Berliner Pokal: Lichtenberg, Tasmania, Füchse und der BFC mit hohen Siegen

MB
 
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Lichtenberg 47Keine Frage, in der vierten Runde des Berliner Pilsner Pokals bekamen die Zuschauer reichlich Tore zu sehen. Interessant: Keine einzige Partie ging in die Verlängerung, auf sämtlichen Plätzen fiel die Entscheidung in der regulären Spielzeit. So auch beim Spiel SV Lichtenberg 47 gegen BFC Preussen. Einst spielten die Preussen aus Lankwitz in der Oberliga, während die Lichtenberger in der Berlin-Liga zu Hause waren. Mittlerweile hat sich das Blatt komplett gewendet. Lichtenberg 47 ist in die NOFV-Oberliga aufgestiegen, der BFC Preussen rutschte zuletzt sogar aus der Berlin-Liga in die Landesliga (siebte Spielklasse) ab. 

Der Klassenunterschied zwischen beiden Mannschaften wurde am Samstagabend mehr als deutlich. Vor 171 Zuschauern hatte Lichtenberg 47 in der HOWOGE-Arena „Hans Zoschke“ von Beginn an alles im Griff. So erklang bereits nach 19 Minuten aus den Lautsprechern ein „Ene, mene Miste, es rappelt in der Kiste...“ Oliver Götze bekam von links eine prima Vorlage, die er ganz locker verwerten konnte. 1:0 für L47. Nur zehn Minuten später machte Götze das 2:0, dieses Mal kam die Vorlage über rechts. Im Anschluss gab es zwar ein zaghaftes Aufbäumen der Lankwitzer, doch es nutzte nichts. In der 39. Minute lochte Götze zum 3:0 ein. Lupenreiner kann ein Hattrick nicht sein! 

5:0Auch im zweiten Spielabschnitt blieb Oliver Götze Dreh- und Angelpunkt. Zuerst besorgte er fast das 4:0, dann legte er für Lukas Rehbein auf. Dessen Schuss ging jedoch an den linken Pfosten. Preussens Nummer 13 hatte in der 80. Minute die Möglichkeit, auf 1:3 zu verkürzen, doch sein Schuss allein vor dem Lichtenberger Gehäuse glich eher einer Rückgabe. Besser machte es auf der Gegenseite Doumbia, der in der 83. Minute auf 4:0 erhöhte. Nur eine Minute später klingelte es noch einmal im Lankwitzer Gehäuse. 5:0 für die Hausherren. Der Torschütze? Oliver Götze!

BFCEbenfalls mit 5:0 gewinnen konnte der SV Tasmania Berlin, der als Aufsteiger in der laufenden Berlin-Liga-Saison erst nach und nach Fahrt aufnehmen konnte. Gegen den Landesligisten 1. FC Lübars gab es im heimischen Werner-Seelenbinder-Sportpark keinerlei Probleme, problemlos wurde der Einzug in die fünfte Runde bewerkstelligt. Erwartungsgemäß leicht war für den BFC Dynamo die gestellte Aufgabe. Gegen den Landesligisten SF Johannisthal bekamen die 238 zahlenden Zuschauer einen (am Ende) ungefährdeten 8:2-Sieg zu sehen. Zur Halbzeit stand es bereits 4:0. Nach dem Pausentee ließ man die Zügel etwas schleifen, so dass die Gäste besser ins Spiel kamen und auch zwei Törchen erzielen konnten. Sven Klawiter brachte Johannisthal auf 2:4 heran, in der Folgezeit fiel fast noch ein weiterer Gästetreffer. Allerdings legten die Hausherren wieder ein Schippchen drauf und schoben vier weitere Tore nach. Mann des Tages war der vor der Saison nach Berlin-Hohenschönhausen zurückgekehrte Nico Patschinski, der gegen Johannisthal vier Treffer erzielen konnte.

HermsdorfRichtig was los war beim Duell zwischen dem Landesligisten Spandauer SV und dem Oberligisten VSG Altglienicke. Die Spandauer spielen sich derzeit in der Liga in einen wahren Rausch. 45 Tore schoss das Team in nur acht Saisonspielen. Nur dreimal ließ der SSV ein Gegentor zu. Allein Mehmet Aydin traf bereits satte 14-mal ins Schwarze. Auch gegen den Oberligisten aus Altglienicke rollte der Spandau-Express weiter. Mit 6:5 konnte der Underdog gegen den Favoriten gewinnen. Ebenfalls denkbar knapp ging es beim Spiel zwischen SV B.W. Berolina Mitte und CFC Hertha 06 aus. Mit 5:4 konnten die Gäste die Oberhand behalten. Deutlicher konnten dagegen die Füchse Berlin Reinickendorf die Sache gegen SD Croatia gestalten, nach dem 5:1-Sieg überwintern auch die Füchse im Berliner Landespokal. Etwas überraschend gewann der Landesligist Grünauer BC 1917 gegen den Berlin-Ligisten VfB Hermsdorf. Im Ligabetrieb mussten sich Hermsdorfer in den bisherigen zehn Saisonspielen erst zweimal geschlagen geben. Um so mehr wird das Ausscheiden im Pokalwettbewerb schmerzen.

TebeVom Namen her zur wohl interessantesten Begegnung kam es bereits am Freitagabend. Der Berlin-Ligist Tennis Borussia Berlin empfing den Regionalligisten Berliner AK 07, der auch im DFB-Pokal noch vertreten ist und am Ende des Monats gegen den TSV 1860 München antreten wird. Gegen einen spielstarken BAK hatte die Mannschaft von Tebe nicht viel entgegenzusetzen. Bei miserablen Witterungsbedingungen versuchten die Lila-Weißen zwar ihr Bestes und zeigten vollen Einsatz, doch das erste Tor machten die Gäste aus Berlin-Moabit. In der 20. Minute war es Niklas Brandt, der mit dem Kopf die BAK-Führung besorgte. Ebenfalls mit Köpfchen erzielte Ali Avcioglu in der 41. Minute das 2:0 für den Favoriten. Großer Jubel allerdings auf der Haupttribüne des Mommsenstadions, als kurz vor dem Pausentee Gino Krumnow per Fernschuss den 1:2-Anschluss besorgte. So bekamen die Zuschauer immerhin eine spannende zweite Halbzeit zu sehen, in der dann schließlich in der 68. Minute das 3:1 für den Berliner AK fiel. Letztendlich blieb es beim 3:1 aus Sicht der Gäste, die weiterhin auf drei sportlichen Hochzeiten tanzen dürfen.

Fotos: M. Bertram, G. Dawson

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