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Hochphasen und Tristesse beim BFC Dynamo: (Foto-)Rückblick von 1994 bis 2018

 
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MB 07 Dezember 2018
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Immer wenn man denkt, eine Talsohle sei erreicht, geht es noch eine Ecke tiefer hinab. 0:3 gegen den VfB Auerbach vor 301 im Jahn-Sportpark. Abstiegsgefahr in der Regionalliga Nordost - und selbst viele der treuesten Fans bleiben inzwischen den Heimspielen fern. Kein Wunder, gab es zuvor im gleichen Stadion bei der VSG Altglienicke eine 0:5-Klatsche (vor immerhin 722 Zuschauern) und ein 0:3 gegen den FC Rot-Weiß Erfurt. Davor gab es gegen Union Fürstenwalde daheim ein 0:0 zu sehen. Der letzte Heimtreffer durfte am 06. Oktober 2018 gegen den FC Viktoria 1889 Berlin gefeiert werden. Nun also 301 Zuschauer gegen Auerbach. Somit waren es fast exakt 14.000 Zuschauer weniger als beim DFB-Pokalspiel gegen den 1. FC Köln im Berliner Olympiastadion. Solche krassen Zuschauerschwankungen kennt man punktuell vom Balkan, hierzulande dürfte dies jedoch einmalig sein. Es wurde bereits öfters geschrieben: Der BFC Dynamo ist nach dem Aufstieg 2015 in der Regionalliga Nordost nie richtig angekommen, im Jahn-Sportpark erst recht nicht, wenngleich dieses Stadion einst in den 70ern und 80ern die alte Heimstätte war. 

Über die Gründe des derzeitigen Desasters soll an dieser Stelle gar nicht großartig gesprochen werden, vielmehr gibt es - wie bereits über den F.C. Hansa Rostock, den 1. FC Lok Leipzig und die BSG Chemie Leipzig - einen Foto-Rückblick von der Nachwendezeit bis zur Gegenwart. In Planung sind bis Weihnachten weitere Rückblicke über den 1. FC Union Berlin, den 1. FC Magdeburg, den SV Babelsberg 03, den FC Energie Cottbus und die SG Dynamo Dresden - sprich über die Vereine, bei denen genügend eigenes Material vorhanden ist.

Nun denn, los geht´s: Nach der konfusen, gewaltbeladenen Wendezeit wurde es beim FC Berlin in der Saison 1991/92 ruhiger. Manch ein einstiger Platzhirsch der DDR-Oberliga fand sich nun in einer der drei Staffeln der NOFV-Oberliga wieder. Was für ein Trauerspiel! Während der FC Berlin (BFC Dynamo) in der Nordstaffel unter anderen gegen Post Neubrandenburg, Wacker 04 Berlin, Motor Eberswalde und Bergmann-Borsig Berlin kicken musste, spielte der Erzrivale 1. FC Union Berlin in der Staffel Mitte unter anderen gegen den 1. FC Magdeburg, den FC Energie Cottbus, den SV Thale 04, den FV Wannsee und den BSV Spindlersfeld. Der FSV Zwickau und der FC Sachsen Leipzig mussten indes in der Südstaffel ran und hatten es unter anderen mit Soemtron Sömmerda, den FV Zeulenroda und den SC 1903 Weimar zu tun. Für die großen Vereine war diese Oberliga quasi ein Genickbruch. Eine einzige Mannschaft konnte in Form der Relegation den Sprung nach oben in die 2. Bundesliga packen. Sinnbild des Ganzen: In der Vierergruppe nahm auch der VfL Wolfsburg teil, und dieser konnte sich gegen Union Berlin, FC Berlin und FSV Zwickau durchsetzen.

Apropos, das Aufstiegsrundenspiel im Frühjahr 1992 zwischen den Eisernen und den Wölfen war mein erstes Spiel, bei dem ich das erste Mal Unioner und BFCer live in einem Stadion sah. Da das Spiel des FC Berlin zeitversetzt stattfand, fuhren nach Abpfiff einige BFCer rüber nach Köpenick und mischten sich dort unters Volk. In deren Reihen erkannte ich sogleich einen aus der einstigen Parallelklasse der POS: Unser Berger, der auf dem Schulhof mal gern die anderen in den Schwitzkasten nahm. Ich wohnte zu jener Zeit im Rheinland, nur punktuell konnte ich mir bis 1994 ein Bild von machen, was fußballtechnisch in der Heimatstadt Berlin ging.

In der Oberligasaison 1992/93 wurde der FC Berlin am Ende nur Vierter, zu den Spielen kamen nur noch arg wenige Fans. Sinnbild war für mich ein Auswärtsspiel bei Bergmann-Borsig. Damals ja noch ohne Handy und google maps irrte ich dort in der Gegend herum und suchte den passenden Sportplatz. Ich fragte Passanten, die mich jedoch nur erstaunt anguckten: „Fußball? Hier? FC wer?“ Ich brach damals die Suche ab, der Kick fand wohl auf irgendeinem Nebenplatz statt. 

In der Folgesaison wurde es wieder Rang vier. Vielleicht wäre das Ganze ewig so weitergegangen, wenn nicht in der Saison 1994/95 die neuen Regionalliga eingeführt worden wären. Als Tabellenvierter war der FC Berlin in der Regionalliga Nordost mit von der Partie - und der Spaß konnte wieder beginnen. Alte Gegner - neuer Schwung. Es gab wieder Derbys gegen den 1. FC Union Berlin, und eines der Highlights war die Auswärtstour nach Leipzig-Leutzsch im November 1994. Im Gästekäfig des AKS wurde kräftig an den Netzen gezerrt, auf Heimseite waren die Chemiker gut auf Achse. Nach dem Spiel bekam ich von Leutzschern draußen ein fettes blaues Auge verpasst, später gab es noch Bambule mit der Polizei am alten Leutzscher Bahnhof und am Hauptbahnhof, wo im Türspalt des Zuges sogar Feuerlöscher in Richtung Behelmte entleert wurden. 

Nach einem Jahr Regionalliga war die große Euphorie wieder weg, doch punktuell gab es erfreuliche Highlights. So wollten im Sportforum Hohenschönhausen das Duell FC Berlin vs. 1. FC Dynamo Dresden (3:4) rund 2.000 Zuschauer (zirka 500 Gästefans) sehen. In der Saison 1999/2000 - es war die Zeit, in der ich mit drei Freunden mit zwei selbstgebauten Booten nach Sydney segeln wollte, verpasste der BFC Dynamo (der alte Name wurde wieder angenommen) komplett den Anschluss. Die Regionalligen wurden reformiert, doch für Rang sechs / sieben hätte es sowieso nicht gereicht. Die Weinroten fanden sich als Vorletzter in der Tabelle der NOFV-Oberliga wieder. 

Erstaunlich war, dass sich der BFC wieder so schnell aufrappeln konnte. Mit gehörigen Vorsprung vor Hertha BSC II durfte in der Nordstaffel der NOFV-Oberliga der Meistertitel gefeiert werden, und es wartete nun das Aufstiegsduell gegen den Südmeister 1. FC Magdeburg. Das Ganze wurde eine prima Hausnummer. Ein volles Sportforum mit zwei gut gefüllten Fankurven. Volle Kapelle auf beiden Seiten. Leider gab es keine Tore zu sehen. Das Rückspiel im Magdeburger Ernst-Grube-Stadion konnte ich nur vor dem Fernseher verfolgen. Zwischenzeitlich war der BFC Dynamo - es stand 2:2 - sogar aufgestiegen, doch am Ende konnte der 1. FCM die Partie mit 5:2 für sich entscheiden. 

Der BFC Dynamo stand vor einem Scherbenhaufen. Finanziell ging man aufs Ganze - und nun ging sogar auch noch der Hauptsponsor pleite. Während der Oberligasaison 2001/02 musste der BFC Dynamo Insolvenz anmelden. Dank eines Kraftaktes der Fans (und seiner befreundeten Kreise) konnte das totale Aus verhindert werden. Statt eines Neubeginns in der Kreisliga C durfte 2002/03 immerhin in der Verbandsliga Berlin gespielt werden. Logisch, dass in der Folge wiederum nur die Treusten zu den Spielen kamen. Nach Rang drei in der Saison 2002/03 wurde in der Saison darauf der Aufstieg in Angriff genommen. 

Am 08. April 2004 wurde das Spiel beim BFC Preußen mit 3:1 gewonnen. Nach Abpfiff feierten im Dämmerlicht einige BFCer auf der Tartanbahn. Es war die Vorentscheidung, der Aufstieg war quasi in trockenen Tüchern. Ein Highlight war zudem das Pokalhalbfinale gegen den Oberligisten Yeşilyurt. 2.000 Zuschauer fanden sich im Sportforum ein, für die Heimfans geöffnet war nur die Haupttribüne und eine Ecke der Gästekurve. Die wenigen Gästefans durften sich auf der Gegengerade ausbreiten. Bei erhitzter Atmosphäre wurden Fladenbrote zu riesigen Handschuhen umfunktioniert, später flogen diese in den Innenraum. 

Mit mächtig viel Schwung und Euphorie ging es in die Oberligasaison 2004/05. Nicht selten kamen über 1.000 Zuschauer zu den Heimspielen im Sportforum, und das Vereinsheim wurde ein wichtiger Treffpunkt der Fans. In der Spielzeit 2005/06 gab es endlich wieder die Duelle mit dem 1. FC Union Berlin. Vor dem Hinspiel im Stadion An der Alten Försterei gab es in der Diskothek Jeton einen hässlichen Polizeieinsatz, am Spieltag selbst war die Stimmung unter den 4.500 anwesenden BFC-Fans sehr verhalten. Auf dem Rasen (es wurde zuvor überlegt erst gare nicht anzutreten) gab es für den BFC Dynamo nichts zu holen. Mit 8:0 konnten die Eisernen gewinnen.

Beim Rückspiel war die aktive Fanszene des 1. FC Union grillen, doch immerhin 1.500 Eiserne fanden den Weg in den Gästeblock. Vor über 6.000 Zuschauern entwickelte sich eine muntere ausgeglichene Partie, doch beim Stand von 1:1 musste das Ganze abgebrochen werden. Bei zahlreichen BFCern gingen die Gäule durch, der Platz wurde gestürmt, die Bilder von geschmissenen Staub und Steinen ging um die Welt.

Während in der Folgesaison die Stimmung in Berlin-Hohenschönhausen sehr gedrückt war, kam 2007/08 wieder Bewegung rein. Der Grund: Dank einer erneuten Regionalliga-Reform konnten die ersten drei Mannschaften sicher aufsteigen. Über Umweg konnte auch der Vierte dabei sein. Die Fans hatten auf gut Deutsch gesagt richtig Bock.

So fuhren im Dezember 2007 über 1.200 BFCer mit zum Auswärtsspiel beim F.C. Hansa Rostock II, das im Ostseestadion ausgetragen wurde. Was für eine Stimmung im Gästeblock! Das 1:1 wurde am Ende gefeiert wie ein Sieg. Beim Fußmarsch zum Hauptbahnhof gab es vor einem örtlichen Sonnenstudio noch ein Tänzchen mit der Polizei zu den Rhythmen von „Seven Nation Army“. Aber was soll man sagen? Am Ende reichte es nur für Rang fünf. Das war richtig bitter! Fantechnisch wäre zu jenem Zeitpunkt der Aufstieg in die Regionalliga perfekt gewesen. Die Alten waren noch jung genug, und ständig schauten neue Jungs auf den Rängen vorbei um einmal Anzuschnuppern. 

Endlich mal in den Westen! Die Regionalliga war 2008/09 in drei Staffeln geteilt. Der BFC Dynamo wäre unter anderen zu Holstein Kiel, zum VfB Lübeck, zu Altona 93 und zu Hannover 96 II gereist. Da darf man gar nicht drüber nachdenken. Zu bitter, dass es damals die Mannschaft nicht auf die Kette gebracht hatte, Rang vier zu erreichen. Stattdessen ging es in der NOFV-Oberliga weiter. Richtig gut schaute es 2009/10 aus. Der Kader war gespickt mit prima Spielern, die Hinrunde verlief prima, doch dann kam der Bruch. Mit einem Sonderzug fuhren 2.000 BFC-Fans am 13. März 2010 nach Cottbus, doch nach blutleerem Spiel musste sich der BFC mit 0:2 dem FC Energie II geschlagen geben. Am Ende der Saison betrug der Rückstand zum Tabellenführer acht Punkte.

Nach durchwachsener Saison 2010/11 gab es 2011/12 die nächste fette Möglichkeit. Wieder gab es Dank einer Regionalliga-Reform die Möglichkeit als Tabellenvierter bequem aufzusteigen. Im Glücksfall hätte sogar Rang sechs gereicht. Stattdessen fand sich der BFC Dynamo auf Platz 13 wieder. Mit den Zwischenfällen beim DFB-Pokalspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern hatte die Saison begonnen, mit Resignation und Frust hatte sie geendet. Der BFC Dynamo wird niemals aufsteigen, wurde immer betont. Verband und Umfeld und auch interne Kräfte wüssten einen Aufstieg zu verhindern.

Umso erstaunlicher war dann die Saison 2013/14, in der die Mannschaft voll durchzog und ungeschlagen blieb (27 Siege und drei Remis). Unvergessen war das Auswärtsspiel beim FC Pommern Greifswald, für das ein Sonderzug organisiert wurde.

Tja, und nun? Die Mega-Euphorie? Sicherlich wurde der Aufstieg ausgelassen gefeiert, und die Auswärtsspiele in der ersten RL-Saison in Magdeburg, Jena und Zwickau waren richtig gut, doch bleibe ich dabei: Der Sprung nach oben kam einfach fünf Jahre zu spät. Wie viele Kumpels hatte ich im Zeitraum von 2005 bis 2011 mit ins Sportforum geschleppt?! Allein dieser Haufen hätte locker eine eigene - durchaus stabile - Gruppierung mit 30 bis 50 Mann gründen können. Die meisten von ihnen wendeten sich jedoch nach und nach eines Tages ab und kamen nie wieder. Den einen kotzten die Zwischenfälle beim Spiel gegen Kaiserslautern an, die anderen sahen im Verein selbst zu viele Widersprüche und demzufolge keine Zukunft.

Seit 2014 wird nun in der Regionalliga Nordost gespielt, doch selbst Heimspiele gegen den 1. FC Lokomotive Leipzig und den FC Rot-Weiß Erfurt hatten zuletzt nicht mehr genügend Reiz, um mal eben 3.000 Zuschauer anzuziehen. Absolute Höhepunkte waren in den letzten Jahren die Berliner Pokalendspiele und die Auftritte im DFB-Pokal. Auch wenn es am Ende eine deutliche Klatsche gegen die Kölner gab - es wurde der erste Treffer in diesem Wettbewerb erzielt. Der Jubel zum 1:0 konnte sich hören und sehen lassen. Mensch ja, da steckt noch immer Potential drin, denkt man bei solch einem Anblick. Dann aber schweifen im Regionalligaalltag die Blicke über die Ränge des JSP - und man denkt: Scheiße, wie soll das eigentlich weitergehen?

Kurioserweise haben derzeit zahlreiche BFC-Fans mehr Freude an den Auftritten im Berliner Pokal. Auswärts auf einem Sportplatz eines unterklassigen Vereins. Mitunter mal was Neues, ein Bierchen am Geländer, einfach quatschen, und die Hoffnung, mit Pokalfinale und (wenn es gut läuft) DFB-Pokal wenigstens wieder zwei weitere Höhepunkte im warmen Halbjahr zu haben. Was jedoch den Ligaalltag angeht, sehe ich persönlich keine rosige Zukunft. Ein RL-Spiel gegen Auerbach im Jahn-Sportpark oder ein OL-Spiel gegen Hansa II oder Blau-Weiß 90 im Sportforum? Was soll die Zukunft - was wird die Zukunft sein? Ganz ehrlich: Ich weiß es nicht!

Fotos: Marco Bertram, Patrick Skrzipek

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b*c

b*c war ein Scheiss Verein, ist ein Scheiss Verein und bleibt ein Scheiss Verein
Wie kann man nur einen Verein nur so verklären.
Die Vollhonks von damals gibts ja leider zum teil immer noch.

D Heins

K
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Guter Artikel! Dem BFC sind zwei Generationen von Fans weg gebrochen. Die Gründe dafür sind vielfältig, liegen aber zuerst in der Gewalt der 90er begründet. In den Schulen spielt der BFC keine Rolle mehr. Hier ist Hertha und Union das Thema, dazu dann der Anteil an BVB und Bayern-Fans. Verirrt sich doch ein Jugendlicher ins Stadion, erlebt er Totenstimmung. Die Ultras geben sich zwar alle Mühe sind aber auch schon im gehobenen Alter. Für einen außenstehenden 12-16 jährigen sind das Opas. Vom Rest des Publikums zu schweigen. Da kommt es bei den meisten dann auch eher darauf an, cool da zu stehen. Sing-Sang ist nämlich doof und uncool. Familienblock und andere Sachen sind schon über Jahre im Gespräch, aber nie richtig verwirklicht worden. Was der außenstehende Jugendliche also wahr nimmt, ist ein leeres Stadion mit Friedhofsruhe, bevölkert von "Greisen". Ich denke nicht Marco, das wir im jugendlichen Alter, so einem Verein einen zweiten Besuch abgestattet hätten. Warum sollte es die Jugend heute also anders halten? Der BFC ist wie England, es hat eine große Vergangenheit, aber nicht die gleiche Zukunft vor sich.

N
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immer weiter

Immer weiter weinrot/weiß! Auf eine Talfahrt folgt auch wieder ein Aufstieg. Viel Glück und Durchhaltevermögen weiterhin gewünscht!

W
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