Werbung Noch keinen Kalender 2026? Unsere historischen Kalender sind das perfekte Geschenk – für Dich und alle anderen!

Enkes Tod zieht Hannover 96 in den Abstieg

Es klingt mysteriös, aber die Statistik spricht dafür: Seit dem Tod ihres Torwarts Robert Enke am 10. November 2009 konnte Hannover 96 kein einziges Spiel mehr für sich entscheiden. Die Gründe für die sportliche Misere können vielfältig sein: Die Mannschaft könnte einfach schlecht spielen, was sie objektiv gesehen nicht tut – auch nicht in der gestrigen Partie gegen Hertha BSC Berlin. Der neue (frühere Ersatz) Torwart Florian Fromlowitz ist zu unerfahren für die Bundesliga. Ein Argument das eindeutig durch die bisherigen zehn Zweitligaeinsätze für den 1. FC Kaiserlautern und 22 Erstligaeinsätze für Hannover entkräftet werden kann. Der naheliegendste Grund, so traurig es auch ist, ist der Tod von Robert Enke.

Es klingt mysteriös, aber die Statistik spricht dafür: Seit dem Tod ihres Torwarts Robert Enke am 10. November 2009 konnte Hannover 96 kein einziges Spiel mehr für sich entscheiden. Die Gründe für die sportliche Misere können vielfältig sein: Die Mannschaft könnte einfach schlecht spielen, was sie objektiv gesehen nicht tut – auch nicht in der gestrigen Partie gegen Hertha BSC Berlin. Der neue (frühere Ersatz) Torwart Florian Fromlowitz ist zu unerfahren für die Bundesliga. Ein Argument das eindeutig durch die bisherigen zehn Zweitligaeinsätze für den 1. FC Kaiserlautern und 22 Erstligaeinsätze für Hannover entkräftet werden kann. Der naheliegendste Grund, so traurig es auch ist, ist der Tod von Robert Enke.

Dabei nicht nur der Tod des Fußball-Nationaltorwarts alleine, sondern vor allem die Inszenierung seiner Beerdigung: Am 10. November 2009 nahm Robert Enke sich an einem Bahnübergang in Neustadt am Rübenberge, Ortsteil Eilvese das Leben. Enke litt an Depressionen. Nicht nur in Deutschland war die Trauer groß: Obwohl Robert Enke nur ein Spiel für sie bestritt, gedachte der FC Barcelona vor seinem Pokalspiel gegen Cultural Leonesa mit einer Schweigeminute an Robert Enke. Die Katalanen liefen dazu mit Trauerflor auf. Auch Benfica Lissabon, wo er von 1999 bis 2002 spielte brachte Ihre Trauer auf der vereineigenen Homepage zum Ausdruck. Ob DFB, UEFA oder FIFA auch die großen Verbände zeigten sich bestürzt. Der DFB sagte unter anderem das Länderspiel Deutschland-Chile ab.

H96

Alle Beileids-Bekundungen und -Aktionen waren dem Menschen Robert Enke würdig. Die Krönung war aber die Trauerfeier fünf Tage nach seinem Tod im Stadion von Hannover. 35.000 Fans, Freunde und Kollegen nahmen Abschied von dem großen Sportler. Die Feier wurde im Fernsehen übertragen. Der Sarg stand im Mittelkreis und wurde nach der Zeremonie von den 96er Spielern aus dem Stadion getragen. An dieser Stelle fragten sich manche, ob diese Inszenierung nicht zuviel war und ob Enke dies gewollt hätte. Der Druck auf die Mannschaft wurde mit diesem Ereignis sicherlich nicht gemindert: Der Sarg im Mittelkreis, in dem Stadion in dem sie noch elf Heimspiele austragen mussten. Man muss nicht besonders abergläubisch sein, denn auch die bisherigen Heimspiele nach der Trauerfeier belegen es schwarz auf weiss: drei Niederlagen und ein Unentschieden.

Robert Enke ist noch im Kopf der Mannschaft, verstärkt durch die emotionale Trauerfeier in der Arena. Auch das Trikot, das der Verein unter das Stadiondach hängte half der Mannschaft gegenteilig, deswegen wurde es jetzt entfernt. Trotz aller berechtigten Trauer: Was der Mannschaft fehlt, ist ein Heimsieg, um alle Flüche aus dem Stadion zu verbannen. An dieser Stelle sollte unser  Artikel-Foto auch symbolisch wirken: Statt grau lieber grün. Statt runter hoffentlich aufwärts. (R.S.)

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Nach oben scrollen