März 2009: Spartak Trnava vs. MFK Kosice im alten Stadion Antona Malatinského

März 2009: Spartak Trnava vs. MFK Kosice im alten Stadion Antona Malatinského

 
5.0 (2)
R 07 April 2020

Am 22. August 2015 wurde die neue Spielstätte „City Arena - Štadión Antona Malatinského“ nach zwei Jahren Bauzeit im Rahmen des Testspiels Spartak Trnava vs. Athletico Paranaense (0:2) eröffnet. Wie in den meisten Fällen blieb ein gemischtes Gefühl. Mit Wehmut erinnern sich viele Fußballfreunde an das alte Stadion, das 1921 eröffnet und 2006 noch einmal renoviert wurde. Den Namen erhielt das Stadion im Jahre 1998 zu Ehren des 1992 verstorbenen Fußballspielers und Nationaltrainers Anton Malatinský. Bemerkenswert: Das Portal Sport7.sk kürte die Spielstätte von Spartak Trnava im Mai 2011 nach dem Štadión pod Dubňom in Žilina zum zweitschönsten Stadion der Slowakei. Folgend ein Bericht von unserem Autor Marcel Hartmann, der am 7. März 2009 im alten Stadion vorbeigeschaut hatte: 

Neuer Tag, neues Glück! Diesmal mit dem Ziel den Länderpunkt Slowakei einzufahren. Zwar sollte auch in Bratislava Erstligafußball geboten werden, aber die Partie Artmedia Petrzalka vs. MFK Dubnica interessierte mich halt absolut nicht. Letztlich wurde das Spiel sogar abgesagt, also alles richtig gemacht. Wie so oft sollte uns der Bus an unser Ziel bringen, das rund 50 Kilometer entfernte Trnava. Der Gegner war zwar nur unwesentlich attraktiver, aber zumindest Trnava hat ja eine größere Anhängerschaft. In Trnava erfolgte erst einmal der gewohnte Gang zum Stadion, welcher vom Busbahnhof bzw. dem normalen Bahnhof in 15 Minuten zu Fuß zu erreichen ist, um in Erfahrung zu bringen ob überhaupt gespielt wird. 

Wäre bei unserem Glück ja nicht abwegig gewesen. Da aber am Stadion schon fleißig Tickets über den Ladentisch gingen, reihten wir uns in die Schlange ein und für 5 Euro hatten wir einen guten Platz auf der Gegentribüne. Zu allem Überfluss hatte selbst der Wettergott ein Einsehen mit uns. Es war zwar kalt, aber trocken. Auch hier sollte die verbleibende Zeit zur Stadtbesichtigung genutzt werden. Wir wollten doch mal sehen, ob Trnava den Titel „ärmliches Rom“ zu Recht inne hat. Auf unserer Tour erspähte mein geschultes Auge gleich noch ein interessantes Sportgelände, auf dem sich das Athletik-Stadion befindet. Herrlich marode und gammlig. Eine Stunde bevor es ernst wurde, waren wir zurück am Stadion Antona Malatinskeho angekommen und begaben uns sogleich in dieses. 

Mit einer Tüte Kürbiskerne bewaffnet nahmen wir unsere mittig auf der Tribüne liegenden Plätze ein und beobachteten das Geschehen. Die ausgiebige Foto-Tour hatten wir schon beim Ticketkauf hinter uns gebracht, somit konnten wir vorerst ein wenig faulenzen. Bis zum Beginn füllte sich das Stadion, der Zaun war gut beflaggt und hinter den Flaggen bereiteten sich die Ultras auf ihren Support vor. Das Stadion macht einen recht passablen Eindruck, auch wenn die Hintertortribünen relativ schlichte Stahlkonstrukte sind, aber von innen sieht man das ja nicht. Die Haupt- und die Gegentribüne hingegen sind dagegen massiv und echt schick. Man konnte auch nicht übersehen das der Zahn der Zeit schon ein wenig an denen genagt hatte. 

Erstmalig auf dieser Tour boten uns die heimischen Ultras einen recht ansprechenden Support und als kleine optische Zugabe gab es eine nette Pyroaktion mit viel Rauch, Stroboskopen und Böllern. Das Ganze wiederholte sich im Spielverlauf einige Male. Die anwesende Feuerwehr resignierte mit der Zeit immer mehr. Die bekannten Spartak-Rufe, welche eingeklatscht werden und an denen sich fast ausnahmslos das ganze Stadion beteiligt, bekamen wir auch einige Male geboten. Die Gästeführung drehte Spartak und in der Nachspielzeit wäre beinahe noch der Ausgleich gefallen, aber die Querlatte rettete. 

Die vier Gästefans sahen davon allerdings nichts mehr. Genauso wie sie die Führung ihres Teams nicht sahen. Angekommen Mitte der ersten Halbzeit, ein wenig sich selbst gefeiert und eine Viertelstunde vor dem Ende waren die vier wieder verschwunden. Für uns stand nun der kurze Fußmarsch zurück zum Busbahnhof auf dem Programm. Kurz bevor wir diesen erreichten, sahen wir den Bus an uns vorbeifahren, aber den wollten wir ja eh nicht nehmen. Nun stand zur Abwechslung Essen fassen auf der to-do-Liste und wie bereits an den Tagen zuvor endeten wir bei Wurst und Brötchen. Halt lecker und billig! Zurück in Bratislava gammelten wir den restlichen Abend schließlich beim Verzehr der edlen Speisen und diverser Hülsenfrüchte ab… 

Fotos: Marcel Hartmann

Inhalt über Klub(s):
Spielergebnis:
2:1
Zuschauerzahl:
4.561
Gästefans
4
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