Der Stich hat gesessen - schmerzhafte Erfahrungen in Buk

Der Stich hat gesessen - schmerzhafte Erfahrungen in Buk

 
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M 06 September 2021

Strykowo in Buk am Sonntag um 16:00 Uhr - ei wie fein! Strykowo besuchte ich einmal im eigenen Stadion und einmal in der Ferne. Immer ging es ziemlich bunt zu - Fanblock, Fahnen, Feuerwerk! Buk liegt für die genauso "gleich um die Ecke" wie für mich. Für die Hinfahrt wurde die kürzeste Route gewählt. 

Ökonomisch war das sicherlich nicht, aber ich mag die großpolnischen Felder und Wälder. Buk soll auch ein nettes Städtchen sein, nur dafür blieb heute keine Zeit. Die sehenswerte Holzkirche war heute eh nicht offen, weshalb ich mir diese und weitere Attraktionen für später aufhebe. Buk liegt westlich von Poznań und dürfte Touristen vielleicht durch die Autobahnauffahrt bekannt sein, die man eh immer passiert, aber nie nutzt. 

Kurz vor Spielbeginn hätte man noch alle Zuschauer locker per Handschlag begrüßen können, am Ende werden wohl ca. 130 Leute das Spiel gesehen und ein nettes Eintrittskärtchen für 5 zł (Liga 7) in der Hand gehalten haben. Ich war fest entschlossen, die Zuschauerzahl per Kopfrechnen zu ermitteln, doch kam ich nicht ans Ziel. Das hing gewiss nicht mit meinen mathematischen Fähigkeiten zusammen. Es waren 35 Minuten gespielt. Langeweile ist eine Bezeichnung, die für dieses Spiel sogar noch untertrieben ist. Tore 0, Gäste-Fans 0 und ebenso Chancen 0. 

Was für eine Quälerei! Ich denke, aus der Zwickauer Hopping-Szene stammt das Zitat "Hoppen muss wehtun.". Das passte ziemlich gut, zur zermürbenden Langeweile des Spiels, die von der einen zur nächsten Sekunde in realen Schmerz umschlagen sollte. Ein Jucken, eine reflexartige Handbewegung und ein schmerzhafter Augenblick. Etwas hatte mich gestochen und etwas ist immer noch da, nicht nur der Schmerz, der immer heftiger wurde. 35. Spielminute! Noch zehn Minuten bis zum Halbzeitpfiff und zum abgehakten Ground! Ich war schon dicht davor, die Sanitäterin anzuquatschen, um mir weitere Schmerzen zu ersparen. Sekunden wurden nun zu Minuten. 

Der Ground muss fallen, koste es, was es wolle! Endlich! Halbzeitpfiff und nichts wie weg. Mit der schnellsten Route ging es diesmal zurück in die heimischen vier Wände, wo ich mir die Quelle des Übels aus dem Rücken ziehen ließ. Diese war der Stechapparat einer Deutschen Wespe (Die heißen wirklich so.). Der noch gut sichtbare Giftsack hatte ja noch Zeit, all das Gift in die Wunde laufen zu lassen. Mittlerweile nahm die Schwellung bzw. Rötung schon ein Viertel des Rückens ein. Mit Zwiebel an der Einstichstelle und Kühlung allgemein scheint man überleben zu können. Es war nicht mein erster Wespenstich, aber definitiv bisher der schmerzhafteste und hinsichtlich der Reaktion heftigste. 

Leider entging mir dadurch das Tor des Tages, bzw. der Stich ins Herz eines jeden Strykowo-Fans, denn Patria Buk besiegte Spójnia Strykowo mit 1:0. Mit aufgeklebter Zwiebel sah ich dann später mit dem 1-7 der polnischen Nationalmannschaft in San Marino doch noch einige Tore - halt uncool von der Couch aus.

Fotos: Michael

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