Rot-Weiss Essen siegreich beim letzten Spiel aufm Acker gegen Mönchengladbach

Rot-Weiss Essen siegreich beim letzten Spiel aufm Acker gegen Mönchengladbach

 
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KH 20 März 2021

Die sozialen Netzwerke sind voll von Motivations-Hashtags, insbesondere wenn es um Deutschlands beliebteste Sportart geht. Da wird der eigenen Mannschaft ein Label aufgedrückt und in die Welt posaunt in der Hoffnung dass es wirkt. Nehmen wir Rot-Weiss Essen, der Regionalligist spielt zwar eine lange Zeit nicht mehr da gewesene erfolgreiche Runde, hat aber viele (verständlicherweise, wenn man auf die Geschichte blickt) ungeduldige Fans mit einer recht kurzen Zündschnur in den eigenen Reihen. Da kommt doch ein „#Engelmannregeltgerade rechtzeitig. Der Regionalliga-Torjäger Simon Engelmann in dieser Saison in Diensten von RWE hat den Traditionsverein so wie man es von ihm erwartet in Aufstiegsreichweite geballert und als Lohn gleich in den ersten Wochen ein Hashtag dafür bekommen. Und wenn er mal nicht trifft, dann überzeugt er die Fans auch mit beruhigenden Worten sich doch bitte in Geduld zu üben, das Team würde das schon regeln.



Und tatsächlich, die Mannschaft regelt (mit wenigen Aussetzern) Woche für Woche und das unter einem weiteren Hashtag-Motto des Klubs „#immeRWEiter“. Unter der Woche erkämpfte sich Essen nach einem intensivem Spiel ein 1:1 Unentschieden gegen den Aufstiegskonkurrenten aus Dortmund, heute gastierte die zweite Borussia an der Essener Hafenstraße gewillt ebenfalls mindestens einen Punkt zu entführen. In den vergangenen Jahren immer irgendwie der Angstgegner mit vielen Punktverlusten, konnte RWE in dieser Saison gegen die jüngste Mannschaft der Liga sechsfach punkten und treffen. Die von Heiko Vogel trainierte U23 spielt eine eher durchwachsene Saison, man scheint es mit Humor zu nehmen. Denn anders ist nicht zu erklären, das Co-Trainer Jens Wissing während der ersten Hälfte eher Spaß mit dem Trainerstuhl und der Gladbacher Ersatzbank hatte, als das Spiel zu verfolgen. Sowie im letzten Artikel geschrieben: Die „Zwoten“ Mannschaften sind eher als ein kostspieliges wettbewerbsverzerrendes Vergnügen der Profiklubs zu sehen.





Zugegeben die erste Halbzeit bot auch kaum sehenswertes von beiden Seiten auf dem „alten“ Rasen und wären Fans im Stadion gewesen, hätte es sicherlich Pfiffe zum Pausentee gegeben. Ein fahriger immer über den Torwart Davari gestalteter Spielaufbau der Essener und gefährliche Konter der Gladbacher dazu kaum Chancen und schlecht gespielte Pässe. Insbesondere Isaiah Young, der zwar eine gute Springgeschwindigkeit mitbringt, aber aufgrund seines fehlerbehafteten Dribbelings und Passspiels eigentlich ausgewechselt gehörte. Nicht wenige Medienvertreter konnten die gezeigte Leistung kaum verstehen. Immerhin die Abwehr stand wie eine Eins, trotzdem hat mit der folgenden zweiten Halbzeit niemand gerechnet.





Anstatt dass der Trainer durchwechselte, agierte die Mannschaft wie ausgewechselt, getreut dem Motto niemals aufgeben und „#immeRWEiter“, insbesondere auch Young der zwar ein wenig von seinen Mitspielern verwirrt wurde, die alle gleichzeitig ein Zuspiel von ihm forderten, trotzdem "fummelte" er sich besser als in Halbzeit 1 über den sandigen Rasen. Die Gladbacher konterten mit feinen Nadelstichen, aber ohne Erfolg. Besser machte es RWE: Erst ging die Rasensprinkleranlage an, dann vielen die Tore.

In der 57. und 59. Spielminute brachte der Essener Kapitän Marco Kehl-Gómez jeweils nach Vorlage von Kevin Grund die Essener auf die Siegerstraße. Danach war es ein reines Schaulaufen von RWE garniert mit einem Traumtor von Kevin Grund, der einen Freistoß (78. Spielminute) knapp vor dem Strafraum schön in den Winkel zirkelte. Der bereits ausgewechselte Gladbacher Marco Italiano, der zehn Minuten vorher noch eine Riesenchance hatte, die Daniel Davari glänzend parierte, schaute fassungslos dem Essener Torerfolg hinterher. Den 4:0 Endstand besorgte Amara Condé in der 89. Spielminute.



Mit dem Ergebnis war nach der ersten Hälfte wirklich nicht zu rechnen, aber in der Ruhe liegt der Erfolg und abgerechnet wird am Schluss. Am Mittwoch geht es für Essen zum Nachholspiel zu RW Ahlen. Vom Papier eine klare Sache, aber auch Dortmund ist in der Wersestadt erst kürzlich gestrauchelt (1:1). Am kommenden Samstag ist Derbytime in Oberhausen. Im Niederrheinstadion erwartet RWO dann den alten Rivalen RWE ein Spiel, dass unter normalen Umständen locker weit über 10.000 Fan an den Rhein-Herne-Kanal gelockt hätte.

Der alte Rasen, verlegt letzten Sommer, auf dem RWE in der Regionalliga ungeschlagen war, wird in der kommende Woche ausgetauscht. In 2 Wochen geht es dann auf frisch verlegten neuen Rasen gegen den anderen Rivalen aus der Nachbarstadt Gelsenkirchen ...
Endspurt Richtung Liga 3.

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