Hamburger SV vs. Fortuna Düsseldorf: Skurriles Feeling wie in der Oberliga

Hamburger SV vs. Fortuna Düsseldorf: Skurriles Feeling wie in der Oberliga

 
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R 23 September 2020

Es ist schon verrückt! Während beispielsweise beim Oberligaspiel 1. FC Lok Stendal vs. F.C. Hansa Rostock II es sich (fast) so anfühlte, als würde es keine Beschränkungen mehr geben, wirken im Gegensatz dazu die Bilder vom Hamburger Volksparkstadion geradezu abstrus. Schaut man nach Brandenburg, so erlebt man vor allem im Süden des Bundeslandes wirklich entspannten Fußballalltag in Guben und Senftenberg. Im Fall FC Energie Cottbus werden indes rigoros die Riegel vorgeschoben. Tausend Zuschauer - basta! Wer soll das alles verstehen? Weshalb sollen dort mit den nötigen Sicherheitsabständen keine 3.000 oder 4.000 Zuschauer reinpassen? Im Fall Hamburg wirkt das Ganze noch kurioser. 1.000 Zuschauer sollten es nur sein beim Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf. Von diesen waren rund 200 bis 250 VIP und Sponsoren. Weshalb nicht auf jede der Tribünen wenigstens 1.000 Fans gelassen werden können, entzieht sich unserer Erkenntnis. Vor Ort beim Heimspiel gegen die Rheinländer war „Jan fahr ma auswärts“, der als Nachrücker das nötige Portiönchen Glück hatte. Wir übergeben das Wort:

Lang lang ist es her, am 07. März 2020 hatte ich mein letztes HSV-Spiel gesehen, und seitdem bin ich auch nicht mehr hoppen gewesen, obwohl dies zumindest in den östlichen Nachbarländern möglich war... Mein Ziel, letzte Saison alles zu fahren, hätte ich wohl auch geschafft, wäre da nicht Corona dazwischen gekommen. Sei es drum, hoffen wir, dass der Spuk bald ein Ende hat!

In Zukunft wird es etwas ruhiger um meine Person werden, da ich seit Anfang Juli stolzer Vater eines tollen Jungen geworden bin und es momentan wichtigeres gibt als Fussball. Trotzdem werde ich ab und an dem einen oder anderen Spiel beiwohnen. Auswärts sind bis Ende des Jahres leider eh keine Zuschauer zugelassen und bei Heimspielen sieht es momentan ja auch noch nicht so dolle aus.

Für das heutige Spiel habe ich wie so viele andere auch am Losverfahren teilgenommen und zunächst enttäuscht eine Niete gezogen, doch scheinbar sagten einige Gewinner kurzfristig ab, und so war ich einer der Glücklichen, die nachgerückt sind. Ich bekam vom HSV einen Anruf mit der Frage, ob ich dabei sein möchte, und ich sagte natürlich direkt am Vorabend zu.

Um 16 Uhr hatte ich dann vorzeitig Feierabend gemacht und bin diesmal mit dem Auto angereist, um schnell nach dem Spiel wieder Zuhause zu sein. Der Einlass für mich sollte erst zwischen 18:00 und 18:30 Uhr sein, diese Info bekam ich keine vier Stunden vorher um 14:06 Uhr per Mail vom HSV.

In der Schnackenburgallee bekam ich ohne Probleme ein Parkplatz und der Weg zum Stadion war so gut wie leer, bis auf ein paar weitere Mitstreiter, die auch auserwählt wurden für den heutigen Kick. Bei bestem Wetter ging es dann hinein, und man musste dafür zum ersten Mal nicht Schlange stehen. Irgendwie schon ein sehr merkwürdiges Gefühl gewesen das ganze Szenario.

Im Stadion gab es dann nur alkoholfreies Bier und zum Essen entweder ne Bratwurst oder ne Brezel! Im Stadion durfte man auf der Westtribüne im A-Rang Platz nehmen und man wurde in unterschiedliche Zonen aufgeteilt. Mund- und Nasenschutz musste die ganze Zeit getragen werden, außer man war auf seinem Sitzplatz, dort durfte man diese zum Glück abnehmen.

Zur Stimmung: Das Ganze hatte ein wenig Oberliga-Feeling. Es wurde versucht etwas Stimmung in die Bude zu bringen, dabei wurde etwas supportet, gepöbelt, geklatscht und gejubelt. Zumindest war es somit etwas erträglicher als wäre es komplett ruhig geblieben.

Zum Spiel: Nach dem Debakel im Pokal bei der SG Dynamo Dresden wirkte der HSV stabiler, aber das Gelbe vom Ei war es heute noch nicht. Düsseldorf war sehr schwach und der HSV hatte dadurch leichtes Spiel. Kurz vor dem Pausentee ging der HSV durch einen Elfmeter durch Terodde in Führung. In der zweiten Halbzeit machte Terodde mit dem Kopf ein wunderbares Tor in der 60. Spielminute zum 2:0, und das Spiel schien gelaufen. Aber wie in der letzten Saison machte der HSV es am Ende noch einmal spannend und fing sich in der Nachspielzeit noch das 2:1. Letztendlich konnte der HSV den Sieg jedoch gefahrlos nach Hause schaukeln.

Bericht: Marco Bertram (Einleitung), Jan fahr ma auswärts

Fotos: Jan fahr ma auswärts

> zur turus-Fotostrecke: Hamburger SV

 

Inhalt über Klub(s):
Spielergebnis:
2:1
Zuschauerzahl:
1.000

Ligen

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2. Bundesliga
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