Reisende können Gefahr laufen, mit Tiererzeugnissen im Gepäck ungewollt Tierkrankheiten in die EU einzuschleppen. Biosicherheit lautet daher das zentrale Thema der Europäischen Veterinärwoche, die vom 10. bis 16. November stattfindet. Auf Flug- und Seehäfen und an anderen Grenzkontrollstellen werden Reisende während der Aktionswoche über Risiken im Zusammenhang mit Tiergesundheit informiert. Gleichzeitig möchte die Europäische Kommission mit dieser Aktionswoche die landwirtschaftlichen Betriebe für die Biosicherheit sensibilisieren und deutlich machen, wie wichtig Impfungen sind, um Tierkrankheiten zu verhindern.
„Vorbeugen ist besser als heilen’, lautet das Leitprinzip der EU-Strategie im Bereich Tiergesundheit,“ erklärte die EU-Gesundheitskommissarin Androulla Vassiliou. „Wird bei bestimmten Tierkrankheiten einer Verbreitung nicht zuvorgekommen, besteht die Gefahr, dass sie sich auf die menschliche Gesundheit auswirken. Oder, anders ausgedrückt: Wir sind nur gesund, wenn auch die Tiere gesund sind. Sinn und Zweck der erstmals veranstalteten Europäischen Veterinärwoche ist es, in der Öffentlichkeit deutlich herauszustellen, wie wichtig es ist, dass Tierärzte, Landwirte und Reisende einer Verbreitung von Tierkrankheiten vorbeugen.“
Vermittelt werden sollen die anstehenden Botschaften durch eine Vielzahl von Maßnahmen. Reisende zum Beispiel werden auf Flug- und Seehäfen der EU mit speziell eingerichteten Informationsständen, Plakaten, Faltblättern, Gepäckanhängern und einem Videofilm über Gesundheitsrisiken informiert. Die Informationskampagne beschränkt sich aber nicht auf die nächste Woche, sondern soll bis ins kommende Jahr hinein durch eine Roadshow fortgeführt werden.