen, wie weit es bis ins Ziel ist, das sind noch viele, viele Spiele, die man erst einmal konzentriert spielen muss. Ich will nicht zu euphorisch werden und muss mich da selbst immer wieder zügeln. 

turus: Falls der Aufstieg glücken würde, auf wen würdest du dich in Liga drei am meisten freuen? 

Andreas: Ganz klar, auf Gegner, die Zuschauer mitbringen: Braunschweig, Osnabrück, Mannheim, 1860, dieses Kaliber halt. So etwas fehlt in der Regio einfach. Da ist mal ein Spiel gegen Oberhausen, Münster oder Wuppertal, danach wird es aber schon dünn. Und fünf Männekes, die ihre eigene Party im Gästeblock feiern, bringen halt keine Atmosphäre. Es muss laut werden und knistern.

Das wären auch etwa die Stationen, die ich mir gerne auswärts ansehen würde. Aber das ist alles leider noch Zukunftsmusik. 

turus: Du bist 1976 in Essen geboren. Welches ist dein erstes Spiel im alten Georg-Melches-Stadion, an das du dich erinnern kannst? Hätte es theoretisch auch sein können, dass es dich zu einem anderen Verein hätte verschlagen können?  

Andreas: Tja, wer das wissen will, muss wohl das Buch lesen *zwinker*. Mein erstes Spiel war RWE gegen die Bayern im Pokal, aber die Erinnerungen daran sind sehr gering, vermutlich kommen die auch eher aus der Recherche zum Buch. Aufgrund der familiären Vorbelastung war es schon sehr wahrscheinlich, dass RWE "mein" Verein wird, aber es hätte auch anders kommen können. Mein Bruder wurde von nem Klassenkameraden mal ne Zeit zu RWO mitgeschleppt. Das konnte ich ihm aber immerhin wieder austreiben, er drückt inzwischen den Fohlen die Daumen.

turus: Zurückgeblickt auf all die Jahre. Welches war dein bitterstes Spiel? Welches war dein grandiosestes Spiel?

Andreas: Das bitterste Spiel war mit Abstand die Niederlage gegen Lübeck, die uns die Qualifikation für die damals neugeschaffene Dritte Liga gekostet hat. Die waren schon abgestiegen und schießen kurz vor Schluss das 0:1. Kurz nach dem Spiel war unser Sturm beim SC Paderborn unter Vertrag - und wir hatten uns gewundert, warum kaum aufs Tor geschossen wurde. Das Ganze fühlt sich heute noch nach Verrat an und tut weh. Grandiose Spiele gab es auch einige, klar: Die Pokalfinal-Saison mit den Siegen zu Hause über den MSV oder St. Pauli. Oder Homberg in der NRW-Liga, mit dem "Tor des Monats"-Fallrückzieher von Thamm. Oder letzte Saison das Spiel im Pokal gegen Leverkusen. Da werde ich nie vergessen, wie ich gezittert habe, als der Schiri nach dem 2:1 erst nochmal auf den Bildschirm geguckt hat. Sekunden der Angst! Aus dieser Saison muss man das Spiel in Münster ganz klar mit hinzunehmen, als wir nach dem ersten Durchgang 0:2 hintenlagen und das Spiel echt noch drehen konnten.

Legendär auch das Spiel gegen Osnabrück damals, als gleich vier Gegner vorzeitig duschen mussten. Das sind so diese Spiele, von denen man glaubt, dass es sowas eigentlich nicht gibt. 

turus: Über den Tellerrand geblickt - gibt es noch andere Vereine, für die du ein wenig Sympathien hegst? Falls ja, welche Spiele ragten bislang heraus?

Andreas: Wie erwähnt habe ich den Dortmundern immer auch die Daumen gedrückt, wenn es um die Bundesliga oder die Champions League ging. Die sind mir generell auch lieber als die Blauen, aber "echte Liebe" ist das nicht. International fand ich Manchester United und den FC Liverpool immer irgendwie geil. Von so Konstrukten wie City oder PSG halte ich dagegen gar nichts, da können die noch so tolle Spieler in ihren Reihen haben.

turus: Viele würden zustimmen, wenn man sagt, Rot-Weiss Essen ist wahrlich ein besonderer Verein? Was macht RWE eigentlich aus?

Andreas: RWE ist im Vergleich zu den vier anderen "großen" Teams im Pott schon allein aufgrund der Ligenzugehörigkeit deutlich bodenständiger, würde ich sagen. Zudem ist RWE für viele nicht nur Fußball, man geht hin, um mit seinen Kumpels beim Spiel ein paar Stauder zu kippen und sich für gute zwei Stunden mal von Arbeit, Familie und sonstigem abzulenken. Auf der anderen Seite ist RWE sicher auch in bezug auf seine sozialen Projekte etwas Besonderes, nicht viele Viertligisten betreiben so einen Aufwand.

turus: Das alte Georg-Melches-Stadion war legendär. Würdest du zustimmen, wenn ich behaupte, dass es gelungen ist, den Geist und das Ambiente des alten Stadions auf das Neue ein stückweit zu übertragen?

Andreas: Klares "Jein"! Ja, wir Fans haben das Stadion als unsere neue Heimat sicher angenommen und akzeptiert, den Charme des GMS, mit seinen Eingangstunneln auf Spielfeldniveau, mit seinem "Vintage-Look", den sucht man aber vergeblich. Und wenn die Hütte voll ist, am Besten noch bei Flutlicht, dann kann man das alte Flair durchaus spüren. Am Ende ist es ja nicht das Stadion, sondern Mannschaft und Fans, die es zum "Rot-Weiss-Stadion" machen.

turus: Gab es für dich beim Fußball - vermutlich eher bei Auswärtsspielen - auch schon mal brenzlige Situationen? 

Andreas: Oh ja. Obwohl ich selbst immer versuche, mich aus allem rauszuhalten und eher weggehe als den "dicken Max" zu machen, gab es tatsächlich so zwei, drei Situationen, in denen ich doch ein bisschen Bammel hatte. In Wuppertal auf der Haupttribüne war ich samt Sohnemann im Gäste-Sitzbereich, "abgetrennt" durch 5 Ordner. Als das 2:0 für den WSV fiel, wurde ein älterer Mann direkt vor uns von einer Münze getroffen und blutete danach aus einer dicken Platzwunde. Wir sind dann weiter nach außen gegangen, am Ende haben wir das Spiel vorzeitig verlassen. 

Schlimmer war aber die Fahrt nach Leipzig mit dem Zug. Nach dem Umsteigen am Leipziger Hauptbahnhof wurde unsere S-Bahn an einem Zwischenhalt angegriffen, es flogen Pflastersteine von außen in den Zug, dann gingen die Türen auf und die Fäuste flogen. Das alles ging rasend schnell, die "erlebnisorientierten" Mitfahrer drängten aus der Bahn, draußen floss das Blut und ich saß auf meinem Platz und hoffte, dass diese Tour nicht im Krankenhaus endet. Wir mussten dann zum Stadion laufen, weil die Bahn ohne Fenster nicht mehr fahren durfte.

turus: Wann hattest du das erste Mal deinen Sohnemann mit zu RWE genommen?

Andreas: Das war ein Testspiel gegen ETB Schwarz-Weiß Essen, da war er so 2 1/2. Es fing kurz nach Anpfiff an, wie bescheuert zu regnen. Ich hab den Knirps daraufhin von der Gegengeraden rüber auf die Tribüne getragen und mir dort einen Platz erschnorrt, bekam eine Decke und wir konnten das Spiel doch noch zusammen genießen. Ich glaube, das ist das einzige RWE-Spiel der letzten 15 Jahre, von dem er nicht die Torschützen weiß.

turus: Frech gefragt, was würde passieren, wenn er dir - sagen wir mal mit 16 Jahren - beichten würde, dass er sich hintenrum heimlich in den Verein mit dem „04“ hinten dran verliebt hätte. 

Andreas: Er wird jetzt bald 17, also sind wir an dem Punkt schon vorbei. Die Drohung, die ich ihm im Beisein einer ziemlich verwunderten Hebamme noch im Kreißsaal gab, gilt nach wie vor: "Wenn du Sch***er wirst, musst du ausziehen!" Er ist aber vom Verein mit der 04 so weit entfernt wie die von der Meisterschaft.

turus: Du kennst sicherlich das Lied „Romeo und Julia“ von Marsimoto (Marteria), in dem es um Hansa Rostock und St. Pauli geht. Stell dir mal vor, du hättest mit Anfang 20 eine hübsche Frau kennengelernt, dich unsterblich verliebt und dann später in der Koje auf ihrer Schulter ein Tattoo von, na du weißt schon, entdeckt? Was dann?

Andreas: Sorry, kenne das Lied nicht, ich steh mehr so auf den klassischen Metal der 80er und 90er. Aber es ist wohl klar, worauf du hinauswillst. Die Lasertechnik ist heutzutage schon gut fortgeschritten, da sieht man fast keine Narben mehr. Wenn's schnell gehen muss, geht auch zur Not ein rostiges Teppichmesser. 

turus: Um auf RWE zurückzukommen. Wo siehst du deinen Verein in 10 Jahren?

Andreas: Als RWE-Fan ist man gebranntes Kind, was Drei-, Fünf- oder Zehnjahrespläne angeht. Ich denke, der Anspruch muss sein, ein gefestigter Zweitligist zu werden. Damit wären viele hier in Essen wohl auch sehr zufrieden. Zunächst muss man aber sicher erst mal lernen, wie die Dritte Liga so tickt und sich dort seine Sporen erarbeiten. Das ist schon schwer genug. Also erstmal dorthin aufsteigen, dann sehen wir weiter.

turus: Wie siehst du insgesamt die Entwicklungen im deutschen und internationalen Fußball? Würde man überhaupt davon träumen wollen, dass RWE theoretisch eines Tages in der 1. Bundesliga spielt? Oder sagt man sich, ein solides Hin und Her zwischen Liga drei und zwei wäre doch fantechnisch passabler?

Andreas: Ich erinnere mich, dass der FC Augsburg mit uns zusammen aus deren Regionalliga damals in die zweite Liga aufgestiegen ist. Am Ende sind wir wieder abgestiegen, die sind solider Erstligist. Da frage ich mich, warum das nicht bei uns so passieren konnte, was da wirklich der Unterschied ist. So ein pendeln zwischen den Ligen, wie es z.B. Eintracht Braunschweig irgendwie erlebt, kostet am Ende wohl eher Zuschauer nach dem Motto "die steigen ja eh wieder ab". Dann lieber solide in der Liga halten, immer mal wieder oben anklopfen und dann die Gelegenheit ergreifen, wenn sie sich bietet. 

Tja, die Entwicklungen im internationalen (oder "großen" nationalen) Fußball... Da ist schon krass, wie sehr sich das Ganze zu einem Kommerzspektakel gewandelt hat. Da braucht man x verschiedene Streamingdienste um das alles zu sehen, ein Trikot von den Clubs ist für satte 130 Euro zu haben, selbst die Tickets kommen langsam in unverschämte Höhen... Es fehlt nicht viel, dann gibt es nach 20 Minuten eine Werbepause. So darf es nicht weitergehen, gerade in Deutschland ist Fußball ja noch immer Volkssportart Nummer eins, da darf man sich von Otto-Normal-Zuschauer nicht zu weit entfernen.

Was ich aber gut finde, ist der Einsatz des Videoschiedsrichters generell. Die Art und Weise, WIE das gemacht wird, ist aber stark verbesserungswürdig. Warum musste der Fußball da sein eigenes Ding erfinden? Es gibt genügend andere ähnliche Sportarten, die seit Jahren einen VAR benutzen und wo das von allen, von Spielern und Zuschauern angenommen wird. Ich denke da zum Beispiel an Hockey. Man hat drei Einsprüche pro Halbzeit, der Kapitän (oder von mir aus Trainer) sagt, was er überprüft haben will, dann wird genau das geprüft, nix anderes. Da geht aber auch niemand hin und belagert den Schiedsrichter wild gestikulierend, da werden Entscheidungen vom Unparteiischen akzeptiert. Noch so ein Fußball-Ding.

turus: Eine Frage zur Reihe der Fußballfibeln. Hattest du vorher bereits andere Bände in der Hand gehabt bzw. gelesen? Falls ja, welche hat dir bislang gefallen?

Andreas: Hier muss ich leider verneinen, vor lauter Schreiben und mit den Streams und Highlightvideos und Famile und Pi-pa-po habe ich bisher aber einfach auch keine Zeit und Muße, um der Arbeit, die in diesen Büchern steckt, gerecht zu werden. Welchen kannst du denn empfehlen? 

turus: Persönlich haben mir die Bände über Eintracht Frankfurt, Darmstadt 98, Rot-Weiß Erfurt und Fortuna Köln ganz besonders gut gefallen. - Und um beim Schreiben zu bleiben. Bei RWE gibt es gefühlt überdurchschnittlich viele Blogger. Wie kommt das? Hast du zu allen einen regen Kontakt?

Andreas: Tja, wie kommt das? Ich glaube, das liegt daran, dass es rund um RWE immer irgendwas zu erzählen gibt, noch dazu hat ja jeder zu allem "was zu kacken", wie wir im Pott sagen, also zu allem irgendeine Meinung. Ans Schreiben trauen sich dann einige wenige, und die, die wirklich auf einem ordentlichen Niveau sind, sind nochmal weniger. Die bekanntesten sind wohl Uwe Strootmann ("Im Schatten der Tribüne") und André Schubert ("Catenaccio 07"). Zu diesen beiden habe ich natürlich Kontakt, ich würde lügen, wenn ich beide nicht auch in irgendeiner Form als eine Art Inspiration oder Vorbild bezeichnen würde. Ihren ursprünglichen Antrieb, also warum sie angefangen haben mit dem Bloggen, weiß ich nicht, aber beide haben in ihrer Unterschiedlichkeit sicher ihre Daseinsberechtigung. Bei mir waren es Whatsapp-Halbzeit- und -Spielfazit-Beiträge, die irgendwie eskaliert sind. 

Die turus-Beiträge sind auch immer hübsch subjektiv geschrieben, ich mag sowas! Nicht vergessen darf man hierbei das Team von jawattdenn.de, wo es auch oft ellenlange Analysen zum kommenden Gegner oder Spielberichte gibt, die von hoher Qualität sind.  

turus: Und als letzte Frage - Kneipe, Büdchen, Trinkhalle. Wo kann man in Essen am Besten ein Bierchen trinken und prima ins Gespräch kommen? 

Andreas: Ohne jetzt konkrete Namen zu nennen: In Rüttenscheid gibt es so manche RWE- und fußballaffinen Kneipe, wo am Wochenende immer was los ist und wo man sicher immer Anschluss findet. 

An Spieltagen ist natürlich das Hafenstübchen am Stadion der "Place to be". Die Bude "umme Ecke" kann natürlich auch ein Anlaufpunkt sein, aber ich glaube, das ist eine eher aussterbende Location, da trifft man sich nicht mehr wie vielleicht noch vor 20 Jahren. 

turus: Vielen Dank für das Gespräch und viel Glück deinem Verein! Der Aufstieg ist - und da sind sich viele Fußballfreunde hierzulande einig - wahrlich überfällig!

Fotos: Andreas Crom, K. Hoeft, Marco Bertram

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