DDR-Kommunalwahl: 99 Prozent Ja-Sager

Die Kommunalwahl am 7. Mai 1989 – heute vor 20 Jahren wird als Beginn der politischen Wende in der DDR gesehen. Schon ein Jahr zuvor riefen vor allem kirchliche Gruppen dazu entweder die Wahl zu boykottieren oder mit „Nein“ zu stimmen. Nach Bekanntgabe des offizielle Wahlergebnisses mit 98,85 Prozent Ja-Stimmen für die Einheitsliste durch den Leiter der Zentralen Wahlkommission Egon Krenz, war klar, dass das ganze wieder einmal eine große Fälschung war.

Unabhängige Wahlbeobachtungen bestätigten diese Ansicht. So wurde in drei Berliner Stadtbezirken beispielsweise eine Wahlbeteiligung von 70 bis 85 Prozent mit durchschnittlich sieben bis acht Prozent Nein-Stimmen registriert worden, obwohl diese im Endergebnis nie auftauchten. Die DDR-Staatsmacht feierte letzmalig ihre scheinbare große Beliebtheit.

Es folgten Eingaben und Protestaktionen, die von der Polizei und Stasi teilweise gewaltsam beendet wurden. Aufhalten konnte man zu diesem Zeitpunkt den Unmut der Bevölkerung nicht mehr. Die Kommunalwahl 1989 war der Auslöser für die Wende und den Fall der Mauer.

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