RWO vs. RWE: Essener Auswärts-Seuchen-Monat endet auch nicht in Oberhausen

RWO vs. RWE: Essener Auswärts-Seuchen-Monat endet auch nicht in Oberhausen

 
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KH 27 März 2021

Den Kaffee auf: Nach dem verhunzten Auswärtsauftritt von Rot-Weiss Essen beim Tabellenletzten Rot-Weiß Ahlen folgte am heutigen Samstag der nächste Klops der letzten vier Seuchenwochen für RWE, zumindest was Auswärtsspiele betrifft. Fünf Matches auf fremden Platz gab es in diesem Jahr und keinen Sieg, sondern drei Niederlagen und zwei Unentschieden. Nicht dass Essen keine Chancen hatte oder völlig unterlegen war, nein im Gegenteil das Team von Christian Neidhart spielt recht gut mit, lässt aber in so einem Regionalligaspiel gut und gerne Großchancen für mehrere Spiele liegen, um am Ende dann überrumpelt zu werden.

Das was wir jetzt sehen, haben wir schon Mitte Januar beim Auftritt beim SC Wiedenbrück gesehen. Chancen über Chancen, aber Tore wollten nicht fallen. Dann war lange Pause, aber die Seuche ging weiter: Vor genau 4 Wochen verlor RWE (es hört sich komisch an) unglücklich aufgrund der Chancenverwertung mit 3:0 in Düsseldorf. Nach einem Heimsieg über Fortuna Köln folgte die nächste Pleite mit derselben Story in Münster. Im Spitzenspiel gegen Dortmund II konnte ein Punkt erkämpft werden und im Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach II ein Kantersieg durch erfolgreiche gesetzte Standards eingefahren werden.



Dann kam Ahlen und scheinbar eine falsche Einstellung zum Spiel und Platz. Denn nicht Essen spielte, sondern der Fast-Absteiger in die Oberliga. Am Ende ging das Spiel aufgrund der (klar) Chancenverwertung und der fehlenden Hingabe in der Schlussminute verloren. Das Team kämpft nicht bis zum Ende und kann irgendwie nicht mehr richtig dreckig siegen. Im Gegensatz zur Zwoten von Borussia Dortmund, die ihr Spiel durchziehen.



Beispiel heute: Derby in Oberhausen, Endstand 1:1. Ein Spiel bei dem RWE über 80 Minuten führte, aber am Ende nur einen Punkt aus dem Niederrheinstadion entführen konnte. Essen ging in der zehnten Minute nach einem Torwartfehler durch Simon Engelmann in Führung und setzte gut nach, aber das so wichtige 0:2 wollte nicht fallen. Auch Oberhausen kam zu Chancen. Der spätere Sven Kreyer setzte zwei Minuten nach der Führung den Ball an den Pfosten. In der Folge spielte nur Essen, schaffte es aber nicht den Ball im Tor zu versenken. In der 30. Spielminute setzt Cedric Harenbrock den Ball an die Latte, Daniel Heber brachte den Ball über die Linie. Das Schiedsrichtergespann entschied aber auf Abseits.





Die zweite Halbzeit konnte aus Essener Sicht so weiter gehen, ging sie aber nicht, denn RWE zog sich zurück und setzte nur noch auf schlecht ausgespielte Konter. Warum fragten sich die Journalisten und die Fans vor den Bildschirmen. Warum das Spiel bei einer Führung von gerade einmal 1:0 verwalten? Aber es kam noch schlimmer: In der 60. Spielminute wurden die eigentlich gut aufgelegten Cedric Harenbrock und Amara Conde durch Isaiah Young und Felix Backszat ersetzt. Beide vielen sofort durch gefährliche Fehlpässe auf.





Und auch als (halbneutraler) Beobachter der RWE Spiele, kann man die „Fummelmaus“ Isaiah Young kaum noch ertragen. Klar er läuft fast so schnell wie der US-Olympiateilnehmer von 2012 mit ähnlichen Namen, aber die fußballerischen Fähigkeiten (u.a. Kurzpass, Dribbeling, Übersicht, Abschluss) sind bei ihm noch nicht ausgereift, so dass er während des Spiels immer noch ein Einzelcoaching braucht. Gut zugegeben: Könnte er zu dem Laufpensum auch noch gut kicken, würde er wahrscheinlich höher spielen, aber das bisher gezeigte hat leider kein Regionalliganiveau. Kann ja noch werden, nur RWE hat eigentlich keine Zeit für Experimente. Es müsste jetzt knallen in den Toren der Gegner, tat es aber auch heute nicht mehr und das bei wirklich hochkarätigen Chancen vor allem in den letzten Minuten des Spiels. Irgendwie hat Essen mal wieder darum gebettelt, was vor allem auch an den weiteren Auswechselungen (Endres, Hildebrandt) deutlich wurde: Wenn Du vorne die Dinger nicht machst oder machen willst ….





Nach einem Foul von Heber ermöglichte Oberhausen den Ausgleich durch Elfmeter. Der schwach geschossenen Elfer (Davari war noch dran) von Sven Kreyer beendete das Spiel für den Tabellenzweiten und Siebten: 1:1 Unentschieden. Ein Spiel das locker eine fünfstellige Zuschauerzahl angezogen und eine großartige Atmosphäre geboten hätte. Aber es ist wie es ist: Corona bedingt waren es aber immerhin über 8.000 im Internet-Livestream von RWO, der übrigens wie man so hört und liest von der Qualität den von anderen Anbietern in den Schatten stellt. Auch lobenswert zu erwähnen ist, dass beide Teams und der Trainerstab während des Spiels nicht brüllten und pöbelten, sondern dass es ganz gesittet um den Ball gekämpft wurde. So kann auch ein Spiel aussehen bzw. sich anhören, viel angenehmer ohne irgendwelche keifenden Selbstdarsteller wie bei inzwischen leider vielen Klubs der Liga. Daumen hoch dafür für RWO und RWE.





Da die U23 Dortmund ihr Spiel gewann sind es nun neun Punkte Rückstand auf Platz 1. Ein Nachholspiel (gegen den SV Lippstadt) hat Essen noch in der Hinterhand. Klar es wird nun schwer, aber die Saison abzuschreiben ist zu früh und vor allem sollte niemand den BVB zum Aufstieg gratulieren, auch nicht wenn sie es am Ende schaffen sollten. Denn: U23 Team haben nichts im Profi-Spielbetrieb zu suchen. Sie sind nichts anderes als eine Hobby-Veranstaltung der Profiklubs und dazu eine reine Wettbewerbsverzerrung.

Für Essen gilt weiterhin: Niemals aufgeben!
Für Oberhausen: die Saison zu Ende bringen und nächste Runde neu angreifen!

> zu den Rot-Weiss Essen Fotos

> zu den Rot-Weiß Oberhausen Fotos

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