Infobox zum Mauerfall in Berlin

Gestern begann beginnt mit der Eröffnung der zentralen Infobox auf dem Potsdamer Platz das Berliner Themenjahr 2009 „20 Jahre Mauerfall – 20 Jahre Berlin im Wandel“. Während des gesamten Jahres wandert die von der UdK-Studentin Katharina Bardens entwickelte Aussichtstreppe mit Informationspavillon an verschiedene Orte der Stadt, die die jüngste Entwicklung Berlins am deutlichsten zeigen, z. B. zum Pariser Platz und dem Washington Platz am Hauptbahnhof.


Hervorgegangen ist der Entwurf der Infobox aus dem Semesterprojekt „Kultur-Pavillon“ am Lehrstuhl für Entwerfen und Baukonstruktion von Prof. Bettina Götz an der Universität der Künste Berlin. Eine Auswahl der Studenten-Projekte wurde unter dem Titel „Hybride Konstrukte“ am Alexanderplatz ausgestellt. Hier wurden die Veranstalter, Kulturprojekte-Berlin GmbH, auf den Entwurf von Katharina Bardens aufmerksam. In Zusammenarbeit mit dem Berliner Büro Hütten & Paläste Architekten konnte die Infobox von der Architekturstudentin in nur drei Monaten geplant und realisiert werden.

Das Dach der Infobox bildet eine begehbare Tribüne, die Treffpunkt, Aussichtsplattform und Forum zugleich ist: Von hier aus können Besucher die Veränderung Berlins seit dem Mauerfall aus einem besonderen Blickwinkel betrachten, kommentieren und diskutieren. Der Raum im unteren Teil bietet zusätzliche Informationen zu Touren an die verschiedenen Schauplätze des Wandels. Die Entwicklung dieser Orte kann dort auf spielerische Weise erkundet werden.

Die Infobox ist von drei Seiten begehbar und kann durch drei große Klappen flexibel auf die unterschiedlichen Stadträume, in denen sie aufgestellt werden soll, reagieren. Diese Klappen funktionieren im geöffneten Zustand als Rampen, welche die Besucher in den Innenraum leiten und nachts verschließen sie das Gebäude vollständig. Zum Transport kann die Box in einzelne Wandelemente zerlegt und mit Hilfe eines Tiefladers an weitere Standorte verfrachtet werden.

Zur Eröffnung des Themenjahres sagte Berlins Bürgermeister Wowereit, der Jahrestag sei ein Anlass des Erinnerns, des Gedenkens , aber auch der Freude. Das Gedenkjahr rücke Berlin verstärkt in den Fokus der internationalen Aufmerksamkeit. „Wir können der Welt zeigen, dass Berlin die historische Chance der Wiedervereinigung genutzt hat. Die Menschen haben nach den Jahrzehnten der Teilung zueinander gefunden, die Stadt ist zusammengewachsen.“

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