FC Hansa Rostock U19 im DM-Finale: Zwischen Traum und Wirklichkeit

MB
 
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Hansa Rostock

Eine Mannschaft in Hansa-Trikots, die kämpft, leidenschaftlich Fußball spielt und gegen einen vom Papier her wohl übermächtigen Gegner gewinnt.
Schon das Wort „Mannschaft“ in diesem Anfangssatz macht wohl relativ klar, dass dies kein Bericht aus einem Spiel der Profis des FC Hansa werden wird. Aber wollen wir aufhören uns mit den Altlasten der vergangenen Saison zu beschäftigen. Im Moment gibt es einen sehr viel erfreulicheren Grund, über Hansa Rostock zu berichten. Selten saß ich in letzter Zeit mit so einem breiten Grinsen vor dem PC, um für diesen Bericht in die Tasten zu hauen.

Hansa RostockEine Mannschaft in Hansa-Trikots, die kämpft, leidenschaftlich Fußball spielt und gegen einen vom Papier her wohl übermächtigen Gegner gewinnt.
Schon das Wort „Mannschaft“ in diesem Anfangssatz macht wohl relativ klar, dass dies kein Bericht aus einem Spiel der Profis des FC Hansa werden wird. Aber wollen wir aufhören uns mit den Altlasten der vergangenen Saison zu beschäftigen. Im Moment gibt es einen sehr viel erfreulicheren Grund, über Hansa Rostock zu berichten. Selten saß ich in letzter Zeit mit so einem breiten Grinsen vor dem PC, um für diesen Bericht in die Tasten zu hauen.

Was irgendwie so klingt, als wäre es entweder schon Jahre her oder einfach nur ein Traum gewesen, ist am Sonntagnachmittag bzw. bereits letzten Donnerstag wirklich passiert. Um nun endlich mit der Sprache rauszurücken: Mit einem „Endstand“ von 3:1 sicherte sich die A-Jugend des FC Hansa Rostock einen der zwei begehrten Plätze im Finale um die Deutsche Meisterschaft der U19. Und das ist noch nicht alles. Obendrauf gibt’s am kommenden Sonntag noch das „Finale To Hus“.


Allianz ArenaVergangenen Donnerstag erfolgte der erste Paukenschlag. Als Außenseiter reiste die Mannschaft und mit ihr knapp 400 Fans zum Hinspiel nach München. Um es mit den Worten eines Bekannten aus München zu beschreiben: „Immer, wenn man der Meinung war, dass ihr euch einfach nur selbst feiert und das auf dem Platz egal ist, dann ist irgendwas passiert, das einen dazu brachte den Gedanken ganz schnell wieder zu verwerfen“. Es gab mal wieder Grund zum Jubeln und so wurde aus dem „Sich selbst feiern“ das Feiern einer Mannschaft, die mit Mann und Maus das eigene Tor verteidigte und die wenigen Chancen, ein eigenes Tor zu erzielen, gnadenlos ausnutzte.

DKB-ArenaDas völlige Ausrasten, was schon beim 0:1, spätestens aber beim 0:2 im eher kleinen Gästebereich abging, sagte alles. Es ist nicht einfach nur die A-Jugend. Es ist eine Mannschaft, die viel Licht in eine Saison voller Schatten bringt. Vor allem die gezeigte Leistung sorgte dann am Sonntag bereits vor dem Spiel für die nächste Überraschung. Aufgrund von eher wenig Zuspruch im Vorverkauf wurde wohl mit maximal 3.000 Zuschauern gerechnet. Dass dann aber mehr als 8.000 den Weg ins Stadion finden sollten, hatten sich aber wohl nur die allergrößten Optimisten ausgerechnet. Und diese 8.000 Zuschauer sollten nicht enttäuscht werden. Während das Spiel in der ersten Halbzeit fast nur auf das Tor von Fabian Künnemann ging und dann auch das 0:1 für die Roten fiel, überzeugte die zweite Halbzeit dann auch in offensiver Hinsicht.

Zwei Hammer-Freistöße, die beide an der Latte endeten, brachten zusammen mit dem Kopfball (noch in der ersten Halbzeit), der ebenfalls am Querbalken landete, das Hansaherz wieder zum Durchdrehen. Doch der dritte Lattentreffer, nachdem dann Nils Quaschner den Ball zum erlösenden Ausgleich im Tor unterbrachte, sollte dann wieder für Beruhigung sorgen. Die Zeit lief und lief und irgendwie wurde man immer ruhiger, bis dann mit dem Anpfiff die ganze Anspannung abfiel und sich in ein breites Grinsen und eine ganze Menge stolz verwandelte.

Hansa RostockIhr lest richtig, man kann wieder stolz auf eine Hansa-Mannschaft sein! Und genau das sollten die Fans auch am Sonntag sein. Egal, wie das Spiel auch ausgehen mag. Schon die beiden Halbfinal-Spiele haben so viel wieder gut gemacht, was bei den Profis schief lief und ich denke, dass ich nicht alleine mit der Meinung da stehe, dass man sich genau dafür am Sonntag bedanken sollte.

Wie das zu schaffen sei? Indem mehr Leute ins Stadion gebracht werden als es bei der ersten Mannschaft auf den Rängen waren. Und der Gegner? Dieser wird der VfL Wolfsburg sein. Die jungen Wölfe konnten auch das zweite Spiel am Dienstagabend vor 11.404 Zuschauern beim FC Schalke 04 gewinnen und somit – zumindest laut Ergebnis – recht locker ins Finale einziehen!

Fotos: Archivaufnahmen von turus.net

> zur turus-Fotostrecke: FC Hansa Rostock

 

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