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Berlins Sportler nach großen Erfolgen in 2018 geehrt

 
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Im Hotel Estrel im Süden Berlins hat erneut die Ehrung für die besten Sportler des vergangenen Jahres aus unserer Hauptstadt stattgefunden und dabei präsentierte sich der Rahmen wie gewohnt in feierlicher Atmosphäre. Zum zweiten Mal führten die Sportmoderatorin Silke Beickert vom rbb und Matthias Killing, aus dem SAT.1-Frühstücksfernsehen bestens bekannt, gemeinsam durch den Abend und ehrten Berlins Sportler für die in 2018 errungenen Leistungen.

Bei der mittlerweile zum 40. Mal durchgeführten Ehrung begrüßten sie neben zahlreichen Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Sport auch den ersten Preisträger aus dem Jahre 1979, Christian Sandow, der seinerzeit noch als einziger für seine Leistungen als Moderner Fünfkämpfer ausgezeichnet wurde. Seit 1986 erstreckt sich die Wahl von Berlins Sportler des Jahres auf vier Kategorien, als die Wasserfreunde Spandau 04 allein dreimal auf dem obersten Treppchen des Podiums standen. Bei den Männern siegte Peter Röhle, die Spandauer bekamen als Mannschaft die meisten Stimmen ebenso wie ihr Coach Alfred Balen in der Kategorie Trainer/Manager die Nase vorn hatte. Lediglich bei den Frauen konnte Christina Moser, die ehemalige deutsche Hockeyspielerin und Olympiateilnehmerin von 1984, in diese Phalanx der Wasserballer eindringen.

Im Verlauf der Jahre gab es viele Mehrfachsieger wie z.B. die Boxer Sven Ottke und Artur Abraham, der Turner Andreas Wecker, Diskuswerfer Robert Harting, die Schwimmerinnen Franziska van Almsick und Britta Steffen, die Eisschnelläuferin Claudia Pechstein, die Mannschaften von Spandau 04, ALBA Berlin, Füchse Berlin und BR Volleys oder die Trainer/Manager wie Bob Hanning, Ulli Wegner oder Jürgen Röber. Der Radsport war bei den Siegern durch Rainer Podlesch, Mike Kluge, Jens Fiedler, Erik Zabel, Robert Bartko und Jens Voigt, als Letzter im Jahre 2006, vertreten und hatte in diesem Jahr immerhin vier Kandidaten dabei, die nicht ganz aussichtslos ins Rennen gingen.

Die Wahl bei den Frauen fiel dann auf die Bogenschützin Lisa Unruh, die 15,24 % der Stimmen auf sich vereinigte und Elena Krawzow als erfolgreiche Teilnehmerin an der Para-Schwimm-Europameisterschaft und Lisa-Marie Kwayie, Mitglied der 4x100 Meter Bronze-Staffel bei der Leichtathletik-Europameisterschaft, auf die Plätze verwies. Platz 6 für die junge BMX-Freestylerin Lara Lessmann und Platz 9 für Charlotte Becker lagen durchaus im erwarteten Rahmen, was Letztere auch bestätigte. „Ich habe mich über die Nominierung sehr gefreut, aber mir war klar, dass die dem Radsport fehlende Lobby kein besseres Ergebnis zulassen wird“, gab eine seit Jahren immer wieder mit guten Leistungen aufwartende Charlotte Becker zu Protokoll. 

Etwas besser standen die Chancen bei den Männern, wo mit Maximilian Schachmann und Theo Reinhardt immerhin zwei Weltmeister nominiert waren. Aber unter dem Motto „Einer für alle, alle für einen“ fiel die Wahl auf Jonas Müller mit 19,09 %, der gemeinsam mit seinen Mannschaftskameraden Frank Hördler und Marcel Noebels ausgezeichnet wurde – ein Novum in der Geschichte der Sportler-Wahl -, nachdem das Eisbären-Trio Anfang des Jahres eine sensationelle Silbermedaille bei den Olympischen Spielen in Südkorea mit der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft errungen hatte. Hinter Kanute Marcus Groß und Para-Leichtathlet Ali Lacin, kam Maximilian Schachmann auf einen guten 4. Platz, während für Theo Reinhardt der 6. Platz übrigblieb. Ein Ergebnis für Berlins Radsportler, das durchaus eine Aufwärtstendenz zeigte und für die Zukunft ein wenig hoffen lässt.

Spannend war der Kampf um die Mannschaft des Jahres, den ALBA BERLIN mit 14,07 % der Stimmen vor den Eisbären Berlin mit 13,47 % und den Füchsen Berlin mit 13,13 % gewann und erstmals wieder seit 2014 an der Spitze rangierte. Was die Vorjahressieger BR Volleys als Vierte mit 12,75 % nicht wiederholen konnten, schaffte ihr Coach Stelian Moculescu in der Kategorie Trainer/Manager mit 14,92 % der Stimmen, als er Pal Dardai von Hertha BSC mit 14,69 % hauchdünn hinter sich ließ und auch ALBA-Coach Alejandro Garcia Reneses mit 13,98 % keine Chance hatte. Der erfolgreichste Volleyball-Coach Deutschlands hatte in Berlin nahezu ein Wunder vollbracht, als er die Volleys in nur drei Monaten wieder an die Ligaspitze führte und den Meistertitel mit ihnen feiern konnte. 

Als Juniorsportler des Jahres wurden Lena Hentschel und Lou Massenberg (beide Wasserspringen), der Segler Philipp Loewe und der Kanute Jacob Schopf geehrt und der Sonderpreis der Sportmetropole Berlin ging an den Volleyballer Robert Kromm von den BR Volleys, der im letzten Sommer mit 34 Jahren seine aktive Laufbahn beendete und in der Vergangenheit maßgeblich an den Erfolgen seines Teams beteiligt war. Außerdem wurden mit Lena Schöneborn und Robert Harting zwei verdienstvolle Sportler in den sogenannten Ruhestand verabschiedet, die noch einmal den verdienten Applaus der Besucher ernteten.  

Vergeben wurde auch wieder der mit 5.000 Euro ausgestattete Manfred von Richthofen-Solidaritätspreis, der dem Ehemann der im Mai 2018 im Alter von nur 33 Jahren verstorbenen, erfolgreichen deutschen Schwimmerin Daniela Samulski übergeben wurde. Ein emotionaler Augenblick, der jeden berührte und man kann nur hoffen, dass die Hinterbliebenen diesen schweren  Schicksalsschlag einigermaßen verarbeiten können. 

Der diesjährige Abend mit wieder über 2.000 Gästen stand im Zeichen der kommenden Handball-Weltmeisterschaft, die im Januar 2019 in Deutschland und Dänemark über die Bühne geht und für die es zwei VIP-Tickets zu gewinnen gab. Bis in die späte Nacht wurde kräftig gefeiert und so manch interessantes Gespräch geführt. 

Bericht: Bernd Mülle  

Fotos: Arne Mill (frontalvision.com)

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