Vom 1. bis 10. August
versteigert und verkauft die Deutsche Bahn erstmals auf dem Online-Marktplatz eBay
eine Million Fahrten. Warum die Bahn dem kundenunfreundlichen Auktionshaus viele neue unwissende Nutzer in die Arme treibt, bleibt fraglich und wirft kein gutes Licht auf den Verkehrsdienstleister.
Neben verschiedenen Benefizauktionen, wie eine Reise nach Peking oder eine Europatour, verkauft und versteigert die Bahn vom 1. August an täglich zehntausende Fahrten, mit denen man allein, zu zweit oder mit Kind und Kegel quer durch Deutschland reisen kann. Zudem werden Fahrten in europäische Metropolen wie Prag oder Kopenhagen, Amsterdam oder Brüssel, Wien oder Zürich angeboten. Das eBay-Angebot der Bahn wechselt in diesem Zeitraum täglich und umfasst sowohl klassische Auktionen mit dem Mindestgebot ab 1 Euro als auch Tickets mit festem Preis zum Sofortkauf – solange der Vorrat reicht.
Die Frage bleibt aber, warum gerade ein seriöses Unternehmen, wie die
Deutsche Bahn auf ein Auktionshaus setzt, das ihre Kunden zu einer
lebenslangen Zwangsmitgliedschaft zwingt. So versuchen zahlreiche
Redaktionsmitglieder seit Jahren vergeblich eine Löschung ihrer
Ebay-Accounts zu erzwingen. Aber nicht nur dieser Punkt wirft Fragen auf, denn ob die, wie von der Bahn suggeriert, Fahrkarten wirklich so "günstig" und "preiswert" sind
bzw. werden ist sehr fraglich. Die einzigen Profiteure der ganzen A(u)ktion sind Ebay und die Deutsche Bahn.
Kooperation zwischen Deutscher Bahn und Ebay seriös?
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