Bund und Freistaat Bayern sind sich einig, das Projekt nach der heute von der Industrie vorgelegten Kostenschätzung von über drei Milliarden Euro
nicht weiter zu verfolgen. Das Projekt Transrapid München ist wegen
erheblicher Preissteigerungen zu teuer geworden.
Die Vertreter der Industrie haben dargelegt, dass Kostensteigerungen, insbesondere beim Tunnel und Erdbau, annähernd eine Verdoppelung der in der bisherigen Planung und der Realisierungsvereinbarung vorgesehenen Kosten von 1,85 Milliarden Euro mit sich bringen. Auch nach weiteren Optimierungen sei eine erhebliche Reduzierung nicht zu erreichen.
Bundesminister Tiefensee und Bayerns Ministerpräsident Beckstein stellten fest, dass die nun aufgetretenen Kostensteigerungen weder von Seiten des Bundes noch von Bayern aufgefangen werden können.
Die bisher in der Machbarkeitsstudie und später von der DB Magnetbahn veranschlagten 1,85 Milliarden Euro standen in einem angemessenen Bund und Freistaat Bayern sind sich einig, das Projekt nach der heute von der Industrie vorgelegten Kostenschätzung von über drei Milliarden Euro nicht weiter zu verfolgen. Das Projekt Transrapid München ist wegen erheblicher Preissteigerungen zu teuer geworden Verhältnis zu dem industrie- und verkehrspolitischen Nutzen des Projektes.
Ein Preis von mehr als drei Milliarden Euro kommt aber weder für den Bund, noch für den Freistaat in Betracht. Bund und Freistaat Bayern standen zu Ihrer Zusage für das Projekt 925 bzw. 490 Millionen Euro zu Verfügung zu stellen. Eine Aufstockung der Beträge kommt jedoch nicht in Frage.
Die Deutsche Bahn AG ist vom angekündigten Aus für die Magnetschnellbahn in München überrascht. Die Ankündigung des Anbieterkonsortiums bestehend aus Hochtief AG, Bilfinger&Berger AG, Max Bögl, Siemens AG und ThyssenKrupp AG, kein Angebot im bisherigen Budgetrahmen darstellen zu können, sei enttäuschend, erklärte DB-Vorstandsvorsitzender Hartmut Mehdorn am Donnerstag in Berlin. Mehdorn: „Der Standort Deutschland hat damit ein wichtiges Leuchtturmprojekt verloren. Mit einem klassischen S-Bahn-Betrieb wird keine gleichwertige Ersatzlösung in absehbarer Zeit möglich werden.“
Der Transrapid wäre mit seinen technischen Fähigkeiten, im Zehn-Minuten-Takt in zehn Minuten den zweitgrößten Flughafen Deutschlands mit dem zweitgrößten deutschen Fern- und Regionalbahnhof zu einem internationalen Verkehrskreuz zu verbinden, eine einzigartige Lösung gewesen.
Weitere Infos:
www.transrapid.de