Schweres Unwetter und zahlreiche Opfer im Bundesstaat Rio de Janeiro

altIm Großraum der brasilianischen Millionenmetropole Rio de Janeiro im gleichnamigen Bundesstaat wütete ein schweres Unwetter, das heftige Erdrutsche auslöste und zirka 100 Menschen in den Tod riss. Extrem starker Regen verursachte in Rio de Janeiro, der Nachbarstadt Niterói und umliegenden Ortschaften heftige Überschwemmungen. Von den ausgelösten Erdrutschen sind vor allen Dingen die Favelas betroffen, die sich meist an den Berghängen befinden.

Die Struktur der Stadt wurde vielen Einwohnern zum Verhängnis. Rio de Janeiro wird durchzogen von zahlreichen Hügeln und Bergen, die teilweise mehrere hundert Meter hoch sind. Mitten in der Metropole befindet sich der Tijuca-Nationalpark. An den Hängen befinden sich zahlreiche Favelas, wie auch die größte Favela Lateinamerika – die Rocinha.
Bei starkem Niederschlag kommt der lehmige Boden ins Rutschen, Überschwemmungen führen sehr schnell zu einem Desaster. Betroffen ist vor allen Dingen die bergige Region der Zona Sul, die flachere Zona Norte ist von Erdrutschen weniger betroffen.
altInsgesamt sind bei dem jetzigen Unwetter tausende Häuser und Hütten betroffen. Viele Straßen sind überflutet, die meisten Geschäfte und Schulen bleiben geschlossen. Halten die Niederschläge an, sind noch weitaus mehr Opfer zu befürchten.
Eine Evakuierung der an den Hängen gelegenen Favelas ist bei diesen Witterungsbedingungen nicht möglich. Da bleibt den Bewohnern nur, zu Gott zu beten. Dazu rief Präsident Luiz Inácio Lula da Silva die Brasilianer auf.
Fotos: Archivbilder aus Rio de Janeiro
oben: Favela Rocinha
unten: Favela bei Pavuna in der Zona Norte
> Bildagentur globalphotos.de

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