Die im Münstelrand gelegene "Friedensroute" ist zur "Radroute des Jahres 2008 in Nordrhein-Westfalen" gewählt worden.
Der Radfernweg, der den Routen der berittenen Postkuriere zwischen
Münster und Osnabrück während der Verhandlungen über das Ende des
Dreißigjährigen Krieges folgt, ist die vierte Radroute in
Nordrhein-Westfalen, die die begehrte Auszeichnung erhält. Ausgelobt
wurde der Wettbewerb durch den Nordrhein-Westfalen Tourismus e.V.
Die Friedensroute hat die Bewertungskommission vor allem wegen ihrer leichten Befahrbarkeit überzeugt. Die Route verläuft in großen Teilbereichen auf breiten und asphaltierten Wegen, so dass auch Gruppen, Familien mit Kindern oder Tandem-Fahrer und Liegeräder die Strecke sicher befahren können. Positiv hebt die Jury auch die einheitliche und gut sichtbare Wegweisung entlang der Strecke hervor. Die Friedensroute ist Teil der regionalen Radwegenetze im Osnabrücker Land (RAVELOS) und im Münsterland (Radwegenetz Münsterland). Die als Rundkurs angelegte Strecke ist in beide Richtungen ausgeschildert. Der Friedensreiter, das Symbol der Radroute, ist an den Wegweisern entlang der Strecke angebracht und zeigt den Radlern, dass sie sich auf dem richtigen Weg befinden.
Als weiterer Pluspunkt im Wettbewerb für die Friedensroute hat die Jury die gute länderübergreifende Zusammenarbeit zwischen der MÜNSTERLAND TOURISTIK und dem Tourismusverband Osnabrücker Land e.V. in Niedersachsen hervorgehoben. Auch die zielgruppengerechte Vermarktung durch verschiedene Medien wurde von der Jury gelobt. Die Friedensroute ist bereits die zweite Radroute aus dem Münsterland, die mit dem Titel ausgezeichnet wird. 2004 erhielt der EmsAuenWeg diesen Preis als erste Radroute in NRW.
Die Friedensroute führt heute als moderner Radfernweg auf den Wegen
einer alten Reichspostlinie, die während der Verhandlungen zum
Westfälischen Frieden von 1648 zwischen den Städten Münster und
Osnabrück eingerichtet wurde.
Der 170 km lange Rundkurs führt von Münster über Greven, Ladbergen, Tecklenburg, Lengerich, Lienen, Bad Iburg, Hagen, Hasbergen bis nach Osnabrück, zurück über Bad Laer, Glandorf, Ostbevern und Telgte nach Münster. Radwanderer durchqueren dabei die flache Münsterländer Parklandschaft, können ihre Kondition aber auch an anspruchsvollen Bergetappen in den Ausläufern des Teutoburger Waldes testen. Entlang der Strecke locken zahlreiche kleine Städte mit historischen Stadtkernen und kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten sowie radlerfreundliche Einkehrmöglichkeiten.
Ausführliche Informationen mit Routenübersicht, Etappeninformationen und Serviceangeboten erhalten interessierte Radwanderer im Internet unter www.friedensroute.de oder über die kostenlose Service-Hotline der Münsterland Touristik Grünes Band e.V. unter 0800/9392919. Hier sind auch ein kostenloser Informationsflyer sowie eine im Bielefelder Verlag erschienene Radwanderkarte erhältlich. Auf der Homepage steht außerdem ein GPS-Track zum Herunterladen bereit.
Der Wettbewerb "Radroute des Jahres in NRW" wurde durch die Arbeitsgemeinschaft Qualitätsoffensive Fahrradtourismus initiiert, in der der Nordrhein-Westfalen Tourismus e.V., die NRW-Ministerien für Wirtschaft und für Verkehr, der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club Nordrhein-Westfalen (ADFC NRW) sowie verschiedene regionale Tourismusverbände vertreten sind. Die Auszeichnung wird einmal im Jahr an eine qualitativ besonders hochwertige Radroute verliehen. Zu den Mindestanforderungen gehören gut ausgebaute Wege, eine durchgehende Zielwegweisung modernen Standards und diverse Serviceleistungen für Radfahrer.
Die "Friedensroute" erhielt als vierter Radweg das begehrte Qualitätssiegel. Zuvor wurden bereits der "EmsAuenWeg", die "Route der Industriekultur per Rad" sowie der "RuhrtalRadweg" ausgezeichnet.