Ein endloser Streifen, ein gähnend langweiliges Epos oder einfach "The same procedure as this year": Deutschland darf sich freuen und ab dem 7. Januar 2008 am Bahnhof frieren. Die Komödie, die zum Klassiker und zuletzt zum B-Movie wurde, hat immer noch kein Happy-End.
Die beiden Protagonisten Manfred Schell (GDL) und Hartmut Mehdorn
(Deutsche Bahn) geben Deutschland noch einmal eine weitere Teil ihrer
nicht preiswürdigen zehnmonatigen Inszenierung – diesmal mit dem
klangvollen Namen: Kampf um die Schiene Episode V (Neues Jahr – Neuer
Streik).
Der letzte Arbeitskampf liegt knapp einen Monat zurück und mit dem Beginn der Verhandlungsphase zwischen der Lokführer Gewerkschaft GDL und der Deutschen Bahn, atmete Deutschland auf. Sollte es tatsächlich möglich werden und die beiden Konfliktparteien verschenken zu Weihnachten eine streiklose Fahrt zur Arbeit oder in den Urlaub? Falsch gehofft. Die guten neuen Jahresvorsätze für manch einen ÖPNV-abhängigen Arbeitnehmer, wie das fast in Vergessenheit geratene Wort Pünktlichkeit, müssen ab dem 7. Januar schon aufgegeben werden, denn dann setzt die GDL ihren unbefristeten Streik fort.
Die Situation scheint aussichtslos und festgefahrener denn je. Beide Seite, ob GDL oder Bahn scheinen sich kaum bewegt zu haben und jetzt nach zehn Monaten Verhandlungen und Streik, fährt der Zug wieder zurück auf "Los": Täglich grüßt das Murmeltier.
Das Making of des B-Movies kann hier nachgelesen werden: