Farbenfrohes Testspiel-Spektakel im Karli: SV Babelsberg 03 vs. FC St. Pauli

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Pyrotechnik SV Babelsberg 03 vs. FC St. Pauli

Exakt 6.181 zahlende Zuschauer hatten sich am Freitagabend im Karl-Liebknecht-Stadion eingefunden, um das Freundschaftsspiel zwischen dem Drittligisten SV Babelsberg 03 und dem Zweitligisten FC St. Pauli zu sehen. Unter ihnen rund 2.000 Anhänger des Hamburger Kiezklubs. Wer wem genau die Daumen drückte, konnte nicht immer ganz genau gesagt werden, denn die Tore zwischen den Fanbereichen standen offen. Eine Partie, die dem Namen „Freundschaftsspiel“ alle Ehre machte. Ein Duell, das auf dem Rasen und auf den Rängen einiges zu bieten hatte!

Exakt 6.181 zahlende Zuschauer hatten sich am Freitagabend im Karl-Liebknecht-Stadion eingefunden, um das Freundschaftsspiel zwischen dem Drittligisten SV Babelsberg 03 und dem Zweitligisten FC St. Pauli zu sehen. Unter ihnen rund 2.000 Anhänger des Hamburger Kiezklubs. Wer wem genau die Daumen drückte, konnte nicht immer ganz genau gesagt werden, denn die Tore zwischen den Fanbereichen standen offen. Eine Partie, die dem Namen „Freundschaftsspiel“ alle Ehre machte. Ein Duell, das auf dem Rasen und auf den Rängen einiges zu bieten hatte!

Gegenseitige Sympathiebekundungen kurz vor Anpfiff in beiden Fanblöcken. Blau-Weiß und Braun-Weiß-Rot zusammengenäht zu einer großen Blockfahne des Filmstadt Inferno 99. Ähnliches war in Form einer Choreographie bei den Ultras St. Pauli zu bewundern. Allerdings wurde sich auch ein Spaß draus gemacht, sich gegenseitig ein wenig auf die Schippe zu nehmen. „14482 – und das ist wo?“, „Babelsberg – das Pinneberg von Berlin, Digger!“, war auf Spruchbändern zu lesen. Zudem: „Babelsberg... Hertha für Arme!“ sowie „Icke – wat – allet Jute? Digger lernt lesen und schreiben!“ Bei so viel Spaß ertönte auch schon mal ein „Scheiß St. Pauli!“ mit einem Schmunzler aus dem Block der Babelsberger.

Gut Laune in allen Ecken des Karli, in dem zuletzt denkbar knapp der Klassenerhalt in trockene Tücher gebracht wurde. Der orgiastische Torjubel beim 1:0 gegen Arminia Bielefeld in der Nachspielzeit schwebte noch immer wie ein Hauch über dem Stadion. Keine Frage. Dass in Babelsberg weit über 6.000 Fußballfreunde zu einem Testspiel kommen, muss echte Gründe haben. Zum einen sicherlich der lukrative der Gegner. Zum anderen eben das Glücksgefühl vom vorletzten Spieltag, als alle Dämme brachen und manch ein Freudentränchen sich seinen Weg bahnte.

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Ob auch in der kommenden Drittligasaison alles glatt laufen wird, steht bekanntlich in den Sternen. Neuer Trainer, ein neu zusammengestelltes Team. Man wird sehen. Nicht jeder ist optimistisch. Noch eine Saison, dann gehen die Lichter aus, muffelte ein Journalist. Schließlich sei der Klub in der Filmstadt permanent klamm.

Dass die Chemie im Team derzeit stimmt, war im Testspiel gegen die Paulianer zumindest in der zweiten Halbzeit zu sehen. Während die Gäste im ersten Spielabschnitt ganz klar das Geschehen auf dem Rasen diktierten und Dank der Treffer von Lennart Thy (7. Minute) und Marius Ebbers (17. Minute) mit 2:0 in Führung gingen, legten die Hausherren in der zweiten Halbzeit eine ordentliche Schippe drauf und zeigten phasenweise richtig attraktiven Fußball. In der 52. Spielminute gelang Oliver Kragl der Abschlusstreffer für die Nulldreier, kurz vor Spielende wurde bereits die Musik eingespielt. 2:2? Dennis Lemke hatte getroffen, doch das Schiedsrichtergespann entschied auf Abseits. Letztendlich blieb es beim 1:2, mit dem sämtliche Zuschauer recht zufrieden waren. Schließlich hatten alle Spieler eine recht passable Leistung geboten. Gemessen an dem, was man sonst manchmal bei Testspielen zu sehen bekommt.

Bedient wurden im Rahmen des Freundschaftsspiels sämtliche Sinne. Während es in der Halbzeitpause noch irisch-schottische Musik für etwaige angereiste Gäste des Celtic FC zu hören gab, folgte kurz vor Wiederanpfiff eine beeindruckende Pyroshow in beiden Fanblöcken. Diskussion hin, Diskussion her. Die Ultras des FC St. Pauli und des SV Babelsberg 03 zeigten, wie Pyrotechnik friedlich abgebrannt werden kann, ohne Bengalos und Böller auf den Rasen zu werfen. Bunter Rauch stieg gen Himmel und sorgte für eine Atmosphäre, die an Italien (zu früheren Zeiten) oder an Derbys auf dem Balkan erinnern ließ. Die Ordner hielten sich zurück, und von der Polizei war an jenem Abend im Stadion sowieso nichts zu sehen. Logischerweise gab es von Seiten des Stadionsprechers eine Durchsage. Aber wie meinte er so schön? Hm ja, nun, wo es schon mal brennt, kann man es ja nicht mehr ausmachen...

Zurück zum Sportlichen. Der Ernst des Fußballerlebens beginnt für den SV Babelsberg 03 bereits am 21. Juli 2012. Auf dem Programm steht dann das schwere Auswärtsspiel beim Chemnitzer FC. In der Woche darauf empfangen die Nulldreier daheim den SV Darmstadt 98. Der FC St. Pauli hat dagegen noch ein wenig mehr Zeit, um sich auf die kommende Zweitligasaison vorzubereiten. Am Freitag, den 03. August 2012, reisen die Hamburger zum FC Erzgebirge Aue. Eine Woche später muss der FC St. Pauli gegen den FC Ingolstadt 04 ran.

Kurzvideo von der Pyroshow:
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