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SchülerVZ: „Deine Daten gehören mir“

Das Wort Datenskandale könnte zum Unwort des Jahres werden. Große Unternehmen hatten damit zu kämpfen und auch zahlreiche Webanbieter. Nun hat es das soziale Netzwerk „SchülerVZ“ erwischt. Dem Blog „Netzpolitik.org“ wurden nach eigenen Angaben über eine Million Datensätze von Kinder und Jugendlichen zugespielt. Die Macher von schuelerVZ hüllen sich dagegen in Schweigen. So sind derzeit direkt auf der Webseite keine Warnhinweise oder ähnliches zu finden. Nach Meinung von Kommunikationswissenschaftlern: Ein PR-Gau für das Netzwerk.

Das Netzwerk, zählt zur VZnet Netzwerke Ltd. die seit 2007 zur Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck gehören. Nach Unternehmensangaben ist schülerVZ Europas größtes Online-Netzwerk für Schüler ab 12 Jahren. Diese können „in einem sicheren Umfeld mit ihren Freunden und Klassenkameraden zu kommunizieren“. Diese Sicherheit ist nun trotz aller Qualitätssiegel anscheinend vorbei. Es hat einen „Großen“ erwischt.

So habe ein Hacker dem Netzpolitik-Blog mehr als eine Million Datensätze mit Informationen zu Namen, Schule, Geschlecht, Alter und Profil-Bild zugespielt. Die Blogger haben diese Daten inzwischen verifiziert und die Macher von schuelerVZ darüber informiert, bzw. zwischen ihrer Quelle und dem Netzwerk vermittelt. Das Netzwerk ist dagegen in ihrem eigenen VZ-Blog bemüht die Lage zu entspannen und dementiert die angegeben Informationen der Netzpolitik-Blogger. So sei deren Quelle nur ein Trittbrettfahrer und wichtige Daten wie Postadressen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern, Fotoalben und Zugangsdaten nicht betroffen gewesen. Dazu ist das Netzwerk der Ansicht, das die Daten nicht automatisiert, sondern manuell abgegriffen wurden. Zitat aus dem Blog: „Das ist quasi das Gleiche, als wenn jemand das Telefonbuch Seite für Seite durchblättert und digital erfasst.“

Gerade diese Verharmlosung der Geschehnisse in der Öffentlichkeit und die Desinformation auf der Start-Webseite (Infos finden Nutzer nur über den nichtverlinkten VZ-Blog) sowie der entstandene fade Beigeschmack, finden viele Mitglieder nicht tragbar.

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