WE wieder stark: Rot-Weiss Essen zieht weiter an / Sieg gegen Bonner SC

RWE wieder stark: Rot-Weiss Essen zieht weiter an / Sieg gegen den Bonner SC

 
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KH 21 September 2019
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Gestern war endlich wieder #FridaysforFuture an der Essener Hafenstraße. Nein nicht von Greta, sondern von Grote und seinen Sportsfreunden. Der vierte Regionalliga-Freitag und der vierte Sieg: Borussia Dortmund II,  SG Wattenscheid 09,  SV Lippstadt 08 und nun auch der Bonner SC ließen in ihren Spielen gegen Rot-Weiss Essen ordentlich Federn (bzw. Punkte). Dabei nicht zu vergessen der erfolgreiche Cup-Friday vor zwei Wochen gegen den KFC Uerdingen. Für RWE ist der Freitagabend die Zukunft für den Weg in Liga 3. Flutlicht an und das Stadion bebt. Aber auch der Sonntag ist für Essen ein guter Spieltag (drei Siege). Gut zu wissen, denn am kommenden Sonntag kommt es zum Spitzenspiel gegen den ambitionierten SC Verl. Aber auch eines der unsäglichen Relegationsspiele zum Aufstieg gegen einen Vertreter aus der Regionalliga-Nordost findet an einem Sonntag (24. Mai) statt.



Unsäglich finden die Situation auch die Rot-Weiss Essen Fans: Zusätzlich zu dem „Meister müssen aufsteigen“ Banner, welcher regelmäßig gut sichtbar bei RWE Spielen hängt, wurde gestern auch ein Spruchband („Aufstiegsspiele sind kein Bonus die gebt ihr uns ja nicht für lau, denn in eurem blöden Modus betreibt ihr nur den Meisterklau! DFB Bundestag Schluss mit der Blamage. Meister müssen Aufsteigen! Das ist keine Frage !!!“) über die gesamte Länge der Gegengerade (Rahntribüne) präsentiert.





Wo Rot-Weiss Essen am Ende der Saison stehen wird, kann heute noch keiner sagen. Was man sagen kann: Es ist die bislang beste Saison seit Jahren, wenn nicht seit Jahrzehnten (Meinung des Autors). Klar die letzte Saison begann ebenfalls stark, aber das damalige Mannschaft baute schnell ab, auch aufgrund der fehlenden Kaderbreite und einem gewissen Pech und Unvermögen im Spiel. Jetzt wurde der Kader von den Verantwortlichen (u.a. Marcus Uhlig, Jörn Nowak, Christian Titz und seinem Trainerteam) so breit und sportlich professionell aufgestellt, dass den Gegnern schwindelig wird. Alleine die Anzahl der „Jokertore“ (elf an der Zahl durch Einwechselspieler von den insgesamt 20 Treffern) ist phänomenal und lässt die Fans ausrasten. Beispiel „Ayodele Adetula“. Der erst 21jährige zu Saisonbeginn von der U23 von Eintracht Braunschweig ins Ruhrgebiet gewechselt, stach in den letzten drei Liga-Spielen direkt nach seiner Einwechselung. Gestern war er gerade einmal gefühlte zehn Sekunden auf dem Platz und verwandelte direkt zum vielumjubelten 4:1 Siegtreffer in der 86. Spielminute.



Ein „goldenes“ Händchen des Trainers, aber auch ein starkes Backup auf der Bank, wenn wie in HZ Eins die Konzentration nachlässt. Manch einer meint, der Trainer könnte auch den Platzwart einwechseln und der würde das Spiel entscheiden. Apropos „Platz“: Bei so viel sportlicher Klasse in der Mannschaft, schaffen es nicht viele in der 18er Spieltagskader, so auch nicht der langjährige Stürmer (und früher eigentlich immer gesetzte) Marcel Platzek, der zwar bei den letzten Spielen nicht im Kader war, aber am Ende mit der Mannschaft trotzdem vor der „West“ feierte. Das spricht für den Teamgeist und die Einstellung der gesamten Mannschaft. Auch Christian Titz betonte in der Pressekonferenz, das an einem anderen Spieltag die Kaderkonstellation auch wieder anders aussehen könnte.



Gestern fand sich Marcel Platzek auf der Tribüne wieder, während seine Kollegen auf dem Rasen wirbelten. Der Bonner SC eigentlich mit anderen Saisonzielen gestartet, sieht sich aktuell im Abstiegskampf und überzeugte auch nicht so richtig an der Hafenstraße: Mit provozierenden Zweikämpfen und Verbalgefechten sowie übertriebenen Zeitspiel, lässt sich in dieser Saison in Essen kein Blumentopf gewinnen. Im Gegenteil: Verlangsamte Abschläge und Einwürfe sowie immer wieder aufs neue die eigenen Schuhe zu schnüren und Stutzen zu richten zeugt nicht von sportlicher Klasse, aber nervte anscheinend nur die Fans und Journalisten, die Essener Spieler gingen mit voller Konzentration zu Werke, so dass in der 27. Spielminute folgerichtig das 1:0 durch Alexander Hahn fiel. Fast im Gegenzug dann plötzlich einen von Daniel Heber verursachten Elfmeter für den Bonner SC, den Dario Schumacher eiskalt verwandelte (30. Spielminute).



Aber anders als in den vergangenen Spielzeiten, gab es bei den Essener Fans kaum Zweifel, dass die Mannschaft den verdienten Sieg nicht einfahren würde. Wie schon vor dem Spiel wurde völlig entspannt der Bratwurst und dem Bierchen gefrönt, um kurz nach Wiederanpfiff den letzten Schluck Gerstensaft im Becher vor Freude in hohem Bogen über die Tribüne zu verteilen. 2:1 für Rot-Weiss durch Daniel Heber (erster Saisontreffer), der damit seiner Fehler aus HZ 1 wieder egalisierte. Auch wenn die Bonner noch zu ein bis zwei Chancen kamen, nahm das Spiel seinen erwarteten Lauf. Der eingewechselte Hedon Selishta besorgte (nach einigen Chancen vorher) in der 76. Spielminute das 3:1 und sieben Minuten später war Joker Nummer zwei Ayodele Adetula zur Stelle.



4:1 Heimsieg. Starke Leistung Rot-Weiss Essen Mannschaft und Fans ("Wir stehen zu Dir, Scheiss auf Liga 4, Nie wieder, wieder, wieder"). Mindestens über Nacht Spitzenreiter der Regionalliga West und noch ein Nachholspiel in Petto. Wie sich die Zeiten ändert. Grauste den rot-weissen Fans vor einiger Zeit noch der Gang zur Hafenstraße (sie kamen trotzdem), können die RWE-Fans heute den nächsten Spieltag kaum erwarten: Am 29. September kommt es zum Duell mit dem direkten Verfolger SC Verl und der Möglichkeit gegen die "Bauernschaften" (Fan-Betitelungen) das Punktekonto zu erhöhen. In diesem Sinne: Volley in Richtung Liga 3! Glück auf !!!

> zu den Rot-Weiss Essen Fotos

> zu den Bonner SC Fotos

Glückwünsche an dieser Stelle an die Kollegen vom RWE-Fanmagazin "JaWattDenn", die gestern zu ihrem Jubiläum (15 Jahre) auch vom Verein vor dem Spiel geehrt wurden.

 

Inhalt über Klub(s):
Spielergebnis:
4:1
Zuschauerzahl:
11.009
Gästefans
50

Ligen

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Regionalliga
Stadionname:
Stadion Essen
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