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RAPEX: Zahl gefährlicher Verbraucher-Produkte steigt

Von der Babywiege bis zum Kfz-Teil: 2008 sind in den EU-Staaten mehr gefährliche Produkte vom Markt genommen worden als im Jahr zuvor. Das geht aus dem neuesten Jahresbericht der Kom­mission über das Schnellwarnsystem RAPEX hervor. Die Zunahme von Warnmeldungen um 16 Prozent ist auf gezielte Kontrollen und Durchsetzungs­maß­nahmen der Mitgliedstaaten sowie Rückrufaktionen der Unternehmen selbst zurückzuführen. Die meisten Warnungen betrafen erneut Spielzeug und Artikel für Kleinkinder, darunter Fahrräder, Lauf­lernhilfen, Babywiegen und Schnuller sowie Elektroartikel und Kraftfahr­zeuge. 59 Prozent der gemeldeten Produkte kamen aus China, ein Plus von sieben Prozent.

Mittlerweile melden alle EU-Länder gefährliche Produkte in RAPEX. Am aktivsten war Deutschland mit insgesamt 205 Meldungen gefolgt von Spanien (163), der Slo­wa­­kei (140), Griechenland (132) und Ungarn (129). 50 Prozent aller Meldungen kamen aus diesen Ländern. Ganz oben auf der Liste stehen nach wie vor Spielzeug, Elektroartikel und Kraftfahrzeuge. 53 Prozent der Warnmeldungen entfielen 2008 auf Spielzeug (498), Elektroartikel (169) und Kraftfahrzeuge (160). Diese Zahlen decken sich in etwa mit denen aus dem Vor­jahr. Textilprodukte einschließlich Kleidung kamen mit 140 RAPEX-Meldungen auf Rang vier.

Der Grund für die Zunahme von RAPEX-Meldungen zu chinesischen Produkten ist das besondere Augenmerk, das chinesische Marktaufsichtsbehör­den den bekann­ter­maßen risiko­reichen Produktkategorien widmen. Auf der Grund­lage von Informationen, die über die im September 2006 eingerichtete RAPEX-CHINA-Anwendung bereitgestellt werden, intervenieren auch die chinesischen Behörden im eigenen Land. Die Kommission übermittelt der chinesischen Marktaufsichtsbehörde AQSIQ regelmäßig RAPEX-Daten über gefährliche Produkte aus China, damit die chinesische Seite die Lieferung dieser oder ähnlicher Produkte in die EU unterbinden kann. Seit dem Bestehen von RAPEX?CHINA hat die AQSIQ Ermittlungen zu 669 RAPEX-Meldungen durchgeführt. In 352 Fällen (53 Prozent) führten diese Ermittlungen zu präven­ti­ven oder restriktiven Maßnahmen (Ausfuhrverbot oder Ausfuhrstopp, ver­schärf­te Überwachung des chinesischen Herstellers oder Exporteurs), die zum Teil von der AQSIQ angeordnet, zum Teil vom chinesischen Hersteller oder Exporteur freiwillig ergriffen wurden. In den übrigen 317 Fällen (47 Prozent) wurde meist deswegen nichts unternommen, weil die von der EU bereitgestellten Informationen über das chinesische Unternehmen nicht genau genug waren.

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