GDL fährt eingleisig: Streiks sollen Pendler ab Montag treffen

Vielleicht hofft die Gewerkschaft Deutscher Lokführer auf eine Solidaritätswelle anno 2007 und 2008, als sie trotz massiver Streiks im Bahnverkehr große Sympathiewerte erntete und das auch bei den Pendlern. Es war eine Geschichte a la David gegen Goliath, die kleine Gewerkschaft mit ihrem resoluten Anführer Manfred Schell gegen den riesigen Konzern Deutsche Bahn geführt vom großen Taktiker Hartmut Mehdorn.

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Aber diese Geschichte ist längst Vergangenheit, Sympathien wird es kaum geben: Schell ist im Ruhestand und Mehdorn als Berater für verschiedene Unternehmen unterwegs. Claus Weselsky und Rüdiger Grube sind die Protagonisten und die Pendler die Leidtragenden der aktuellen Taktikspielchen der GDL. In einer Pressemeldung droht die GDL der Deutsche Bahn und den Fahrgästen mit empfindlichen Streiks ab Montag.

Dabei gibt es eigentlich keinen Grund für einen Streik. Zwar geht es verständlciherweise um mehr Gehalt für die Mitglieder der GDL, aber die Deutsche Bahn zeigt sich anders als früher nicht verkantet, sondern offen und kompromissbereit – ebenso wie beim Thema eines Flächentarifvertrags für Lokführer. Die GDL aber gibt sich bockig und stur. Die Gewerkschaft spielt ihre Macht zu Lasten der Fahrgäste aus und manövriert sich damit auf eingleisigem Weg ins Abseits.

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