Die EU-Kommission will eine Verkehrsgemeinschaft mit den
Westbalkanstaaten eingehen. Auch für eine Verbesserung der
Verkehrsverbindungen zwischen der EU und ihren anderen Nachbarn hat sie
heute einen Vorschlag vorgelegt. Beschlossen wurden zudem "Leitlinien
für den Verkehr in Europa und den Nachbarregionen".
Die Verkehrsgemeinschaft zielt auf die Verwirklichung eines integrierten Marktes für den Land-, Binnenschiffs- und Seeverkehr inklusive der zugehörigen Infrastruktur und angeglichener Rechtsvorschriften in diesem Bereich. Noch in diesem Herbst will die EU-Kommission nach einer zweiten Sondierungsrunde konkrete Vorschläge zur Umsetzung dieser Politik in den anderen Nachbarregionen vorlegen.
Jacques Barrot, EU-Kommissionsvizepräsident und zuständig für Verkehr, sagte: "Verkehrsverbindungen sind für die Verbindung von Menschen und Unternehmen von zentraler Bedeutung, und sie müssen ein wesentliches Element unserer Nachbarschaftspolitik sein. Ich begrüße es insbesondere, dass wir nach Abschluss der Sondierungsgespräche mit den Staaten des westlichen Balkans nun in der Lage sind, die Errichtung einer Verkehrsgemeinschaft vorzuschlagen, die zur Verknüpfung der Infrastrukturen und zur Angleichung der Rechtsvorschriften in Bezug auf Sicherheit, Umwelt und Dienstleistungen beitragen kann. Eine solche Verkehrsgemeinschaft ist ein konkreter Weg, regionale Zusammenarbeit, Stabilität und Frieden im Geist von Jean Monnet zu fördern".
Die Verkehrsgemeinschaft soll die Integration der Verkehrssysteme beschleunigen und Anstoß geben für notwendige Investitionen.