Verbände und Politiker begrüßen die Entscheidung der
Deutschen Bahn AG, den geplanten Zuschlag für Tickets am Schalter
zurückzuziehen. Es sei weder gerechtfertigt noch vermittelbar gewesen,
ausgerechnet die Kundinnen und Kunden, die auf persönliche Beratung und
Verkauf am Schalter angewiesen seien, mit einem Strafzuschlag von 2,50
Euro pro Strecke zur Kasse zu bitten, erklärte der Verkehrsclub Deutschland
Als Begründung für den Bedienzuschlag hatte die Bahn steigende Kosten beim Schalterpersonal geltend gemacht. Deshalb sieht der VCD die Gefahr für den personenbedienten Verkauf noch nicht gebannt. "Wenn die Bahn die Einnahmen am Schalter nun nicht wie geplant erhöhen kann, wird sie versuchen, die Kosten zu senken. Das bedeutet weiteren Personalabbau bis hin zum Schließen kompletter Schalter an kleineren Bahnhöfen", befürchtet VCD-Verkehrsreferentin Heidi Tischmann.
Der VCD warnt die DB AG davor, sich mit ihrem Serviceangebot weiter aus der Fläche zurückzuziehen. Seit 2003 habe das Unternehmen die Zahl der Reisezentren bereits von 1100 auf 700 reduziert.