Meinung und Geschäft unter Kontrolle? Fußball-Bundesligisten starten eigene soziale Netzwerke

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Bayern München (MyFCB) hat eines nun auch Bayer 04 Leverkusen - und zwar ein eigenes soziales Netzwerk. Bislang ist es ein Testballon und ob der Versuch bei den Fans ankommt bleibt abzuwarten, vor allem wenn es Kritik an der Vereinsführung gibt. Immerhin gibt es mit dem Forum "werkself.de" schon eine kostenlose Community mit Tradition. Der Weg ist klar und in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen lesbar: Der Klub will die Meinungen im Blick haben und irgendwann natürlich auch verdienen und nicht wie jetzt in Facebook investieren und monetär nichts verdienen.

Bayern München (MyFCB) hat eines nun auch Bayer 04 Leverkusen - und zwar ein eigenes soziales Netzwerk. Bislang ist es ein Testballon und ob der Versuch bei den Fans ankommt bleibt abzuwarten, vor allem wenn es Kritik an der Vereinsführung gibt. Immerhin gibt es mit dem Forum "werkself.de" schon eine kostenlose Community mit Tradition. Der Weg ist klar und in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen lesbar: Der Klub will die Meinungen im Blick haben und irgendwann natürlich auch verdienen und nicht wie jetzt in Facebook investieren und monetär nichts verdienen.

Nun also die offizielle Werkself-Community unter "netzwerk.bayer04.de", die so heißt es in einer Pressemeldung es Fans ermöglicht "sich austauschen, eigene Freundeslisten zu erstellen, Mitteilungen zu teilen, Meldungen und Artikel zu kommentieren, eigene Videos und Fotos hochzuladen - und sich später auch ihre individualisierte Startseite erstellen können".

Also eigentlich all das was die Fans nun schon bei Facebook und anderen Foren vorfinden nur mit dem Unterschied das alles unter dem Label Bayer04 läuft. Stellt sich gleicht die Frage, wie der Verein in Sachen Urheberrechten agiert, wenn er sein Angebot mit dem hochladen von Videos und Fotos anpreist. Welche Videos sollen das sein? Nur private oder auch Spielszenen?

Zum Thema Kritik kommt die Antwort in der Pressemeldung: "Keine Sorge, Fans können und sollen weiterhin Kritik üben, dürfen auch in Zukunft Leistungen unserer Mannschaft oder einzelner Spieler bewerten", lässt sich Kommunikations- und Marketingdirektor Meinolf Sprink zitieren. Abwarten heißt hier die Devise.

Aber ganz abwenden will sich Bayer 04 von Facebook noch nicht. Die jetzige Bayer 04-Facebookseite mit rund 110.000 Followern bleibe parallel, mit teilweise anderen Inhalten, bestehen, erklärt der Verein. Wahrscheinlich solange bis die eigene Community einen ähnlichen Wert erreicht. Für den Verein ein starkes Tool, um die Fans noch besser an den Klub zu binden und die eigenen Produkte (Tickets, Merchandising) zu veräußern. Der Fan kann selber entscheiden - immerhin weiß er bei seinem Verein ungefähr was mit den persönlichen Daten passiert, bei Facebook weiß er das nicht.

Es scheint ein neuer Trend: Warum in Facebook investieren und die Tantieme abgeben, wenn man selber eine starke und weniger starke Fanbasis einfacher binden und mit kostenpflichtigen Inhalten exklusiv unter Kontrolle halten kann. Es ist nur eine Frage der Zeit bis die anderen Bundesligisten nachziehen.

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