Europa: Effizientes Logistik- und Güterverkehrssystem

Das Europäische Parlament fordert ein nachhaltiges und effizientes
Logistik- und Güterverkehrssystem, das nicht nur zur Verbesserung der
Wirtschaft und der Sicherheit führt, sondern auch den Zielen der EU in
den Bereichen Klimawandel und Energieeinsparungen gerecht wird. Das
"zeitaufwändige und energieintensive 'stop-and-go' im Güterverkehr"
möchten die Abgeordneten durch computergestützte
Geschwindigkeitsanpassung vermeiden. Auch Straßenbenutzungsgebühren
seien "überaus wichtig".


In dem von Michael Cramer (Grüne) ausgearbeiteten Bericht ermutigt das EP die Kommission, die Mitgliedstaaten und die Industrie, künftig eine für die Mobilität, die Umwelt, das Klima, die Wirtschaft, die Sicherheit und die sozialen Interessen nachhaltigere Güterverkehrspolitik zu unterstützen. Die Abgeordneten sprechen sich u. a. für die "schrittweise Integration von vorrangigen grenzüberschreitenden Schienengüterkorridoren, von Knotenpunkten und von konventionellen Netzen" aus.
 
Auch fordern die Abgeordneten die Kommission auf, die Ko-Finanzierung der EU auf die Effizienz, die Interoperabilität, die Modernisierung der Schieneninfrastruktur, intermodale Knotenpunkte und andere Güterverkehrsträger zu konzentrieren.
 
Ein nachhaltiger und effizienter Güterverkehr in Europa spiele eine wesentliche Rolle im Hinblick auf eine erfolgreiche und wettbewerbsfähige Wirtschaft und sei von großer Bedeutung, um die Ansprüche der Verbraucher zu erfüllen sowie eine große Zahl an Arbeitsplätzen und ein hohes Wohlstandsniveau für die europäischen Bürger zu schaffen, so die Abgeordneten.
 
Das EP erwartet, dass die Kommission die „grünen Korridore“ als Musterprojekte für die Mobilität und die Verknüpfung von Verkehrsträgern definiert. Hierbei gehe es um die die Verlagerung auf umweltfreundliche Verkehrsträger, die Reduzierung von Unfällen, Staus, Lärm, lokaler Giftstoffverschmutzung und sonstiger Verschmutzung, CO2-Emissionen, Landschafts- und Energieverbrauch sowie die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energiequellen (insbesondere von Wind- und Solarenergie).
 
Das "zeitaufwändige und energieintensive 'stop-and-go' im Güterverkehr" möchten die Abgeordneten durch computergestützte Geschwindigkeitsanpassung vermeiden. Darüber hinaus seien interoperable Straßenbenutzungsgebühren für einen effizienten Güterverkehr in Europa "überaus wichtig".
 
Die Abgeordneten erinnern daran, dass der Verkehrssektor für knapp 30 % der CO2-Emissionen in der EU – in den Städten sogar für 40 % – verantwortlich zeichnet. Trotz der Bemühungen um Verbesserungen bei Technologie und Innovation seien die CO2-Emissionen im Verkehrssektor zwischen 1990 und 2005 um 26 % gestiegen, während sie in anderen Sektoren durch Investitionen, "die Milliarden von Euro gekostet haben," um 10 % gesenkt werden konnten. Für den Güterverkehr wird eine 50-prozentige Steigerung (in Tonnenkilometern) zwischen 2000 und 2020 vorausgesagt.
 
541 Abgeordnete stimmten für den Bericht, 6 dagegen, 15 enthielten sich.

Folge uns auch auf unseren Reise-Seiten bei YouTube, Instagram und Facebook: YouTube | Instagram | Facebook

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Nach oben scrollen