Wasserfälle, reinste Quellflüsse und hochalpine Flora und Fauna
erwarten ab Juni die Besucher des neuen WildeWasserParks im Stubaital.
Gäste erfahren hautnah, welche Bedeutung das Wasser für das hochalpine
Gelände hat. Der WildeWasserPark erstreckt sich vom Stubaier Gletscher,
über den imposanten Grawa Wasserfall, ein Tiroler Naturdenkmal, bis ins
vordere Stubaital. Ein sorgsam angelegter Steig, der WildeWasserWeg,
führt die Besucher zu den schönsten und interessantesten Stellen. Er
leitet über verschiedene Almen und Hütten wie die Tschangelair Alm, die
Grawa Alm, die Sulzenauhütte, die Dresdner Hütte und die Regensburger
Hütte.
Bei der Anlegung des Parks und seiner Wanderwege wurde besonders darauf geachtet das ökologische Gleichgewicht in der sensiblen Bergwelt nicht zu stören. Hansjörg Pflauder, Geschäftsführer des Tourismusverbands Stubai Tirol, sieht in dem neuen WildeWasserPark eine große Chance für das Stubaital: „Der WildeWasserPark ist ein wichtiges Zukunftsprojekt für unsere Region. Im Stubaital legen wir großen Wert darauf, umweltbewusst und ökologisch nachhaltig zu handeln, damit wir die Schönheit unserer Bergwelt für die Einheimischen und für unsere Gäste erhalten.“
Alle Sinne werden im WildeWasserPark angesprochen: Das Beben des Bodens am Wasserfall, das Gefühl von sprühender Gischt auf der Haut, der Geruch von feuchtem Moos, der Geschmack von frischem Quellwasser und die vielfältigen Fließgeräusche von Gurgeln bis hin zu lautem Tosen – Wasser in jeglicher Form wird hier hautnah erfahrbar. Besonders schöne Stellen sind als WildeWasserSchauplätze gekennzeichnet. Dazu zählen die Waldraster Quelle mit dem berühmten Heilwasser, der Mischbachwasserfall mit Aussichtsplattform sowie die Schlucht Höllenrachen, die von versierten Kletterern auch begangen werden kann. Ein weiteres Highlight ist die neue Aussichtsplattform am Stubaier Gletscher, die ab Juli 2008 fertig gestellt sein wird. In Schwindel erregender Höhe von 3.200 Metern gewährt die Plattform einen grandiosen Blick auf die Tiroler Alpen.
Die existenzielle Bedeutung des Wassers für die Menschen wird beim Thema Trinkwasser deutlich, aber auch im Freizeit- und Erholungsbereich spielt Wasser in Form von Eisalpinismus und Gletscherskilauf eine wichtige Rolle, die dem Wanderer auf dem Weg verdeutlicht wird. Ein besonders schöner Teilabschnitt des WildeWasserParks ist der WildeWasserWeg. Er erschließt die Besonderheiten der Stubaier Wasserwelt auf sanfte Weise und macht die ökologischen Zusammenhänge verständlich. Der Weg führt vorbei am Grawa-Wasserfall, einem unvergleichlichen Naturschauspiel, und erschließt einen Aufstieg an der südwestlichen Uferkante des imposanten Wasserfalls. Der Weg endet an einem Aussichtspunkt mit eindrucksvollem Panoramablick. Der behutsam angelegte Steig wurde von Stubaier Bergführern von Hand angelegt und passt sich harmonisch in das bestehende Landschaftsbild ein. Beim Bau des Wegs wurde besonders auf die ökologische Nachhaltigkeit geachtet, um die sensible hochalpine Bergwelt nicht zu schädigen.
Der gesamte WildeWasserWeg ist in vier Tagesetappen zu begehen und führt die Wanderer an ausgeprägte Erscheinungsformen des Wassers im Hochgebirge. Entlang der Strecke gibt es für die Wanderer Übernachtungsmöglichkeiten in verschiedenen Hütten. Kürzere Teilstrecken bis zu Tageswanderungen können vom Tal aus begangen werden. Ein großer Teil der Wege war bereits vorhanden, einige bisher schwer zugängliche Schluchten und Klammen wurden für diesen einzigartigen Park neu erschlossen.
Aktuelle Forschungen der Fachhochschule Joanneum in Graz belegen, dass die Luft-Ionisation nirgendwo so hoch ist wie nahe einem Wasserfall. Die Luft-Ionen bewirken, dass die Atemwege und –muskulatur äußerst positiv beeinflusst werden. Insbesondere bei allergischen Atemwegserkrankungen oder Bronchitis wird der Besuch von Wasserfällen deshalb empfohlen. Der Aufenthalt gilt als wahre „Ionendusche“ und wirkt sich vor allem auf Menschen aus Feinstaub belasteten Städten gesundheitsfördernd aus.
Weitere Infos:
www.wildewasserweg.at