Nix für schwache Nerven: Essen siegt über starke Alemannia und ist Spitzenreiter

Nix für schwache Nerven: Essen siegt über starke Alemannia und ist Spitzenreiter

 
5.0 (2)
KH 15 Mai 2021

Der Pokal-Mittwoch endete im Regen (Essen und Aachen gewannen ihre Partien), der Liga-Samstag begann mit Regen. Aber das Match in der Regionalliga-West zwischen Rot-Weiss Essen und Alemannia Aachen (der Volksmund spricht auch vom „Westschlager“) war, anders als das Frühlingswetter, nicht zum Weinen. Es war überraschend gut vor allem „unerwartet“ von Aachener Seite. Die Alemannia legte, anders als ihr aktueller Tabellenstand (13.) es aussagte, richtig los und setzte RWE von Beginn an unter Druck. Eines war klar: Der Traditionsverein war nicht an die Hafenstraße gekommen, um sich abschießen zu lassen.



Rot-Weiss Essen zwar klarer Favorit auf die drei Punkte am heutigen Nachmittag, hatte in der ersten halben Stunde aber wirklich Schwierigkeiten in das Spiel zu finden und es vor allem zu machen. Immer wieder blockten die Aachener erfolgreich die Angriffsversuche untermalt von lautstarken Zwischenrufen von der eigenen Bank und der Tribüne auf der die Ersatzspieler saßen. Leider eine negative Begleiterscheinung die die Pandemie und leere Stadien mit sich bringen. Wird Zeit wieder für Zuschauer und echte Stimmung. Auch das heutige Spiel wäre sicherlich locker ein 15k-Match gewesen mit starkem Support auf beiden Seiten.





Sportlich legte RWE zehn Minuten vor der Pause richtig los und nochmal eine Schippe drauf und kam zu einigen Chancen durch Marco Kehl Gomez und Simon Engelmann. Die beiden konnten diese aber nicht hinter dem starken Keeper der Aachener Joshua Mroß unterbringen. Der Halbzeitpfiff kam für Essen zu Unzeit in einer Drangphase, denn das erste Tor lag in der Luft. Nach der Pause ließ RWE aber nicht nach und übernahm die Spielführung und fuhr Angriff um Angriff, zeigte aber auch Nachlässigkeiten in unnötigen Ballverlusten. Dann in der 51. Spielminute nahm sich Dennis Grote ein Herz nach einem Zuspiel von Marco Kehl-Gomez und schlenzte den Ball in den Winkel. Die hochverdiente Führung, die in der Folge durch den Top-Goalgetter Simon Engelmann ausgebaut werden hätte müssen. Aber der sonst so treffsichere „Engel“ vergab gleich dreimal hintereinander.



Ein 1:0 zu dem Zeitpunkt nicht ungefährlich. Zwar machte Essen das Spiel, aber Aachen lauerte auf schnelle Konter. In der 72. Spielminute wurden dann die Nerven der Essener Fans vor den Bildschirmen vorerst beruhigt. Amara Condé spielte den in den letzten Spielen sehr stark agierenden Maximilian Pronichev an und der erhöhte auf 2:0. Durchatmen? Nicht mit Aachen. Die Alemannia kämpfte weiter und erzielte aus Abseits verdächtiger Position tatsächlich in der 88. Spielminute noch den 2:1 Anschlusstreffer (Mergim Fejzullahu). Es wurde nochmal unnötig spannend, aber Aachen fehlten nach dem anstregenden Pokalfight unter der Woche gegen Bergisch Gladbach doch die „Körner“ wie auch das Schiedsrichtergespann untereinander über Mikrofon anmerkten und dem ganzen schnell ein Ende setzten.



Mit dem Sieg hat Essen die Tabellenführung (84. Punkte) übernommen und auch mit dem Torverhältnis zum Konkurrenten, der unsäglichen zweiten Mannschaft von Borussia Dortmund, gleichgezogen. Aber klar: RWE hat nur noch drei offene Spiele und der Konkurrent aus Dortmund fünf. Die zweite Mannschaft des BVB 09 befindet sich zum Teilen in Quarantäne aufgrund zweier Coronafälle und konnte nach eigenen Angaben nicht in der Liga spielen, da der Klub über zu wenige Spieler (unter 15) verfüge. Kann man so oder so sehen: Also die einen sind in Quarantäne und die anderen (Tigges, Knauff, Passlack, Unbehaun und Drljaca) feiern den DFB-Pokalsieg mit der ersten Mannschaft in Berlin. Interessant auch: Das erste Spiel der Zwoten findet nicht parallel zum Spiel der ersten Mannschaft (22.05.) statt, sondern erst einen Tag später. Passt ja super für den BVB 09 II, da kann man wieder in voller Stärke inklusive auskurierter Spieler auf den Fünf-Spiele-Endspurt konzentrieren, während andere Teams nach der überlangen Saison etwas auf dem sprichwörtlichen Zahnfleisch gehen. Es wird auch interessant wer noch so alles dann nach BuLi-Ende plötzlich in der Regionalligamannschaft aufläuft. Wir behalten das im Blick und bleiben auch bei unserer Meinung, das wettbewerbsverzerrende U23 Teams der Profiklubs nichts in den Profiligen zu suchen haben. Sie versperren den Traditionsvereinen nur den Weg nach oben, unter anderem auch in der Regionalliga Südwest.



Das alles darf Rot-Weiss Essen nicht interessieren. Hier heißt es nach vorne zu schauen. Erst auf das Niederrheinpokal-Halbfinale gegen den SV Straelen am kommenden Mittwoch dann auf das nächste Ligaspiel bei der U23 des 1. FC Köln. RWE muss alle Spiele gewinnen, um die minimale Chance auf den Aufstieg zu erhalten.

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Lieber RWE als BVB II is ja mal klar

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