
Die Serra da Mantiqueira in Brasilien, gelegen parallel zur Atlantiküste auf der Höhe der Millionenmetropolen São Paulo und Rio de Janeiro, ist bei Touristen vor allen Dingen auf Grund des dortigen Itatiaia-Nationalparks bekannt. Der Nationalpark wurde bereits im Juni 1937 geschaffen und war somit der erste seiner Art Brasiliens. Berühmt ist der Itatiaia-Nationalpark für seine reizvollen Wasserfälle, die sich mitten im Atlantischen Regenwald (Mata Atlântica) befinden. Der Gebirgszug der Serra da Mantiqueira liegt in den Bundesstaaten São Paulo, Rio de Janeiro und Minas Gerais. Die Ausdehnung des Gebirges beträgt zirka 320 Kilometer, die höchsten Gipfel sind der Pedra da Mina (2.798 m) und der Pico das Agulhas Negras (2.792 m). Die Berghänge der Serra da Mantiqueira sind äußerst beliebt bei Kletterern. Wandern und Klettern sollte man jedoch nur im dortigen Winter, wenn es trockener ist und weniger regnet.
Flora und Fauna haben einiges zu bieten, so kann man zum Beispiel den Maskenspringaffe, den Mähnenwolf und die süßen Waldhunde mit etwas Glück vor Gesicht bekommen.
Tiere ganz anderer Art kann man in den kanadischen Rocky Mountains bestaunen. Elche, Wapiti, Dickhornschafe, Luchse, Kojoten, Pumas und Murmeltiere sowie Schwarz- und Grizzlybären kann man dort auf einer Trekking-Tour sehen. Die Rocky Mountains ziehen sich etwa 4.500 Kilometer von Nord nach Süd durch Kanada und die Vereinigten Staaten. Im Schnitt sind die Rockies zwischen 2.000 und 3.000 Meter hoch. Für eine ausgedehnte Wanderung bietet sich der Banff-Nationalpark im kanadischen Provinz Alberta an. Der 6.641 Quadratkilometer große Banff-Nationalpark wurde bereits 1885 gegründet und ist somit der drittälteste Nationalpark der Welt.
Etwas Angst einflößend ist die Besucherzahl des Parks, zirka 5 Millionen Menschen statten dem Banff-Nationalpark jährlich einen Besuch ab. Doch keine Angst, die meisten von ihnen sind nur an markanten Stellen konzentriert anzutreffen. Wandert man erst einmal in den Weiten der Berge auf einsamen Pfaden, so kann man durchaus die Ruhe der Wildnis genießen.

Der Hauptkamm der Hohen Tatra ist gerade knapp 30 Kilometer lang, trotzdem bietet das Gebirge reichlich Möglichkeiten und genügend Wanderrouten, um dort eine ausgedehnte Tour in Angriff zu nehmen. Die höchsten Gipfel sind die Gerlachovsky stít (Gerlsdorfer Spitze) mit 2.655 Metern und der Gerlachovská veza (Gerlsdorfer Turm) mit 2.642 Metern. Am bekanntesten ist womöglich der 2.503 Meter hohe Rysy an der slowakisch-polnischen Grenze. Er ist der höchste Berg Polens und allein deshalb als Wanderziel äußerst beliebt. Vorteil der Hohen Tatra: Es gibt dort zahlreiche Berghütten, die zum Übernachten in den Höhenlagen einladen.

Kein Hochgebirge, doch immerhin sehr beeindruckend ist das Bergmassiv auf der westlichen Nilseite bei Theben-West gegenüber der bei Touristen überaus beliebten Stadt Luxor. Das dortige Bergmassiv ist berühmt für sein Tal der Könige und den Tempel der Hatschepsut. Nach Besichtigung der Sehenswürdigkeiten kann man das Bergmassiv hinaufsteigen und dort eine Wanderung auf dem Hochplateau unternehmen. Spaziert man durch die dortige Steinwüste, wird man beeindruckt sein von der absoluten Stille. Doch Vorsicht! Steht die Sonne im Zenit, kann man sehr leicht die Orientierung verlieren. Zudem sollte man unbedingt genügend Wasser und einen Sonnenschutz für den Kopf mitnehmen!
(sämtliche Gebirge wurden vom turus-Redakteur persönlich bewandert)
