Das Sportforum bleibt eine Festung - König Andor sichert den Punkt!

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R 25 September 2021

Freitagabend, 19:00 Uhr - Berlin Hohenschönhausen. Während der Rest der Republik auf der Couch gammelte und sich ein kaltes Dosenbier aus dem Kühlschrank nahm, begrüßte der BFC Dynamo im Heimspiel den Chemnitzer FC. Die Himmelblauen durften nach etlichen Wochen (Corona-Quarantäne sowie lange Verletztenliste) mal wieder aktiv am Spielgeschehen teilnehmen. Aktiv? Nun ja, während des heutigen Spiels präsentierte sich der CFC ziemlich müde, welcher lediglich bei Kontern brandgefährlich war.

Den mitgereisten Anhang konnte man leider an zwei Händen abzählen, da dem harten Kern - sprich der aktiven Fanszene - die Eintrittspreise zu teuer waren. Da die Tickets über eine Ticketagentur seitens des CFC verkauft wurden, musste man am Ende mehr als 20 Euro berappen. Für ein Regionalligaspiel natürlich enorm, und so blieb der Großteil der Fans in der Heimat. Ob nun tatsächlich die Preise zu teuer waren, oder ein anderer Grund vorlag, darüber kann man nun spekulieren. Denn auch zum Auswärtsspiel bei Chemie Leipzig, waren nur eine handvoll Gästefans anwesend. Nichtsdestotrotz zeigten beide Blöcke mit Spruchbändern ihre Meinung zu diesem ganzen Eintrittspreis-Theater! 

Rein ins Spiel. Der BFC war wie immer druckvoll und agil mit direktem Zug nach vorne. Die erste Torchance hatte jedoch der Chemnitzer FC, der Freistoß von Christian Bickel landete in der dritten Minute jedoch am Seitennetz. Der BFC zeigte sich unbeeindruckt und marschierte über rechts kommend nach vorne. Christian Becks Kopfball konnte jedoch von CFC-Torhüter Jakub Jakubov abgefangen werden. 

Nach 14 Minuten probierte es Darryl Geurts über links und erarbeitete einen Eckball für den BFC Dynamo. Die Hereingabe konnte Kapitän Andreas Pollasch jedoch nicht vollenden. Zwei Minuten später dann fast das 1:0 für den BFC, aber weder Geurts noch Hoppe konnten den Ball im Gehäuse unterbringen. Nach 20 Minuten probierte es Bolyki mit einer Flanke über links und fand den Kopf von Pelle Hoppe, aber auch sein Kopfball fand nicht den Weg ins Tor. Ein Wahnsinns-Powerplay der Weinroten, aber noch ohne Torerfolg.

Der BFC jetzt mit Chancen im Minutentakt, und der CFC lauerte auf Konter.  Andis Shala blieb an alter Wirkungsstätte bis dato blass. Das Spiel glich gerade einem großen Flipper, es ging auf und ab - Tore jedoch Fehlanzeige. Vor erneut ausverkauftem Haus glich die Stimmung auf den Rängen einem der schönsten Chöre der Welt. Und wenn hier jemand denkt, dass die Haupttribüne nicht mitmacht, der irrt gewaltig. Neben alten Klassikern werden mittlerweile auch Wechselgesänge der Ultras gegenüber beantwortet. Da kommt die Floskel „Wir sind der BFC, Ihr seid nichts“ immer wie gelegen…

Die zweite Hälfte begann eigentlich so wie die erste aufgehört hat. Der BFC mit gefühlt 80 Prozent Ballbesitz, mit immer stetigem Drang zum Tor, aber mit heutiger Abschlussschwäche. Der CFC war bemüht dagegen zu halten und verließ sich auf schnelle Konter. Die Abwehr des BFC jedoch bis dato recht stabil und ließ nur wenig zu. 

Wer ordentlich mitgelesen hat, der wird mitbekommen haben, dass wir hier eigentlich durchweg von Chancen des BFC Dynamo berichten. Chemnitz fand irgendwie nicht statt. Bis zur 60. Minute. Benjika Caciel unterlief Michael Blum, welcher völlig zurecht einen Freistoß fordert. Schiedsrichter Wartmann pfiff stattdessen Freistoß für den CFC. Aus diesem Freistoß und der nachfolgenden Kopfballverlängerung landete der Ball bei Kilian Pagliuca, der den Ball nur noch einschieben musste. Eine völlig unverdiente Führung, aber wat willste machen?

Der BFC ließ sich den Schneid nicht abkaufen und drückte weiter nach vorne. Noch konnte sich der CFC mit der knappen Führung über Wasser halten, war aber brandgefährlich bei Kontern. In der 67. Minute kullerte der Ball vorbei an Freund und Feind und landete am Pfosten des BFC. Puuh. Schwein gehabt! 

Zwei Minuten später verließen Marcel Stutter und Pelle Hoppe den Rasen. Neu in der Partie waren jetzt Felix Meyer und der etwas angeschlagene Justin Möbius. Auch Chemnitz brachte mit Furkan Kircicek einen neuen Mann. Das weinrote Powerplay ging munter weiter und die Chancen häuften sich ordentlich an. Ein Blick auf die Torschussstatistik zeigte mittlerweile eine zweistellig Zahl an. 

Das Tor der Chemnitzer schien wie zugemauert. Beck, Geurts und Bolyki scheiterten mehr als knapp mit ihren Versuchen. Mittlerweile standen wirklich alle im Sportforum, niemanden hielt es mehr auf den Sitzen. Die Chancenflut ging indes weiter. Abermals Beck in der 80. und 81. Minute, der Tor Ball wollte aber einfach nicht über die Linie. 

In der 85. Minute klärte Beck im eigenen Strafraum, mobilisierte noch einmal alle Reserven. Möbius und Pollasch im Zusammenspiel nach einem Freistoß, aber auch dieser Ball wollte nicht rein. In der 90. Minute stimmte dann der durchweg schweigende Block der Chemnitzer ein „Auswärtssieg, Auswärtssieg!“ an. Noch war das Spiel jedoch nicht zu Ende. 

Der BFC warf nun alles nach vorne. Stajilas Abschläge sahen mittlerweile aus wie Torschüsse. Mittlerweile waren 93:52 Minuten gespielt und Joey Breitfeld haute den Ball ebenso noch mal weit nach vorne. Der Abpraller landete bei Andreas Pollasch, der einfach mal abzog. Auch dieser Ball konnte geklärt werden, genau vor die Füße von Andor Bolyki. Der sagte Dankeschön und schob zum 1:1 in die Maschen. Endlich! Was für eine Ekstase auf den Rängen! Dieser Ausgleich war wahrlich mehr als hochverdient. Gleichzeitig war dieser Treffer auch der Schlusspunkt in einer sehr einseitigen Partie. Die Tränen in Christian Benbenneks Augen sprachen nach dem Spiel Bände. Diese Mannschaft hat den ewigen Biss in den Knochen, gibt niemals auf und spielt trotz großem Lazarett einen Wahnsinnsfußball!

Fotos: Abteilung Utzki

Bericht: Abteilung Utzki

> zur turus-Fotostrecke: BFC Dynamo

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Inhalt über Klub(s):
Spielergebnis:
1:1
Zuschauerzahl:
2.000
Gästefans
100

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