Hibernian, Honvéd, Hajduk und Xezer: Europa League auf Betriebstemperatur

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Bulgarien Fußballplatz

Anfang Juli kann man den Fußball – zumindest was die Pflichtspiele angeht – schon mal komplett vergessen. Durchatmen und Kraft tanken für die kommende Saison. Und während die meisten Mannschaften in Europa gerade locker in die Vorbereitungsphase starteten, begann bereits am 02. Juli 2013 in der Qualifikation der Europa League der Ernst des Lebens. Während parallel in der CL-Qualifikation die absoluten Mini-Vereine FC Schirak Gjumri (Armenien) und SP Tre Penne (San Marino) sowie der FC Lusitanos (Andorra) und EB/Strexmur (Färöer) aufeinandertrafen, waren in der ersten EL-Quali-Runde bereits namenhafte Vertreter zugange.

Windsor ParkAnfang Juli kann man den Fußball – zumindest was die Pflichtspiele angeht – schon mal komplett vergessen. Durchatmen und Kraft tanken für die kommende Saison. Und während die meisten Mannschaften in Europa gerade locker in die Vorbereitungsphase starteten, begann bereits am 02. Juli 2013 in der Qualifikation der Europa League der Ernst des Lebens. Während parallel in der CL-Qualifikation die absoluten Mini-Vereine FC Schirak Gjumri (Armenien) und SP Tre Penne (San Marino) sowie der FC Lusitanos (Andorra) und EB/Strexmur (Färöer) aufeinandertrafen, waren in der ersten EL-Quali-Runde bereits namenhafte Vertreter zugange.

So hatte es unter anderen Honvéd Budapest mit dem FK Celik Niksic aus Montenegro zu tun. Eine leichte Aufgabe für die Ungarn, deutlich mit 4:1 und 9:0 wurden die Jungs vom südlichen Balkan geputzt. Ebenso einfach hatte es Rosenborg Trondheim mit dem nordirischen Vertreter Crusaders FC, der klar mit 2:1 und 7:2 besiegt werden konnte. Weiter kam indes der Stadtrivale Linfield FC, der mit IF Fuglafjordur (2:0 und 3:0) ein recht leichtes Spiel hatte. Knapper ging es bei den beiden Aufeinandertreffen zwischen Drogheda United und Malmö FF zu. Am Ende konnten sich die Schweden mit 2:0 und 0:0 gegen die Iren durchsetzen. Ebenso bereits in der ersten Runde ausgeschieden ist St. Patrick´s Athletic. VMFD Zalgiris Vilnius zog mit einem 2:2 und einem 2:1 in die nächste Runde ein. Ganz bittere Zeiten hat derzeit der bulgarische Fußball. Levski Sofia blamierte sich gegen den kasachischen Vertreter Ertis Pawlodar (0:0 und 0:2). Immerhin besser machte es ein anderer bulgarischer Klub. Botew Plowdiw konnte sich deutlich gegen den ebenso aus Kasachstan stammenden Verein FK Astana mit 1:0 und 5:0 durchsetzen.

Novi SadNicht einmal 300 Kilometer sind es von Budapest aus bis in die serbische Stadt Novi Sad, die sich in der Autonomen Provinz Vojvodina befindet. Am heutigen Donnerstagabend trifft der zweimalige Jugoslawische Meister (1966 und 1989) FK Vojvodina Novi Sad auf den ungarischen Hauptstadtklub Honvéd Budapest. Immerhin bereits 13-mal konnte Hónved Meister in der ungarischen Fußballliga werden. Das interessante an diesem Duell: In der Autonomen Provinz Vojvodina leben neben Serben (rund 65 Prozent) auch sehr viele Ungarn (rund 14 Prozent). In einigen nördlichen Bezirken wie Subotica, Senta, Ada und Kanjiza hat die ungarische Bevölkerung sogar die Mehrheit. Kein Wunder also, dass dort die Ortseingangsschilder zweisprachig (ungarisch und serbisch) geschrieben sind. Keine Frage, das Duell Vojvodina Novi Sad gegen Honvéd Budapest hat es in sich.

SplitEin Balkan-Duell wird es auch an der kroatischen Adriaküste geben. Der 18-malige Meister (in Jugoslawien und Kroatien) HNK Hajduk Split trifft auf den mazedonischen Vertreter FK Horizont Turnovo. Dieser hatte sich in der ersten Qualifikationsrunde denkbar knapp gegen Süduva Marijampolé aus Litauen durchsetzen können. 2:2 im Hinspiel, 2:2 im Rückspiel. Im Elfmeterschießen konnten die Jungs aus der Ortschaft Turnovo (bei Strumica) die Oberhand behalten. Ein anderer kroatischer Vertreter – HNK Rijeka – hat es indes mit dem walisischen Verein Prestatyn Town zu tun. NK Lokomotive Zagreb muss dagegen im Hinspiel zum FK Dinamo Minsk reisen.

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Schwarzes MeerSerben und Russen sind sich recht nahe, wird zumindest häufig behauptet. Sich beschnuppern können in der Qualifikation der serbische Vertreter FK Jagodina und das Starensemble des zweimaligen russischen Meisters (2008, 2009) Rubin Kasan. Und wenn man schon einmal in Osteuropa ist: Wahrlich eine kurze Anreise hat der moldawische Fußballclub Dacia Chisinau. Nur 183 Kilometer Straßenweg zum Gegner: Tschornomorez Odessa. Wenn man bedenkt, dass es einen auch auf die fernen Färöer Inseln verschlagen könnte, diesbezüglich ein echtes Glückslos. Dacia Chisinau konnte bisher einmal (2011) den Meistertitel in Moldawien holen, Tschornomorez Odessa gelang dies in der UdSSR und in der Ukraine noch gar nicht. 1974 wurde Odessa immerhin Dritter in der sowjetischen Meisterschaft, in der Ukraine sprang 1995 und 1996 jeweils Platz zwei in der Abschlusstabelle heraus. Und apropos: Fans des SV Werder Bremen können sich vielleicht ganz dunkel dran erinnern. In der ersten Runde des UEFA-Pokals 1985/86 hatte es Werder mit dem Team aus Odessa zu tun. Es war aus deutscher Sicht kein schönes Aufeinandertreffen. Knapp (2:3 und 2:1) schied der SV Werder aus, Odessa durfte sich in der zweiten Runde über keinen geringeren als Real Madrid freuen.

MalmöVom Südosten in den Nordwesten Europas. Sicherlich stimmungsvoll wird das Duell Malmö FF gegen Hibernian Edinburgh. Gleiches gilt für die Begegnung Rosenborg Trondheim gegen FC St. Johnstone. Stichwort Stimmung. Über einige anreisende Gästefans wird sich der FC Differdingen 03 freuen dürfen, wenn am Abend das Spiel gegen Utrecht angepfiffen wird. Von Utrecht nach Luxemburg sind es rund 370 Kilometer, im europäischen Gesamtmaßstab sicherlich ein Klacks. Und das kurioseste Spiel der zweiten Qualifikationsrunde? Ganz klar, die Begegnung zwischen zwei Vereinen, die auf asiatischem Boden zu Hause sind. So empfängt der israelische Vertreter Maccabi Haifa den einmaligen aserbaidschanischen Meister FK Xezer Lenkeran. Die Luftlinie zwischen den beiden Städten führt schnurstracks über Syrien, den nördlichen Irak und die nördlichen Regionen des Iran. Willkommen in der Europa League! ;-)

Fotos: Marco Bertram, P. Schoedler, Jörg Pochert

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