Herthas klare Ansage an die Konkurrenz: 6:1-Sieg im Reinickendorfer Fuchsbau

MB
 
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Füchse - Hertha 03Während sich die Profis von Hertha BSC langsam aber sicher für das Zweitligaduell gegen den SC Paderborn 07 warm machten, legten die Jungs des Sechstligisten Hertha Zehlendorf bei den Füchsen Berlin-Reinickendorf bereits los wie die Feuerwehr. 23.400 Zuschauer sahen den Saisonauftakt der 2. Bundesliga im Berliner Olympiastadion, 208 waren es, die den Start in die Berlin-Liga-Saison 2012/13 auf dem Sportplatz am Freiheitsweg sehen wollten. Hautnaher dran waren definitiv die Fußballfreunde beim Spiel der Füchse gegen die kleine Hertha. Nur ein Meter trennt die Außenlinie von der kleinen Bande, hinter der zahlreiche Bänke für die Fans stehen.

FüchseFußball ohne Schnickschnack. Keine langen Schlangen am Bierstand. Humane Preise. Und nun ja, Alkohol im Pils. Wirklich bemerkenswert sind die Hamburger, die bei den Heimspielen der Reinickendorfer Füchse (jetzt Füchse Berlin) gebrutzelt und sorgsam zusammengelegt werden. Bei schönem Wetter kann das Fußballschauen auf der Sportanlage am Freiheitsweg wirklich ein angenehmes Erlebnis sein.

Den Auftakt der Berlin-Liga-Saison 2012/13 (Verbandsliga / sechste Spielklasse) bildete das Duell zweier Vereine, die über Berlin hinaus bekannt für ihre Nachwuchsarbeit sind. Mitte der 90er Jahre spielten die Reinickendorfer Füchse und der FC Hertha 03 Zehlendorf gemeinsam mit dem 1. FC Union Berlin und anderen Hochkarätern in der Regionalliga Nordost. Beide mussten allerdings den Weg in die Oberliga antreten. Bereits 2001 reichte es bei Hertha 03 nicht mehr dafür, seitdem ist die Verbandsliga das sportliche Zuhause der ersten Herren. Die Füchse aus Berlin-Reinickendorf konnten sich länger in der Oberliga NOFV-Nord behaupten, doch zuletzt ging auch ihnen die Puste aus. 

Guido SporkWährend die Füchse in der laufenden Saison allein um den Klassenerhalt spielen werden, haben die Jungs des FC Hertha 03 Berlin-Zehlendorf ganz andere Ziele. Im Ernst-Reuter-Stadion soll nach Möglichkeit schon bald Oberligafußball zu sehen sein. Neben Eintracht Mahlsdorf wird Hertha 03 als Aufstiegsfavorit gehandelt. Allein der Zehlendorfer Mannschaftskapitän lässt erstaunen. Kein geringerer als Guido Spork führt bzw. treibt die kleine Hertha an. Der 1975 in Berlin geborene Spork spielte einst beim SV Meppen, VfL Osnabrück, bei Hannover 96, dem SC Paderborn 07, dem 1. FC Union Berlin und dem BFC Dynamo. Zuletzt ließ er beim Brandenburger SC Süd 05 und dem 1. FC Lok Stendal den Ball rollen. Zum möglichen Ausklang seiner Karriere möchte es Guido Spork noch einmal wissen und einen Aufstieg mit Hertha Zehlendorf feiern. Interessant: In der Jugend hatte er einst bei den Reinickendorfer Füchsen gespielt.

Hertha 03 begann in Reinickendorf sogleich wie die Feuerwehr. Bereits nach drei Minuten klingelte es das erste Mal im Gehäuse der Füchse. Hertha-Alarm im Fuchsbau! Till Wedemann hatte eingelocht, Füchse-Keeper hatte keinen guten Tag. Einen guten Tag hatten indes die Gäste aus Zehlendorf. Schnell war erkennbar, dass das Team in der Tat an der Spitze der Berlin-Liga mitmischen wird. Allein die nötigen Tore wurden im ersten Spielabschnitt nicht gemacht. Dass sich mangelnde Chancenverwertung rächen könnte, wurde in der 50. Minute ersichtlich. Plötzlich stand es 1:1. Die Füchse hatten kurz und schmerzhaft zugebissen.

FüchseHertha 03 legte nun ein Schippchen drauf. Marian Felix Polster hatte sich über links gut durchgearbeitet und fast das 2:1 für die Gäste vorbereitet. Bei einer einem Freistoß von Ilter Senkaya folgenden Ecke zeigte Füchse-Torwart Philip Schomanski wieder Unsicherheiten. Die Hertha-Führung lag in der Luft. Und so kam es auch. Hertha am Drücker und Sami Simsek machte in der 61. Minute über die linke Seite das 2:1 klar. Während die S-Bahn immer wieder hinter dem einen Tor vorbeifuhr, machte Hertha 03 ernst. Allerdings hatten die Hausherren noch eine richtig fette Gelegenheit zum Ausgleich! Betuma arbeitete sich über die linke Seite prima voran und legte Birol Cubukcu den Ball auf. Dieser vergab jedoch die Möglichkeit und schoss den Ball am rechten Winkel vorbei.

Im Anschluss fielen die Zehlendorfer Treffer wie reife Früchte. Louis-Nathan Stüwe beseitigte in der 68. Minute die letzten Zweifel. Guido Spork legte nur fünf Minuten mit einem Freistoßtreffer zum 4:1 nach. Der eingewechselte Marcel Czekalla erhöhte in der 77. und 86. Minute auf 5:1 und 6:1 für die ambitionierten Zehlendorfer. Ganz gewiss fiel der Sieg am Ende ein Tick zu hoch aus, allerdings gingen die drei eingefahrenen Punkte mehr als in Ordnung. Nachlegen muss nun der BSV Eintracht Mahlsdorf beim starken Aufsteiger SV Tasmania Berlin. Bereits am kommenden Mittwoch geht es weiter. Während Hertha 03 den Adlershofer BC empfängt, spielen die Füchse beim SC Staaken und die Mahlsdorfer (am Donnerstag) am Rosenhaag gegen den TSV Rudow.

> zur turus-Fotostrecke: Reinickendorfer Füchse – Hertha 03 Zehlendorf

 
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