Tipps für Globetrotter: Transsib, Amazonas, Ägypten, Rocky Mountains, WHW

MB 03 September 2009
 
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Tipps für Globetrotter: Transsib, Amazonas, Ägypten, Rocky Mountains, WHW
altEs gibt vieles, was man als Globetrotter auf unserer Erdkugel sehen möchte, ja sehen muss. Quer über die Kontinente, hin zu den entlegenen Ecke der Erde. Mit der Transsibirischen Eisenbahn von Moskau nach Peking oder Vladivostok, wandern in den kanadischen Rocky Mountains, mit dem Schiff den Amazonas hinauf nach Manaus, auf dem Jakobsweg nach Santiago pilgern, den West Highland Way abwandern, mit dem Zug von Kairo nach Luxor, mit dem Rad unterwegs auf dem Iron Curtain Trail, mit dem Interrail-Ticket quer durch Europa. Das turus Magazin gibt Tipps für zehn ausgewählte Reiseziele rund um den Globus. Tipps aus erster Hand - sämtliche Reiseziele wurden von den turus-Redakteuren bereist.
 

Noch nichts vor? Die Reisepläne wurden noch nicht geschmiedet? Ferne Kulturen locken? Es soll nicht pauschal sein?
Aufgepasst! Das turus Magazin hat Tipps und Ratschläge für zehn ausgewählte Reiseziele rund um den Globus:

altMit der Transsib quer durch Asien:
Vor zehn Jahren war man noch ein Exot, als man individuell mit der Transsibirischen und Transmongolischen Eisenbahn gereist ist. In der Gegenwart starten bereits mehr Leute als früher eine Zugreise quer durch den asiatischen Kontinent. Trotzdem muss einem nicht Bange sein, dass sich die Rucksacktouristen in den Transsib-Waggons gegenseitig auf die Füße treten. Wichtig ist jedoch, dass man solch eine Tour auf eigene Faust antritt! Inmitten von Russen, Kasachen, Aserbaidschanern und Mongolen wird eine Fahrt in einem 4-Bett-Abteil zu einem unvergesslichen Erlebnis. Positiv gemeint. Tagelang fährt man an den endlosen Landschaften Sibiriens vorbei, gerät ins Träumen und kommt bei einem frisch aufgebrühten Tee mit den anderen Reisenden ins Gespräch.
Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder geht es mit der Transsib von Moskau nach Vladivostok im fernen Osten oder es geht von Moskau über Irkutsk hinunter nach Ulan Bator und Peking. Beide Touren dauern rund sieben Tage und haben ihren Reiz. Schwer zu sagen, welche Variante spannender ist.
Tickets kann man vor Ort erwerben, doch es ist auch möglich, sich in speziellen Reisebüros die Fahrkarten vorher zu kaufen. Das Touristenvisum für Russland, China und die Mongolei kann man sich selbstverständlich bei den jeweiligen Konsulaten besorgen, doch spezielle Reisebüros und Agenturen erledigen gegen einen Aufpreis gern die Behördenangelegenheiten.

altWandern in den kanadischen Rocky Mountains:
Wer gern zu Fuß in Bergen unterwegs ist, dem sei eine Wanderung im Banff Nationalpark in Kanada zu empfehlen. So ist es zum Beispiel möglich, eine Route von Banff nach Lake Louise abzulaufen. Die Landschaft in den dortigen Rocky Mountains ist grandios, doch man stößt noch ab und zu auf andere Wanderer, die mit Rucksack und Zelt unterwegs sind. Wer ganz alleine sein möchte, der fliege besser in die Northern Territories. Im Banff Nationalpark hat man dagegen pure Wildnis aber eben doch noch einen Hauch Zivilisation.
Wichtig ist, sich vorher eine Permission bei der Nationalparkverwaltung zu besorgen. Und schon kann es losgehen. Willkommen in Grizzly Area. Während man dort in den Bergen zeltet, sollte man seine Lebensmittelvorräte abseits in einer mitgebrachten Bärenbox verstauen und an einen Baum hängen. Tagsüber sollte man nicht lautlos durch die Wildnis schleichen, um nicht eine Bärenmama mit Bärenbaby zu überraschen. Man kann sich ein Glöckchen an den Rucksack binden oder sich ab und zu anderweitig bemerkbar machen. Und immer daran denken, genügend Vorräte dabei zu haben! Dass das feste Schuhwerk bequem und eingetragen sein sollte, versteht sich von selbst...

altMit dem Schiff den Amazonas hinauf:
Von Belém aus ist es möglich mit Linienschiffen den Amazonas hinauf zu fahren. Solch eine Tour kann das Highlight auf einer Brasilienreise schlechthin sein! Die weißen geschwungenen Schiffe fahren den Strom hinauf nach Santarem und Manaus. Es ist lohnenswert, in der Stadt Santarem einen Zwischenstopp einzulegen. Entweder man bucht auf solch einem Schiff eine kleine Kabine oder man bringt eine Hängematte mit und schläft inmitten der Brasilianer auf dem seitlich offenen Deck. So wird diese Reise ein echtes Erlebnis. An Bord wird man früh, mittags und abends mit Keksen, Reise, Bohnen und Hühnchenfleisch versorgt. Getränke kann man meist an einem kleinen Kiosk auf dem oberen Deck erwerben.

altPilgern auf dem Camino de Santiago de Compostela:
Nicht im Hochsommer pilgern! Noch einmal: Um Himmels Willen nicht im Hochsommer auf dem Jakobsweg in Richtung Santiago de Compostela pilgern. Man glaubt ja gar nicht, wie viele tausende Pilger aus aller Welt in den heißen Sommermonaten auf dem Camino unterwegs sind. Da kann das eigentlich tolle Erlebnis zu einem Albtraum werden. Die Herbergen sind überfüllt, die Sonne brennt und die Massen schieben sich den Weg entlang.
Die Lösung: Einfach bereits im Frühjahr pilgern gehen. Wer nicht Zeit für die komplette Route hat, der kann auch weniger Etappen abwandern. Wer zwei Wochen Zeit und hat und die Sache entspannt angehen möchte, dem seien die rund 300 Kilometer von León nach Santiago empfohlen. Besonders die Etappe durch Galizien ist wirklich grandios!
Pilgert man im April, so wird man meist ein Bett in einer Pilgerherberge bekommen und die Temperaturen sind angenehm. Zudem blühen in den Tälern die ersten Bäume und Blumen.

altRadeln auf dem Iron Curtain Trail:
Michael Cramer, MdEP, hatte einst die Grundidee: Ein Radweg quer durch Europa - immer entlang am einstigen Eisernen Vorhang. Vom Nordmeer bis zum Schwarzen Meer. Die turus-Redakteure hatten 2005 bis 2009 bei der Ausarbeitung der Etappen von Deutschland bis in die Türkei mitgeholfen. Der wahrscheinlich spannendste Abschnitt des ICT ist der durch den Balkan. Entlang der serbisch-rumänischen, serbisch-bulgarischen und bulgarisch-grichischen Grenze bekommt man einiges geboten. Die Routen sind so ausgearbeitet, dass man sie mit einem Tourenrad befahren kann. Der Radwanderführer für den Abschnitt ICT Balkan in der bikeline-Reihe wird in Kürze erscheinen. Wer nicht so weit weg fahren möchte, dem sei die Route entlang der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze empfohlen!

altMit dem InterRail-Ticket quer durch Europa:
Ein Klassiker für junge Leute. Seit Generationen tingeln Jugendliche und junge Erwachsene allein, zu zweit oder in Gruppen mit dem InterRail-Ticket quer durch Europa. Das Ticket kann man für bestimmte Zonen oder für das europäische Gesamtnetz erwerben. Vorsicht! Für etliche Schnellzüge muss man Zuschläge und Reservierungen kaufen. Diese können erheblich teuer sein, so zum Beispiel beim Talgo in Spanien oder beim TGV in Frankreich. Zudem sollte man viel Zeit mitbringen, wenn man in Richtung Iberische Halbinsel oder Südosteuropa aufbricht. Die Verbindungen können teilweise alles andere als optimal sein. Generell gilt: Diese Art des Reisens ist genial! Jeder sollte einmal in seinem Leben solch eine Tour unternommen haben! Das Ticket kostet für bis 25-jährige 399 Euro (ein Monat) und für Erwachsene ab 26 Jahre 599 Euro (ein Monat).

altMit dem Zug von Kairo nach Luxor:
Ägypten ist und bleibt ein unvergleichbares Reiseziel. Auf eigene Faust das Land zu erkunden, kann abenteuerlich werden und ist sicherlich nicht jedermanns Sache. Eine Fahrt mit dem Zug von Kairo nach Luxor ist sicherlich ein Kompromiss. Man kann einen Sitzplatz in einer gehobenen Klasse buchen und fährt somit recht entspannt durch das Land der Pyramiden. In Luxor kann man dann mit einem Boot auf dem Nil übersetzen und Theben West erkunden. Spannend ist der Erwerb der Fahrkarten im Bahnhof von Kairo. Vor den Schaltern kann es schon mal chaotisch abgehen. Da heißt es Ruhe bewahren, eventuell gleich einen Einheimischen mitnehmen und auch mal ein Bakschisch geben...

altMit dem Mietwagen quer durch Cuba:
Die Karibikinsel auf eigene Faust erkunden, ist der beste Weg, das Land wirklich kennenzulernen. Einen Mietwagen kann man bereits von Deutschland aus in La Habana reservieren. Nach ein paar Tagen in der kubanischen Hauptstadt kann es dann losgehen. Man wird staunen, wie anders dort die Autobahnen aussehen. Randbegrenzungen gibt es kaum, Schilder sind Mangelware, Staus sind eher unwahrscheinlich und am Randstreifen sind Fuhrwerke, Fußgänger mit Karren und Radfahrer unterwegs. An den Brücken wird man von politischen Losungen begrüßt und links und rechts der Straßen sieht man endlose Zuckerrohr, Mais und Tabakplantagen. Fährt man in Richtung Westen der Insel, so ist Maria la Gorda ein reizvolles Ziel. Dort kann man prima abschalten, baden und tauchen gehen!

altWandern quer durch die schottischen Highlands:
Und noch ein Tipp für Leute, die gerne zu Fuß und mit dem Rucksack unterwegs sind. Von Glasgow aus kann man in Richtung Norden auf dem West Highland Way durch die schottischen Highlands wandern. Als Sahnehäubchen wartet zum Abschluss die Besteigung des Ben Nevis auf einen! Die Besteigung des höchsten Berges der Britischen Inseln sollte man im Morgengrauen beginnen, so geht man den Menschenmassen aus dem Weg und kann die einmalige Morgenstimmung rund um das Bergmassiv genießen.
Der West Highland Way ist 152 Kilometer lang und führt von Milngavie bei Glasgow hoch nach Fort William. Übernachten kann man entweder im Zelt oder in den Herbergen entlang des Weges. Wichtig: Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung. Und! Mückenspray!

altLevada-Touren auf der Blumeninsel Madeira:
Die portugiesische Insel auf dem Atlantischen Ozean lockt nicht nur mit der Blumenpracht und dem Madeira-Wein, sondern auch mit den Levadas, die sich quer über die grüne bergige Insel erstrecken. Die Levadas sind alte Bewässerungssysteme mit kleinen gemauerten Wassergräben. Auf diesen Levadas kann man von Funchal aus ausgedehnte Spaziergänge unternehmen. Doch Vorsicht, manche Levadas sind in einem maroden Zustand und sehr glitschig! Vor Ort sollte man sich informieren und genaues Kartenmaterial besorgen!
(M. Bertram)

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