Die Stiftung Warentest hat es auf den Punkt gebracht: "Rund vier von zehn Fernzügen kommen zu spät". Dauerkunden der Deutschen Bahn wissen das längst und nicht nur das Vorzeigeobjekt Fernverkehr zeigt Schwächen, vor allem der Nahverkehr kränkelt – und das täglich. Die Bahn selbst hält dagegen und bescheinigt sich eine "Pünktlichkeit auf hohem Niveau".
So weist der Konzern die Berichte der Stiftung Warentest zur Pünktlichkeit im Personenverkehr als irreführend zurück. Demnach wurden von den Testern über einen begrenzten Zeitraum von etwas über 30 Tagen lediglich rund zehn Prozent der täglich verkehrenden Personenverkehrszüge untersucht. Diese Stichprobe erlaube keine allgemein gültigen Rückschlüsse und sei somit nicht repräsentativ, erklärte die Deutsche Bahn in einer Pressemitteilung. Nach eigenen Angaben liege die gesamte Pünktlichkeit im Personenverkehr im Jahr 2007 bei deutlich über 90 Prozent.
Die Stiftung Warentest untersuchte Ankunftszeiten von 94 136 Fern- und Regionalzügen der Deutschen Bahn im Zeitraum vom 23. September bis 31. Oktober 2007. Eine eigentlich representative Erhebung. Richtig ist, das Züge, vor allem im Nahverkehr massive Verspätungen haben. Dafür hat aber jeder Fahrgast die Möglichkeit sich mobil über etwaige Verzögerungen zu informieren, dies haben die Tester leider in Ihrer Analyse vergessen.
Wer weder auf die Aussagen der Bahn, noch auf die Testprofis hören möchte, kann selber einen Pünktlichkeits-Testballon starten: Klicken Sie sich einfach zur Anzeigetafel Ihres Bahnhofes und überprüfen Sie, wie pünktlich die Deutsche Bahn in Ihrer Region ist.
Weitere Infos:
Bahntest