Erschreckend: Jeder 10. Tunnel ist gefährlich

Der diesjährige
Tunneltest weist das schlechteste Ergebnis der letzten fünf Jahre auf.
Jeder dritte der 31 im Rahmen von EuroTAP getesteten Tunnel fiel durch.
Zwei Röhren stuften die Experten als „bedenklich“ ein, siebenmal
mussten sie sogar ein „mangelhaft“ vergeben.


Testverlierer
wurde zum vierten Mal in Folge ein italienischer Tunnel. Der 1983 in
Betrieb genommene und 2,4 Kilometer lange Cernobbio am Comer See weist
erschreckende Missstände auf: keine Tunnelleitzentrale, keine
Notrufeinrichtungen, kein automatisches Brandmelde- und Lüftungssystem,
nicht gekennzeichnete Fluchtwege und zu wenige Notausgänge.

Ganz
anders der Sieger aus Andorra: 2006 eröffnet und rund 1,3 Kilometer
lang – beim Pont Pla in Andorra la Vella gab es kaum Kritik.
Zweitplatzierter im europäischen Vergleich und bester Deutscher ist der
Heidkopf-Tunnel bei Friedland auf der A 38 zwischen Göttingen und
Halle. Testverlierer hier zu Lande ist der Universitätstunnel auf der A
46 in Düsseldorf. Trotz bereits begonnener Modernisierung konnte er
noch nicht vollständig überzeugen und wurde erneut nur mit „bedenklich“
bewertet. Bis 2010 sollen jedoch alle Mängel beseitigt sein.

Immerhin
zehn der getesteten Straßentunnel dürfen sich im aktuellen Test über
das ADAC-Urteil „sehr gut“ freuen, fünf über die Auszeichnung „gut“.
Sieben schnitten mit „ausreichend“ ab und verfügen somit immerhin über
die Mindeststandards der EU-Richtlinie. Besonders erfreulich ist das
Ergebnis des Schweizer San-Bernardino-Tunnels: 1999 fiel er mit einem
„bedenklich“ durch, danach wurde er für 240 Millionen Schweizer Franken
modernisiert. Pünktlich zum 10-jährigen Jubiläum der ADAC-Tunneltests
kann er jetzt mit dem Traumergebnis „sehr gut“ brillieren.

Weitere Infos:
ADAC

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